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Meta: Facebook-Mutter war offenbar Kunde bei Datenhändlern

Das sogenannte „Scraping“ ist im digitalen Sektor ein verpöntes Vorgehen. Ausgerechnet Meta, welche diese Praktik immer wieder anmahnte, scheint selbst davon profitiert zu haben.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Meta scheint Probleme mit "Scraping" zu haben. (Foto: Koshiro K / Shutterstock)

Bloomberg liegen Dokumente aus einem Rechtsstreit von Meta gegen einen ehemaligen Auftragnehmer, Bright Data, vor, aus denen hervorgeht, dass der Facebook-Eigentümer seinen Partner dafür bezahlte, andere Webseiten zu scrapen.

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Meta-Sprecher Andy Stone bestätigte die Geschäftsbeziehung gegenüber Bloomberg – erklärte aber, dass Bright Data benutzt worden sei, um Markenprofile zu erstellen, „schädliche“ Webseiten zu erkennen und Phishing-Kampagnen abzufangen – und nicht, um Konkurrenten auszulesen.

Zusammenarbeit mit Bright Data beendet

Unter Scraping versteht man das Herunterladen strukturierter Daten aus dem Internet. Dienstleister wie Bright Data nutzen das, um Daten von Webseiten zu sammeln.

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Mittlerweile hat Meta seine Vereinbarung mit dem israelischen Dienstleister Bright Data allerdings gekündigt, nachdem der Auftragnehmer beim Sammeln und Verkaufen von Daten von Facebook und Instagram angeblich gegen die Unternehmensbedingungen verstoßen habe.

Bright Data: Gegenklage gegen Meta

Welche Seiten davon betroffen sind, ist unklar, denn weder Bright Data noch Meta gaben an, wo sie Daten abgegriffen haben. Bright Data hat sogar eine Gegenklage gegen Meta angestrengt, um das legale Scraping von Facebook und Instagram fortzusetzen. Das Unternehmen argumentiert, dass es nur öffentlich zugängliche Informationen sammelt und sowohl die Vorschriften der Europäischen Union als auch die der USA einhält.

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„Die Frage ist doch, ob öffentliche Daten in die Hände von privaten Unternehmen gehören“, sagte ein Bright Data-Sprecher laut Heise und verwies darauf, dass die so gewonnenen Daten nicht nur wertvoll für die Marktforschung seien, sondern auch bei der Aufklärung von Verbrechen behilflich sein können.

Meta klagte selbst gegen Scraping

Das Skurrile an der Situation: Meta hat jahrelang Einzelpersonen und Unternehmen verklagt, weil sie ihre Plattformen ohne Erlaubnis auswerten würden. Vergangenes Jahr verklagte Meta beispielsweise Octopus wegen eines Tools, das angeblich Anmeldedaten sammelte und private Informationen wie Geburtsdaten und Telefonnummern abgriff. Anfang diesen Jahres verklagte Meta Voyager Labs.

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Die Enthüllung wirft kein gutes Licht auf das US-Unternehmen, das bereits mit zahlreichen Anschuldigungen wegen Verletzung des Datenschutzes konfrontiert war, darunter auch einige im Zusammenhang mit Scraping.

Die EU verhängte im vergangenen Herbst eine Geldstrafe in Höhe von 265 Millionen Euro gegen Meta, weil es angeblich versäumt hatte, Facebook-Nutzer:innen vor Scraping zu schützen, bei dem private Daten abgegriffen und veröffentlicht wurden. Alleine diese Strafe dürfte Metas Verteidigung im aktuellen Fall nicht erleichtern.

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