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Mini Cooper SE im Test: Das Elektroauto für Liebhaber

Der Mini Cooper SE ist in ein Elektroauto für die Fans der britischen Marke. Er bietet viel Fahrspaß, aber wenig Reichweite. Wir haben den designverliebten Stadtflitzer getestet.

Von Frank Feil
5 Min. Lesezeit
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Der Mini Cooper SE setzt auf den aus dem BMW i3 bekannten Elektroantrieb. (Foto: Frank Feil)

Der Mini besitzt seit Jahrzehnten Kultstatus. Selbst Menschen, die sich eigentlich nicht für Autos interessieren, erkennen einen Mini, wenn sie ihn sehen. Dementsprechend groß ist die weltweite Fangemeinde des Kleinwagens aus Großbritannien – und an eben diese richtet sich der Mini Cooper SE auch.

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Der erste vollelektrische Mini ist im Prinzip nichts anderes, als ein klassischer Mini – nur eben mit Elektroantrieb und Akku, statt mit Verbrennungsmotor und Tank. Daher wohl auch der offizielle Claim „Charged with Passion“. Hier und da ein kleines Designelement, das darauf hinweist, dass es sich um ein Elektroauto handelt. Dazu spacige Sounds und eine bunte Lichtshow, sobald man den Mini startet. Ansonsten unterscheidet sich der Mini Cooper SE kaum von den Verbrenner-Varianten.

Mini Cooper SE: BMW i3 mit Lifestyle- und Gokart-Feeling

Da Mini zu BMW gehört und es dementsprechend naheliegt, die allseits bekannten „Synergien“ zu nutzen, wird der Mini Cooper SE vom gleichen Motor angetrieben, wie der BMW i3. Daraus resultieren 184 PS und 270 Nm Drehmoment, die den Mini in knapp 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Allerdings steht die Leistung eben bereits ab der ersten Umdrehung zur Verfügung – und so fühlt sich der Sprint in der Praxis deutlich beeindruckender an, als der Wert vermuten lässt.

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Abgesehen von dieser einen Gemeinsamkeit, kann man den Mini Cooper SE ein Stück weit als Gegenentwurf zum BMW i3 ansehen. Der BMW i3 setzt außen auf ein futuristisches (wenngleich kontroverses) Design. Er ist vergleichsweise hoch, die Reifen schmal. Im Inneren gibt sich der Münchner zurückhaltend und betont minimalistisch. Dafür bietet er seinen Insassen jede Menge Platz. Nicht zuletzt deshalb, weil er von Grund auf als Elektroauto konzipiert wurde. Alles am BMW i3 wurde auf Reichweite optimiert – auf Kosten des Fahrkomforts. Wer einmal etwas flotter mit einem i3 in eine Kurve gefahren ist, wird sich das beim zweiten Mal genauer überlegen. Auch eine Autobahnfahrt bei kräftigeren Windböen ist mit dem Leichtbau-Elektroauto kein Vergnügen.

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Mini Cooper SE im Test

Der Mini Cooper SE unterscheidet sich optisch nur durch kleinere Akzente im Design von seinen Verbrenner-Kollegen.

Ganz anders sieht die Sache beim Mini Cooper SE aus. Verglichen mit dem BMW i3 kommt der Brite daher wie ein kunterbuntes Knallbonbon. Wer noch nie in einem Mini saß, wird im ersten Augenblick vom Interieur völlig überfordert sein. Überall leuchtet etwas, es gibt unzählige Tasten und Schalter. Alles ist bunt und wirkt überladen – aber irgendwie doch stimmig. Es ist dieses ikonische Design, für das Fans auf der ganzen Welt den Mini so lieben. Und genau an sie richtet sich dieses Modell. Der Mini Cooper SE ist ein Elektroauto für die Fans der Marke und des damit verbundenen Lifestyles. Nicht mehr und nicht weniger.

Mini Cooper SE – Interior Mini Cooper SE – Interior Mini Cooper SE – Interior

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Das geht zwar auf Kosten des Raumgefühls, denn der Mini ist innen tatsächlich mini. Aber dafür fährt sich der Mini Cooper SE wie ein Gokart. Es macht unglaublich viel Spaß, mit dem wendigen Elektroauto dynamisch über kurvenreiche Landstraßen zu fahren. Der Kleinwagen hat durch seine niedrige Bauweise und die – verglichen mit dem i3 – breiten Reifen eine gute Straßenlage. Dennoch sollte man es in engen Kurven mit der Beschleunigung nicht übertreiben, da der Vorderraderantrieb mitunter etwas von den 270 Nm Drehmoment des Elektromotors überfordert ist.

Innerstädtisch punktet der Mini derweil durch seinen kleinen Wendekreis sowie die Tatsache, dass man in einem Zug in nahezu jede Parklücke kommt.

Mini Cooper SE: Elektroflitzer für Kurzstrecken

Der Mini Cooper SE ist als Elektroauto für die Stadt respektive für Kurzstrecken konzipiert worden. Das erkennt man einerseits am winzigen Kofferraum (278 Liter) sowie der Tatsache, dass bei einem großen Fahrer auf der Rückbank kaum noch jemand Platz hat.

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Andererseits hat sich Mini dazu entschieden, lediglich eine Batterie mit 28,9 kWh Nettokapazität zu verbauen, woraus sich trotz sparsamer Verbrauchswerte von 17 bis 19 kWh/100 km (innerorts/Landstraße) eine Alltagsreichweite von lediglich 175 bis 185 Kilometern ergibt. Im Winter sinkt diese auch schon mal auf 130 Kilometer oder weniger ab. Für echte Elektroauto-Enthusiasten klingt das nach einem Scherz, vor allem wenn man bedenkt, dass sich der Preis des Mini Cooper SE vor Abzug der Förderung je nach Ausstattung zwischen 32.000 und 42.000 Euro bewegt.

Für die potenziellen Käufer des Mini Cooper SE dürfte es derweil nur eine untergeordnete Rolle spielen. Denn wer das Elektroauto auf Kurzstrecken zum Pendeln nutzt und dabei täglich 25 Kilometer fährt, muss trotz der auf den ersten Blick geringen Reichweite nur einmal pro Woche die Ladestation aufsuchen. Das kann man bequem während eines Einkaufs erledigen, denn auch bei kälteren Temperaturen schafft es der 50-kW-Lader den Mini Cooper SE in 30 bis 40 Minuten auf 80 Prozent zu laden. An der heimischen Wallbox sind bis zu elf kW möglich.

Mini Cooper SE an der Ladestation

Am Schnelllader schafft der Mini Cooper SE bis zu 50 kW, an der heimischen Wallbox bis zu elf kW.

Mini Cooper SE: Aufbruch ins Zeitalter der Elektromobilität

Der Mini Cooper SE ermöglicht Fans der Marke einen sanften Übergang zur Elektromobilität. Wer zuvor einen Mini mit Verbrennungsmotor gefahren ist, der fühlt sich in der vollelektrischen Variante sofort daheim. Hätte man dagegen einen „harten“ Bruch vollzogen und den elektrischen Mini völlig neu gestaltet, dann hätte die E-Mobility-Blase eventuell gejubelt, aber man hätte viele Mini-Fans verschreckt.

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Der Mini Cooper SE ist im Premiumsegment beheimatet – und das merkt man dem Fahrzeug bei der Verarbeitung und den verwendeten Materialien auch direkt an. Einzig das Head-up-Display, das im Prinzip nur ein Stück Plastik ist, wird diesem Anspruch nicht gerecht. Ansonsten fehlt es dem Mini Cooper SE an nichts. Optional sind unter anderem auch diverse Komfort- und Fahrassistenzpakete verfügbar. Nicht zu vergessen die Vorklimatisierung per App, die einem sowohl im Sommer als auch im Winter das Leben deutlich angenehmer macht.

Kommen wir abschließend nochmal zurück zum Preis. Wenn man den Mini Cooper SE halbwegs gut ausstattet, ergibt sich am Ende ein Kaufpreis von rund 28.000 Euro nach Abzug der Förderung. Das ist nicht günstig, aber im Mini-Kosmos eben auch nicht wirklich teuer. Wer Mini mag, wird den Mini Cooper SE und das elektrische Fahrgefühl lieben.

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