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Live-Audio-App Dive will das deutsche Clubhouse sein

Fünf Ex-Circ-Entwickler aus Berlin haben mit der App Dive einen Clubhouse-Klon am Start, der optisch und funktional nah am Original ist. Unterschiede soll es jedoch bei der Zielgruppe geben.

2 Min. Lesezeit

Dive will das Clubhouse für bestimmte Zielgruppen werden. (Foto: Shutterstock)

Miteinander sprechen ist spätestens seit dem Markteintritt der iOS-App Clubhouse, der man nur per Einladung beitreten kann, wieder angesagt. Rasant verbreitet sich die Live-Audio-App in Deutschland, nachdem sie seit ihrem Start vor fast einem Jahr nur einem elitären Kreis in den USA zugänglich gewesen ist.

Clubhouse zeigt: Sprechen ist wieder in

Das Konzept des unkomplizierten Gesprächs, das einfach durch das Betreten eines sogenannten Raums, also eines virtuellen Orts, in dem sich die anderen Gesprächsteilnehmer befinden, initiiert werden kann, begeisterte zu Anfang vor allem die deutsche Medien- und Tech-Szene, zieht aber mittlerweile weitere Kreise.

Mit der App Dive, die möglichst noch in dieser Woche offiziell starten soll, um den Clubhouse-Hype als Rückenwind zu nutzen, setzen fünf Berliner funktional und optisch auf das gleiche Konzept. Wer auf den folgenden Screenshots nicht genau hinsieht, kann die UI kaum unterscheiden.

UI der Dive-App. (Quelle: Dive/Gründerszene)

Dive ist ebenfalls eine Livestreaming-App und nicht brandneu, sondern bereits seit dem vergangenen Jahr in Entwicklung. Zunächst hatten die Entwickler, die zuletzt für Circ gearbeitet hatten und nach dem Verkauf des Sharing-Dienstes an Bird gegangen waren, eine App umgesetzt, in der Nutzer Talente wie Gesangseinlagen oder Mutproben live zeigen und dafür von den Zuschauern mit virtuellen Münzen belohnt werden konnten. Das berichtet die Gründerszene.

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Die Idee zündete in der Nutzerschaft nicht. Wie Mitgründer Lucas Consoli im Gespräch mit Gründerszene bestätigt, konnte sich Dive nicht gegen Tiktok oder Instagrams Reels durchsetzen. Nach drei Monaten Testbetrieb zogen die Gründer der App den Stecker, überlegten sich einen neuen Ansatz und kamen gegen Ende 2020 mit der jetzigen Iteration zurück.

Startup-Szene als maßgebliche Zielgruppe

Die funktioniert ebenso wie Clubhouse, will aber eine ganz andere Zielgruppe bedienen. Bei Dive soll die Tech- und Gründerszene auch nachhaltig unter sich bleiben. Durch die Konzentration soll der Austausch von Wissen gefördert werden. So sollen sich die Teilnehmer etwa über Finanzierungen und Tools austauschen, sowie gemeinsam nach Lösungen für unternehmerische Probleme suchen können. Dive versteht sich als Erweiterung des Gründer-Netzwerks um die unkomplizierte Gesprächsmöglichkeit.

Besonderen Wert legen die Dive-Gründer auf die Feststellung, dass die App – anders als Clubhouse – datenschutzkonform sei. So würden keine Aufnahmen gemacht und auch das Adressbuch der Nutzer werde nicht geerntet. Moderation findet manuell statt. Die Gründer hören selbst in möglichst vielen Runden zu.

Das lässt sich möglicherweise im Moment noch bewerkstelligen. Gerade mal 300 Nutzer soll Dive aktuell haben. 1.000 sollen sich auf einer Warteliste befinden. Moderation wird also recht schnell zu einem Problem werden. Dive stellt sich vor, dafür künftig Personal einzustellen.

Geschäftsidee steht, Kapital wird akquiriert

Nach einer ersten Finanzierungsrunde über 180.000 Euro, die vornehmlich von Freunden und Familie aufgebracht wurde, arbeiten die Gründer gerade daran, eine weitere halbe Million Euro zu akquirieren, um weiter skalieren zu können. Das Geschäftsmodell ist zweigeteilt.

Zum einen wollen die Macher an der ursprünglich geplanten virtuellen Währung festhalten, mit der Nutzer Inhalte honorieren können. Zum anderen will Dive Firmenkunden kostenpflichtig eigene Räume anbieten, in denen die dann Konferenzen und/oder Fortbildungen abhalten könnten.

Ein Alleinstellungsmerkmal könnte für eine rasche Verbreitung sorgen. Dive gibt es auch als App für Android-Smartphones.

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