Anzeige
Anzeige
News

Einfacher und billiger: Evonik entwickelt neues Lithium-Recycling für Auto-Akkus

Der Batterie-Rohstoff Lithium soll künftig einfacher, wirtschaftlicher und nachhaltiger zurückgewonnen werden. Evonik stellte ein Verfahren dazu vor.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Evoknik verwendet Elektrolyse zur Lithiumabtrennung. (Foto: Evonik)

Evonik hat ein verbessertes Verfahren zur Rückgewinnung von Lithium aus Elektroauto-Batterien vorgestellt. Der Chemiekonzern setzt statt auf teure und energieaufwendige Pyro- oder Hydrometallurgie auf Elektrochemie. Erste Tests machen die Essener euphorisch: Die neue Technik sei sehr effizient und liefere hochreines Lithiumhydroxid, genau so wie es die Zellfertiger brauchen. Die „magische“ Zutat besteht dabei aus Keramik. In drei bis fünf Jahren soll sie auf dem Markt für Wirbel sorgen.

Anzeige
Anzeige

Lithiumrecycling 2022: Teuer und aufwendig

Die Ausgangslage schreit nach neuen Wegen: Heutzutage gewinnt man durch Schmelze (Pyrometallurgisch) oder Laugung (Hydrometallurgisch) die Metalle zurück. Dabei wird die „Schwarzmasse“, also der Rest der Zellen minus ihrer Plastikteile, zu Pulver zermahlen. Anschließend verschmilzt man es bei 800 bis 1.300 Grad und gewinnt die Metalle über Legierungsverfahren zurück. Sie müssen anschließend veredelt werden, um reine Rohstoffe zu erhalten.

Beim Laugen hingegen schreddern die Chemiker die Schwarzmasse im gefrorenen Zustand und setzen später die wässrige Lösung einer Reihe von komplexen Reagenzien aus. Zusätzlich kommen viele Filtertechniken zum Einsatz. Am Ende stehen allerdings reinere Rohstoffe als beim Schmelzverfahren. Oft setzt man eine Mischung beider Techniken ein.

Anzeige
Anzeige

Keramikmembran ermöglicht 100 Prozent reines Lithium

Das Spezial-Chemieunternehmen geht bei dem neuen Verfahren zunächst den hydrometallurgischen Weg. Doch statt die Recyclingflüssigkeit mit einer Reihe von (ätzenden) Chemikalien zu behandeln, setzt es auf Elektrochemie. Die Keramikmembran gibt den Weg nur für positiv geladene Lithiumkathoden frei. Eine negativ geladene Kathode sorgt auf der anderen Seite für Anziehung. Das Ergebnis: Die Lithiumionen bilden dort mit dem Hydroxid fast 100 Prozent reines Lithiumhydroxid – so wie es die Batteriehersteller brauchen.

Lithium-Recycling muss besser werden

Die Expertin für Lithium-Recycling bei Evonik, Elisabeth Gorman, begründet die Relevanz neuer Verfahren mit drei Faktoren: Zum einen werde die Menge an Alt-Batterien in ein paar Jahren sprunghaft steigen. Zum anderen entstehen aktuell viele Fabriken, die Antriebsbatterien herstellen. Dabei falle tonnenweise lithiumhaltiger Produktionsausschuss an. Northvolt plant daher etwa, der neuen Zellfabrik in Schleswig-Holstein direkt eine Recylinganlage zur Seite zu stellen.

Anzeige
Anzeige

Zudem macht die EU Vorschriften: In vier Jahren müssen 35 Prozent des Lithiums in Altbatterien zurückgewonnen werden. Ab 2030 soll die Quote auf 70 Prozent steigen. Bisher liegt sie bei unter fünf Prozent.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige