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Lucid an der Börse mehr Wert als Traditionshersteller Ford

So schnell kann es gehen: Vor wenigen Jahren noch wollte Ford Lucid übernehmen, jetzt hat das Startup das Auto-Urgestein in Sachen Marktwert überholt.

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Die Luxuslimousine Lucid Air wird seit Ende Oktober ausgeliefert – seitdem explodiert der Aktienkurs. (Foto: Lucid Motors)

Lucid Motors hat eine kurvige Geschichte hinter sich: Nach einem trudeligen Start wollte Ford das Startup wieder in gerade Bahnen lenken, doch daraus wurde nichts. Schließlich griff Saudi Arabien unter die Arme und Ford wandte sich Rivian zu. Fünf Milliarden US-Dollar später läuft das erste Auto vom Band: der Lucid Air. Die Börse belohnt den Produktionsstart mit einer Kursrallye. Auf dem Papier ist das Unternehmen nun fast 90 Milliarden Dollar Wert, Ford hingegen 80 Milliarden. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung bei BMW liegt bei rund 60 Milliarden, die von Daimler bei 90 Milliarden Dollar.

Ford wollte Lucid kaufen

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Lucid entstand aus dem Batteriehersteller Atieva, der zunächst nur Antriebsstränge entwickeln wollte. Diverse Manager, etwa der heutige CEO Peter Rawlinson, stammten aus der Autoindustrie. Sie begannen 2014 eine Elektrolimousine zu entwickeln. 2016 zeigten sie der Welt den Lucid Air und bauten eine 700-Millionen-Dollar-Fabrik. Im nächsten Jahr geriet das Startup unter Druck: Das Geld war alle. Die Verantwortlichen vereinbarten mit Morgan Stanley eine neue Finanzierungsrunde. Die Bank fragte bei Ford an, ob sich der Konzern an der Series D beteilige. Im nächsten Schritt bot sich Lucid als Übernahmekandidat an.

Das Startup hatte zwar bei der Fahrzeugentwicklung nicht besonders viel vorzuweisen, aber dafür eine Reihe Patente im Gepäck. Ford sah sich die Pläne und das Unternehmen an und nahm dann von dem Vorhaben Abstand. Der US-Autodinosaurier befand sich zu dieser Zeit selbst im Umbruch. Schließlich sprang der saudi-arabische Staatsfond PIF ein und pumpte eine Milliarde Dollar in das Startup.

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Börsengang: Die Schlingerfahrt geht weiter

Mit dem Geld baute Lucid die Fabrik zu Ende und schob die Entwicklung zum Serienmodell an. Zusätzlich finanzierte das Unternehmen den Aufbau eines Vertriebsnetzes sowie den Entwurf, die Entwicklung und Produktion von Batteriesätzen für die gesamte Formel-E. 2021 ging Lucid mithilfe eines Spac an die Börse. Der PIF machte an diesem Tag 20 Milliarden Dollar Gewinn.

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Der Kursverlauf ist seither unstetig, in der Spitze stand die Aktie bei 64 Dollar und fiel dann zurück auf 22 Dollar. Zuletzt steigt der Kurs fortwährend, während die Serienfertigung des Lucid Air startete. Als Ende Oktober die ersten Limousinen ausgeliefert wurden, kam die Rallye in Fahrt: Am 26. Oktober lag der Wert noch bei 26 Dollar, bis Mitte November hat er sich verdoppelt.

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