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Midjourney könnte zwei Gesichter verbannen – aus gutem Grund

Geht es nach dem Midjourney-Chef David Holz, könnten zwei prominente Gesichter still und leise für zwölf Monate aus dem KI-Tool verbannt werden.

2 Min. Lesezeit
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Midjourney könnte eines von vielen KI-Tools sein, die im US-Wahlkampf Spielraum für manipulativen Missbrauch bieten. (Foto: Rmedia7/Shutterstock)

Der US-amerikanische Ex-Präsident Donald Trump ist „ästhetischerweise wirklich interessant“. Das findet zumindest David Holz, Chief Executive Officer beim Bildgenerator Midjourney.

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Trotzdem könnten Trump und der amtierende Regierungschef Joe Biden in den nächsten Monaten aus dem Midjourney-Repertoire gestrichen werden – und das ganz ohne große Ankündigung. 

Midjourney-CEO: „Ich mache Trump-Bilder“

Grund für die Überlegungen bei Midjourney ist die anstehende US-Präsidentschaftswahl und die im Vorfeld befürchtete Welle von Desinformation im Netz zu Wahlkampfzwecken.

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Wie das Nachrichtenportal Bloomberg berichtet, hatte Midjourney-CEO Holz den nahenden Wahlkampf Anfang Februar bei einer „Sprechstunde“ via Discord thematisiert.

Er wisse noch nicht, wie sehr er sich im nächsten Jahr „um politische Äußerungen“ auf der eigenen Plattform kümmern werde, so Holz. Man sei aber „kurz davor“, Bilder wie die von Biden und Trump „für die nächsten zwölf Monate zu verbieten“.

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„Ich weiß, dass es Spaß macht, Trump-Bilder zu machen – ich mache Trump-Bilder“, zitiert Bloomberg-Reporterin Rachel Metz den CEO. „Aber wahrscheinlich ist es besser, einfach nicht … besser, sich während dieser Wahl ein bisschen zurückzuziehen.“

Midjourney-Einschränkung im US-Wahljahr: Nichts Offizielles

Holz gibt sich im „Office hours“-Format bewusst vage. Sollte sich Midjourney dazu entscheiden, Bilder von Trump, Biden und potenziell weiteren Politiker:innen nicht weiter auf seiner KI-Plattform darzustellen, dürfte das aber auch ohne offizielle Ankündigung passieren.

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„Wir werden sie wahrscheinlich einfach bannen und nichts sagen“, so der Midjourney-CEO – die Bitte um weitere Kommentare blieb laut Rachel Metz unbeantwortet.

Im März 2023 war Midjourney beispielsweise genutzt worden, um Fake-Bilder von einer angeblichen Verhaftung Donald Trumps zu generieren, die anschließend im Netz viral gingen.

Meta, OpenAI und Co.: Vorbereitungen für das Wahlkampfjahr

Die Bürger:innen der USA werden am 5. November 2024 über ihr nächstes Staatsoberhaupt abstimmen, der Wahlkampf beginnt schon jetzt, fast ein Jahr im Voraus.

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Viele große Tech-Unternehmen bemühen sich derweil um Neutralität und versuchen, ihre Dienste gegen die Verbreitung von Fake News und den Missbrauch zu Propaganda­zwecken zu wappnen.

OpenAI-CEO Sam Altman zeigte sich auf einer Veranstaltung beunruhigt darüber, „dass es mit den neuen Möglichkeiten der KI bessere Deepfakes geben wird als 2020“. Sein Unternehmen hat im Januar 2024 eine Roadmap vorgestellt, wie KI-generierte Inhalte künftig besser gekennzeichnet werden sollen.

Inflection-AI-CEO Mustafa Suleyman hatte bereits im Herbst 2023 auf einer Veranstaltung angekündigt, dass der Chatbot seines Unternehmens nicht für politische Kandidat:innen werben dürfe und ein „Verbot von KI im Wahlkampf“ gefordert.

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Und die Facebook-Mutter Meta will User ihrer Dienste künftig dazu verpflichten, KI-generierte Inhalte als solche zu kennzeichnen.

KI im Wahlkampfjahr: Jagd nach Schlupflöchern

Bei all den vorgestellten Maßnahmen bleibt allerdings – wie auch beim potenziellen Midjourney-Bann – fraglich, ob die User der entsprechenden Plattformen nicht doch immer wieder Schlupflöcher finden werden.

Bloomberg-Reporterin Rachel Metz zeigt in einem Selbstversuch beispielsweise, dass die Regeln, was generiert wird und was nicht, je nach Midjourney-Version unterschiedlich ausfallen.

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Sie habe in der Standardversion 5.2 Bilder von Trump, übersät mit Spaghetti, generieren können, in der neueren Version 6.0 hingegen nicht. Bilder von Trump ohne Requisiten habe ihr aber auch die neuere Version ausgespuckt.

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