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Mit Künstlicher Intelligenz die Uni abschließen

Hallo und willkommen zum t3n Daily vom 27. Januar. Heute geht es um den Uni-Abschluss einer KI. Außerdem: Morgan Stanley bittet Banker zur Kasse, die Polizei warnt vor Hackern, ein schlechter PC sorgt für Freispruch und Audi baut einen Transformer.

4 Min. Lesezeit

Was muss man in Zukunft noch selbst wissen? ChatGPT hat jetzt einen Master-Abschluss. (Bild: Ebru-Omer/Shutterstock)

Wir hoffen, du hattest einen guten Tag, und wollen dir jetzt noch ein paar spannende Informationen mit auf den Weg in den Abend geben. t3n Daily gibt es auch als Podcast und als Newsletter. Hier kommen die Themen des Tages.

ChatGPT macht Master-Abschluss an der Uni

Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz ChatGPT ist kaum noch nachzuverfolgen, so schnell macht sie Fortschritte. Jetzt hat das Programm sogar die Abschlussprüfung im Fach Business Administration an der Wharton Universität in Pennsylvania bestanden.

Der prüfende Professor Christian Terwiesch zeigte sich begeistert von den Fähigkeiten der KI. So waren die Antworten von ChatGPT kaum von menschlichen zu unterscheiden und veränderten sich je nach Input des Fragestellers. Nachhilfe braucht der Bot allerdings noch in Mathe, insbesondere Stochastik. Bei manchen Berechnungen liegt die KI laut Terwiesch noch hinter dem Niveau der sechsten Klasse.

Während der Wissenschaftler in der bestandenen Master-Prüfung eine Chance auf menschliche Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz sieht, befürchten andere eher, dass Studierende künftig damit schummeln könnten.

US-Bank holt sich Strafzahlung von Bankern zurück

Banken sind dazu verpflichtet, jeden professionellen Kontakt mit ihren Kund:innen zu überwachen und zu dokumentieren. Kommunizieren die Banker:innen aber über Whatsapp, funktioniert das nicht ausreichend. Deswegen wurde unter anderem die Bank Morgan Stanley von der US-Börsenaufsicht mit einer Strafe von 120 Millionen US-Dollar belegt. Die will sich das Finanzunternehmen jetzt von den Mitarbeiter:innen zurückholen, die die Fehltritte zu verantworten haben.

Je nach Schwere des Vergehens müssen die Banker:innen zwischen 1.000 und über 1 Million US-Dollar an Morgan Stanley abführen. Arm werden sie dadurch wahrscheinlich aber trotzdem nicht, denn die Kompensation erfolgt über nicht ausgezahlte oder zurückgeforderte Bonuszahlungen.

Hackernetzwerk zerschlagen: Trotzdem keine Entwarnung

Mehr als 100 Millionen US-Dollar hat das Hackernetzwerk „Hive Ransomware“ in den vergangenen Jahren erbeutet. Der angerichtete Schaden geht allerdings in die Milliardenhöhe. Rund 1.500 Cyberangriffe haben die Kriminellen durchgeführt, 70 davon in Deutschland.

Der Polizei ist es jetzt zwar gelungen, die Verantwortlichen zu fassen und das Netzwerk zu zerschlagen, Entwarnung geben will sie aber trotzdem nicht. Attacken auf die digitale Infrastruktur von Unternehmen und Behörden seien nach wie vor keine Seltenheit und könnten immensen Schaden anrichten. Besonders wenn Hacker:innen – wie im vergangenen Jahr am Bodensee geschehen – Krankenhäuser lahmlegen und damit sogar Menschenleben gefährden, nur um damit ein Lösegeld zu erpressen, wird es gefährlich. Hunderte derartige Fälle gehen jedes Jahr allein beim LKA ein, die Dunkelziffer sei aber deutlich höher.

Miserabler Büro-PC beweist Unschuld eines Mitarbeiters

Bei einer Twitter-Umfrage zu kuriosen Arbeitsrechtfällen hatte ein Anwalt eine besonders unterhaltsame Geschichte parat: Ein Beamter war von seinem Vorgesetzten vermeintlich dabei erwischt worden, wie er den Shooter „Call of Duty“ auf seinem Dienst-PC spielte. Durch das Installieren der fremden Software erfüllte er laut Chef den Tatbestand „Missbrauch von Staatseigentum“. Allerdings konnte sein Gaming-affiner Anwalt schnell nachweisen, dass es überhaupt nicht möglich war, auf dem schrottigen Regierungs-PC ein modernes Spiel wie CoD zu zocken. Die Grafikkarte war schlicht nicht gut genug. Der Beamte hatte lediglich in seiner Pause ein Spiele-Review geschaut – und das ist natürlich erlaubt. Ein Twitter-User meinte dazu: „If the Geforce doesn’t fit, you must acquit.“ Was frei übersetzt so viel heißt wie: „Ohne Geforce – Freispruch!“

Audi baut einen SUV-Pickup-Transformer

Er sieht aus wie eine Mischung aus dem Batmobil der Christopher-Nolan-Filme und einem schwarzen Coupé: der Audi Activesphere. Allerdings ist das Aussehen noch das am wenigsten Futuristische an dem neuen Konzeptauto der Sphere-Serie. Auf Knopfdruck lässt es sich nämlich zum SUV umbauen. Dafür hebt ein pneumatisches Fahrwerk den Wagen vier Zentimeter an, die Felgen gehen auf und der Unterfahrschutz verändert sich.

Wem das noch nicht reicht, der verwandelt den Kofferraum des „Transformers“ noch zusätzlich in die Ladefläche eines Pickups. Während man bei einer Reichweite von bis zu 600 Kilometer auch auf autonomes Fahren zurückgreifen kann, verzichtet Audi komplett auf Displays im Inneren. Die werden über das Bordsystem frei im Raum angezeigt – für die Fahrer:innen nur sichtbar durch Mixed-Reality-Brillen.

Das war es schon wieder mit dem t3n Daily für heute. Noch viel mehr zu allen Aspekten des digitalen Lebens, des Arbeitslebens und der Zukunft findest du rund um die Uhr auf t3n.de.

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