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Möve E-Fly Up im Test: Das kann das Pedelec mit dem ungewöhnlichen Antrieb

Das Pedelec Möve E-Fly Up zeigt im t3n-Test, was es kann. (Bild: Möve)

Das Elektrorad E-Fly Up des deutschen Herstellers Möve Bikes kommt mit einem starken Heckantrieb und einem voluminösen Akku. Gepaart mit dem patentierten Cyfly-Antrieb sollte das ein leistungsfähiges Pedelec ergeben. Wir haben es getestet.

Die Fahrrad-Manufaktur Möve Bikes aus dem thüringischen Mühlhausen baut seit etwa einem Jahr neben konventionellen Modellen auch Pedelecs und S-Pedelecs. Nachdem das erste Pedelec des Hauses ein eher verkrampft wirkender Umbau eines konventionellen Fahrrads war, hat Möve im Februar 2020 ein zeitgemäßes Design unter dem Namen E-Fly Up vorgestellt.

E-Fly Up: Weitestgehend „Made in Germany“

Dieses E-Fly Up gibt es es als Modell mit Querstange sowie mit Tiefeinstieg, und mit der Zusatzbezeichnung S auch als sogenannten S-Pedelec, ebenfalls in Varianten mit Querstange und mit Tiefeinstieg. Der Unterschied zwischen den Pedelecs und den S-Pedelecs liegt vornehmlich im eingesetzten Motor. Dazu später mehr.

Wie bei allen seinen Produkten legt Möve Bikes viel Wert auf „Made in Germany“, was sich auch in der Komponentenwahl bemerkbar macht. So stellt Möve Rahmen und Anbauteile wie Gepäckträger und Schutzbleche selbst her. Sattel und Griffe stammen aus der Ergon-Produktfamilie des deutschen Herstellers RTI aus Koblenz. Zudem setzt Möve auf den Z20-Antriebsstrang von Neodrives, einer Marke des ebenfalls deutschen Herstellers Alber.

Dabei ist der Rahmen eine genauere Betrachtung wert. Für dessen Fertigung setzt Möve nämlich auf eine Aluminiumlegierung mit der Bezeichnung 7020. Die wird üblicherweise im Fahrzeugbau genutzt und ist bei der Herstellung von Pedelecs eher selten anzutreffen. Entsprechend gibt Möve für seinen Rahmen eine zulässiges Gesamtgewicht von 170 Kilogramm an und gewährt fünf Jahre Garantie auf dessen Haltbarkeit, ebenso wie auf jene des Cyfly-Antriebs, den so mancher wegen der vielen beweglichen Teile eventuell als filigran und fehleranfällig bewerten könnte.

E-Fly Up mit Antriebsstrang von Neodrives

Im E-Fly Up kommen sowohl der Heckmotor wie auch der Akku und das Touchscreen-Infodisplay aus dem Neodrives-Portfolio, wobei der Akku wiederum vom deutschen Hersteller BMZ zugekauft wird. Der in das Unterrohr integrierte Akku bietet einen Energieinhalt von 625 Wattstunden und wird sowohl beim Pedelec wie auch beim S-Pedelec eingesetzt. Über ein rechtsliegendes Schloss am Unterrohr kann der Akku mechanisch verriegelt werden. Die Ladebuchse befindet sich am Akku, der mittels eines einfachen Hebegriffs aus dem Unterrohr entnommen und so bequem zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann.

Möve E-Fly Up: So entnehmt ihr den Akku. (Foto: t3n)

Die 625-Wattstunden-Batterie soll im Alltagseinsatz eine Reichweite von 120 Kilometern unter Verwendung der Unterstützungsstufe 1 in der Standardeinstellung erreichen. Zur Erläuterung des beachtlichen Werts verweist Möve auf den eigens patentierten Cyfly-Antrieb, der mit seinem ovalen Kettenblatt und der Mehrgelenktretkurbel eine höhere Tretkraft auf die Straße bringen soll, als es herkömmliche Pedalantriebe können.

Um bis zu 30 Prozent mehr Kraft soll allein durch den Cyfly-Effekt bei ansonsten gleicher Anstrengung entwickelt werden. Das soll nun zum einen das Anfahren und zum anderen das Pedalieren erleichtern, sodass per Saldo weniger Energie aus dem Akku gezogen werden muss, um eine Geschwindigkeit zu erreichen und zu halten. Nach Möve-Berechnungen müssten Wettbewerber mit konventionellen Pedalantrieben einen Akku mit einem Inhalt von 1.000 Wattstunden einbauen, um unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen die Reichweite des E-Fly Up zu erreichen.

Zwar setzt Möve sowohl beim Pedelec als auch beim S-Pedelec die Z20-Neodrives-Heckmotoren ein, die leisten beim Pedelec aber lediglich 250 Watt und beim S-Pedelec 500 Watt und halten sich damit strikt an die rechtlichen Vorgaben. So bietet der Antrieb beim Pedelec eine Tretunterstützung bis maximal 25 und beim S-Pedelec eine Tretunterstützung bis maximal 45 Stundenkilometer. Für die grundsätzlichen rechtlichen und sonstigen Unterschiede zwischen den beiden Pedelec-Varianten lest bitte unseren Grundlagenbeitrag.

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