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Microsoft rudert zurück – Browserwechsel in Windows 11 wird (wieder) einfacher

Microsoft macht einen Rückzieher bei den umstrittenen Erschwernissen, in Windows 11 den Standardbrowser zu wechseln. Eine neue Schaltfläche soll es richten.

2 Min.
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Windows 11 im Einsatz. (Foto: sdx15 / Shutterstock.com)

In der „Windows 11 Insider Preview Build 22509“, die am Mittwoch im Dev-Channel veröffentlicht wurde, bringt Microsoft die einfache Methode, den Standardbrowser zu wechseln aus Windows 10 zurück. Nutzende bekommen damit wieder die Möglichkeit, mit einem einzelnen Klick, etwa zu Chrome, Firefox, Brave oder jedem anderen Browser der Wahl zu wechseln.

Microsoft „strafft“ Konfigurationsvorgang

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Entdeckt hatte diese Rückkehr zur vormaligen Einfachheit der Entwickler Rafael Rivera zu Beginn dieser Woche, was er erfreut auf Twitter verkündete:

Mit dem neuen alten Button müssen künftig nicht mehr einzelne Dateierweiterungen und die Protokoll-Handler für HTTP, HTTPS, .HTML und .HTM manuell geändert werden. Das ist ein fehleranfälliger und unnötig komplexer Vorgang, den Microsoft trotz anderslautender Erklärungen nur deshalb so eingesetzt haben kann, weil der Hersteller verhindern will, dass Windows-11-Verwendende einen anderen Browser als Edge nutzen. Erst kürzlich hatten wir gezeigt, welche Mühe sich Microsoft gibt, um zu verhindern, dass ihr Chrome installiert.

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Gegenüber The Verge hat Microsoft-Marketingmanager Aaron Woodman erklärt, in der neuen Insider-Preview den Vorgang zum Setzen eines anderen Standardbrowsers „gestrafft“ zu haben. Das sei „auf der Grundlage von Kundenfeedback und Tests“ so entschieden worden.

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Rolle rückwärts: Gleiche Begründung hält für umgekehrte Entscheidung her

Wer die Einführung von Windows 11 schon länger beobachtet, kommt nicht umhin, sich zu wundern. Denn mit exakt gleicher Begründung hatte der Hersteller die Umstellung auf einzelne Erweiterungen und Handler überhaupt erst eingeführt. Anfang dieses Jahres hieß es aus Redmond, dass Microsoft „das Kundenfeedback umsetzt, um die Standardeinstellungen auf einer detaillierteren Ebene anzupassen und zu kontrollieren.“ Neben den Nutzenden waren auch konkurrierende Browserhersteller nicht glücklich mit den Änderungen. Mozilla, Brave und sogar Googles Chef für Chrome und Android hatten Microsofts neuen Ansatz für das Setzen von Standard-Apps deutlich kritisiert.

Schon bislang hat Windows 11 an genau einer einzigen Stelle die Möglichkeit implementiert, den Standardbrowser durch das Setzen eines einzelnen Häkchens zu ändern. Direkt nach der Installation eines alternativen Browsers und nur dann, wenn ihr auf einen Link außerhalb eines Browsers klickt, versucht, ein HTML-Dokument zu öffnen oder auf Browserprotokolle und Dateien zuzugreifen, erscheint eine Abfrage, in der ihr anhaken könnt, dass künftig immer dieser Browser verwendet werden soll. Verpasst ihr diese Chance, müsst ihr in die Innereien von Windows 11 vordringen und eine Reihe von Optionen manuell konfigurieren.

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Wann Erleichterung kommt, ist unklar

Wann Windows 11 die Vereinfachung für alle Nutzenden ausrollen wird, ist völlig unklar. Die wahrscheinlichste Annahme dürfte sein, dass der Hersteller sie in das Jahresupdate packt, das allerdings erst im kommenden Frühjahr erwartet wird. Microsoft hat noch kein Veröffentlichungsdatum bekannt gegeben. Möglich erscheint natürlich jederzeit, dass der Hersteller die Patch-Dienstage nutzt, um kleinere Funktions-Updates einzuspielen.

Dass der Hersteller Änderungen wie diese umsetzt, zeigt, dass er Kritik und Feedback zu den Änderungen an Windows 11 nicht ignoriert. Erstaunen darf trotzdem, dass er es immer wieder versucht. Auch wegen anderer Funktionen sieht sich das Software-Haus mit verärgerten Nutzenden konfrontiert – etwa beim in Edge eingebauten „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Tool oder den bereits erwähnten Bemühungen, das Installieren des Chrome-Browsers zu verhindern.

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