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Nasa: Mars-Rover schafft Kernbohrung im zweiten Anlauf

Viel Trubel um eine Frage: Ist etwas im Röhrchen? Die Nasa liefert Erklärungen ab, warum beim ersten Mal nichts drin war. Zudem ist sie sich sicher: Jetzt hat’s geklappt.

2 Min. Lesezeit
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Der Bohrer des Rovers bohrte ein Loch in diesen Felsen und entnahm eine Probe aus dem Inneren. (Foto: Nasa/ JPL Caltech)

90 Ingenieure versammelten sich am 6. August, um auf die ersten Daten der Entkernungsoperation zu warten. Sie alle hatten ihren Anteil an der Mission und freuten sich, dass sich die jahrelange Vorbereitung nun auszahlen sollte. Nach der ersten Bestätigung, dass die Bohrung erfolgreich verlaufen war, kam die Ernüchterung: Das Probenröhrchen war leer. Knapp einen Monat später startete die Nasa nun einen zweiten Anlauf mit einer neuen Strategie.

Neuer Standort, neue Chance

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Die Experten waren sich nach einigen Tagen Analyse sicher, dass das Gestein des ersten Versuchs schlicht zu spröde war. Der Bohrkern konnte vermutlich nicht festgehalten werden und daher gelangte außer ein paar Sandkörnern keine Probe in das Behältnis. Sie suchten also eine zweite Entnahmestelle im Mars-Gebiet „South Seitah“. Zur Entnahme erwählten sie einen Aktenkoffer-großen Felsen, der zu einer mehr als 900 Meter langen Kammlinie gehört. Am ersten September erhielten die Wissenschaftler die Daten der Aktion. Demnach hat der Rover seinen zwei Meter langen Roboterarm erfolgreich dazu verwendet, eine rund bleistiftdicke Probe zu entnehmen. Er bohrte mit dem Schlagbohrer ein etwa sieben Zentimeter tiefes Loch in den Gesteinsbrocken. Bilder bestätigen, dass Perseverance einen Felskern entnommen hat.

Perseverance Gesteinsprobe Bohrkern

Das Foto beweist: Der Hohlbohrer hat einen Felsenkern aufgenommen. (Foto: Nasa/ JPL Caltech)

Sicher ist sicher: Nasa wartet auf bessere Bilder

Die Wissenschaftler sind sich fast sicher, dass der historische Versuch dieses Mal auch Proben zum Ergebnis hatte. So gibt es Bilder, in denen man einen Gesteinskern in dem Bohrer sehen kann. Doch der zweite Satz Fotos, der nach der Reinigungsprozedur der Bohranordnung aufgenommen wurde, fällt sehr dunkel aus, sodass das Innere des Rohres nicht einsehbar ist. Daher sollen weitere Aufnahmen bei besserem Licht 100-prozentige Sicherheit geben. Doch auch schon jetzt zeigt sich das Team zuversichtlich, dass die Probenentnahme gelang. Die neuen Fotos sollten bereits bis zur Erde gelangt sein, jedoch hat sich die Nasa zu ihrem Inhalt noch nicht geäußert. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Entnahme dieses Mal gelungen ist. Die Proben sollen bei einer weiteren Mars-Mission rund um das Jahr 2030 aufgenommen und zur Analyse zur Erde transportiert werden. Sie dienen dazu, vergangenem (mikrobiologischem) Leben auf dem roten Planeten nachzustellen.

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