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Mehrheit deutscher Firmen hält VR und AR für einen „Hype”

Dass Virtual Reality und Augmented Reality lediglich ein Hype sind, ist eine steile These. In Deutschland wird sie allerdings offenbar mehrheitlich vertreten – behauptet eine Studie des weltweit vertretenen Beratungsunternehmens Capgemini. (Bild: Shutterstock)

Mehr als 700 mit Augmented und Virtual Reality betraute Führungskräfte weltweit hat Capgemini befragt. Im Hinblick auf Deutschland notieren die Autoren, dass eine Mehrheit die Zukunftstechnologien lediglich für einen Hype hält.

Wie steht es eigentlich weltweit um die Verbreitung von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR)? Das Beratungsunternehmen Capgemini hat hierzu mehr als 700 in einschlägige Projekte eingebundene Führungskräfte der Automobil-, Fertigungs- und Versorgungsbranche in Deutschland, Frankreich, USA, China, Großbritannien und Skandinavien befragt.

Und das zentrale Ergebnis der Studie „Augmented and Virtual Reality in Operations: A guide for investment” lautet: Die beiden Zukunftstechnologien könnten in jedem zweiten Unternehmen in drei bis fünf Jahren zum Standard gehören. Augmented Reality, heißt es im Report, steigere dabei „vor allem die Produktivität”, während VR die Sicherheit „entscheidend” erhöhe. Einzig, Deutschland liege bei der Umsetzung hinter China, Frankreich und den USA.

Deutschland „deutlich skeptischer”

Ob das am generellen Mindset hierzulande liegt? Die Studienautoren jedenfalls schreiben, dass man in Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern „deutlich skeptischer gegenüber den Technologien” sei. So hätte über die Hälfte der Befragten in Deutschland angegeben, dass es sich bei AR (60 Prozent) und VR (55 Prozent) um einen Hype handele.

Andernorts wird geklotzt: In China hätten jeweils 51 Prozent der Unternehmen begonnen, AR und VR zu implementieren, sagt die Studie, in den USA gelte dies für 59 Prozent beziehungsweise 42 Prozent der Unternehmen. In Deutschland würden aktuell 38 Prozent der Unternehmen AR- und 28 Prozent VR-Lösungen einführen. Die Bundesrepublik liege damit deutlich hinter den beiden führenden Nationen sowie hinter Frankreich (48 Prozent/43 Prozent). In Skandinavien und Großbritannien seien mehr als zwei Drittel der Unternehmen maximal in der Experimentierphase.

Experimentierst du noch, oder implementierst du schon? Die Nationen sind unterschiedlich weit. (Grafik: Capgemini)
Experimentierst du noch, oder implementierst du schon? Die Nationen sind unterschiedlich weit. (Grafik: Capgemini)

„Immersive Technologien haben in kurzer Zeit einen weiten Weg zurückgelegt und werden sich weiter entwickeln. Angesichts der starken Konkurrenz durch aggressive Investoren in den USA und China müssen Unternehmen ihre Investitionen fokussieren, um das langfristige Wachstumspotenzial dieser Technologien zu nutzen”, sagt Udo Lange, Vice President und Experte für Digital Engineering bei Capgemini Consulting.

Erwartungen „erfüllt” oder „übertroffen”

Diese These wird von den Studienergebnissen gestützt: Insgesamt, heißt es im Report, würden Unternehmen „gute Erfahrungen” mit AR und VR machen: So hätten 82 Prozent der Unternehmen, die die beiden Technologien in ihrem Geschäftsbetrieb einführen, angegeben, dass ihre Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen worden seien. 

Immerhin 50 Prozent der Unternehmen, die bislang keine immersiven Technologien einsetzen, wollen sich in den nächsten drei Jahren „intensiv mit ihnen befassen”, heißt es. Insgesamt gehen offenbar 46 Prozent beziehungsweise 38 Prozent der Befragten davon aus, dass die Technologien innerhalb von drei beziehungsweise fünf Jahren bei ihnen zum Standard werden. 

Länderübergreifend wird AR am häufigsten eingesetzt, um digitale Referenzmaterialien hinzuziehen, während in Deutschland die Qualitätssicherung an erster Stelle steht. VR wird bevorzugt zur Schulung von Mitarbeitern eingesetzt. 

AR wird derzeit schon häufiger eingesetzt als VR. (Grafik: Capgemini)
AR wird derzeit schon häufiger eingesetzt als VR. (Grafik: Capgemini)

Augmented Reality „komplexer”

Insgesamt seien zwei von drei Unternehmen der Ansicht, dass AR ihnen größere Vorteile biete als VR, die Implementierung aber auch komplexer sei. Übergreifend, schreiben die Studienautoren, berichten drei Viertel der Unternehmen, die ein großes AR- oder VR-Projekt betreiben, dass sie mithilfe der Technologien einen betrieblichen Vorteil von über zehn Prozent in den betroffenen Anwendungsfällen erzielen.

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Martina Wenk

Noch befinden wir uns mit Sicherheit in der Lernphase, es werden vielfältige Prototypen gebaut und Pilotprojekte durchgeführt. Das erleben wir aktuell bei vielen Kunden, die First Mover sind durch und jetzt kommt der restliche Markt, da die Kennzahlen stimmen spricht viel für einen dosierten Einsatz von immersiven Technologien

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