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Möve E-Fly Up im Test: Das kann das Pedelec mit dem ungewöhnlichen Antrieb

Das Pedelec Möve E-Fly Up zeigt im t3n-Test, was es kann. (Bild: Möve)
Lesezeit: 10 Min.
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Das Elektrorad E-Fly Up des deutschen Herstellers Möve Bikes kommt mit einem starken Heckantrieb und einem voluminösen Akku. Gepaart mit dem patentierten Cyfly-Antrieb sollte das ein leistungsfähiges Pedelec ergeben. Wir haben es getestet.

Die Fahrrad-Manufaktur Möve Bikes aus dem thüringischen Mühlhausen baut seit etwa einem Jahr neben konventionellen Modellen auch Pedelecs und S-Pedelecs. Nachdem das erste Pedelec des Hauses ein eher verkrampft wirkender Umbau eines konventionellen Fahrrads war, hat Möve im Februar 2020 ein zeitgemäßes Design unter dem Namen E-Fly Up vorgestellt.

E-Fly Up: Weitestgehend „Made in Germany“

Dieses E-Fly Up gibt es es als Modell mit Querstange sowie mit Tiefeinstieg, und mit der Zusatzbezeichnung S auch als sogenannten S-Pedelec, ebenfalls in Varianten mit Querstange und mit Tiefeinstieg. Der Unterschied zwischen den Pedelecs und den S-Pedelecs liegt vornehmlich im eingesetzten Motor. Dazu später mehr.

Wie bei allen seinen Produkten legt Möve Bikes viel Wert auf „Made in Germany“, was sich auch in der Komponentenwahl bemerkbar macht. So stellt Möve Rahmen und Anbauteile wie Gepäckträger und Schutzbleche selbst her. Sattel und Griffe stammen aus der Ergon-Produktfamilie des deutschen Herstellers RTI aus Koblenz. Zudem setzt Möve auf den Z20-Antriebsstrang von Neodrives, einer Marke des ebenfalls deutschen Herstellers Alber.

Dabei ist der Rahmen eine genauere Betrachtung wert. Für dessen Fertigung setzt Möve nämlich auf eine Aluminiumlegierung mit der Bezeichnung 7020. Die wird üblicherweise im Fahrzeugbau genutzt und ist bei der Herstellung von Pedelecs eher selten anzutreffen. Entsprechend gibt Möve für seinen Rahmen eine zulässiges Gesamtgewicht von 170 Kilogramm an und gewährt fünf Jahre Garantie auf dessen Haltbarkeit, ebenso wie auf jene des Cyfly-Antriebs, den so mancher wegen der vielen beweglichen Teile eventuell als filigran und fehleranfällig bewerten könnte.

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E-Fly Up mit Antriebsstrang von Neodrives

Im E-Fly Up kommen sowohl der Heckmotor wie auch der Akku und das Touchscreen-Infodisplay aus dem Neodrives-Portfolio, wobei der Akku wiederum vom deutschen Hersteller BMZ zugekauft wird. Der in das Unterrohr integrierte Akku bietet einen Energieinhalt von 625 Wattstunden und wird sowohl beim Pedelec wie auch beim S-Pedelec eingesetzt. Über ein rechtsliegendes Schloss am Unterrohr kann der Akku mechanisch verriegelt werden. Die Ladebuchse befindet sich am Akku, der mittels eines einfachen Hebegriffs aus dem Unterrohr entnommen und so bequem zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann.

Möve E-Fly Up: So entnehmt ihr den Akku. (Foto: t3n)

Die 625-Wattstunden-Batterie soll im Alltagseinsatz eine Reichweite von 120 Kilometern unter Verwendung der Unterstützungsstufe 1 in der Standardeinstellung erreichen. Zur Erläuterung des beachtlichen Werts verweist Möve auf den eigens patentierten Cyfly-Antrieb, der mit seinem ovalen Kettenblatt und der Mehrgelenktretkurbel eine höhere Tretkraft auf die Straße bringen soll, als es herkömmliche Pedalantriebe können.

Um bis zu 30 Prozent mehr Kraft soll allein durch den Cyfly-Effekt bei ansonsten gleicher Anstrengung entwickelt werden. Das soll nun zum einen das Anfahren und zum anderen das Pedalieren erleichtern, sodass per Saldo weniger Energie aus dem Akku gezogen werden muss, um eine Geschwindigkeit zu erreichen und zu halten. Nach Möve-Berechnungen müssten Wettbewerber mit konventionellen Pedalantrieben einen Akku mit einem Inhalt von 1.000 Wattstunden einbauen, um unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen die Reichweite des E-Fly Up zu erreichen.

Zwar setzt Möve sowohl beim Pedelec als auch beim S-Pedelec die Z20-Neodrives-Heckmotoren ein, die leisten beim Pedelec aber lediglich 250 Watt und beim S-Pedelec 500 Watt und halten sich damit strikt an die rechtlichen Vorgaben. So bietet der Antrieb beim Pedelec eine Tretunterstützung bis maximal 25 und beim S-Pedelec eine Tretunterstützung bis maximal 45 Stundenkilometer. Für die grundsätzlichen rechtlichen und sonstigen Unterschiede zwischen den beiden Pedelec-Varianten lest bitte unseren Grundlagenbeitrag.

Direktantrieb erlaubt Rekuperation

Durch die Integration des Antriebs auf der Hinterradnabe kann der Neodrive sein Drehmoment von 40 Newtonmetern direkt auf die Straße übertragen. Umgekehrt gewinnt der Motor per Rekuperation, also per Bremskraftumwandlung, Energie zurück, die in Ladestrom umgewandelt wird und die Reichweite des Pedelec erhöhen soll.

Möve E-Fly Up: Der Heckmotor von Neodrives. (Foto: t3n)

Der Effekt einer solchen Maßnahme ist im Markt umfangreich getestet und kommt selbst im Idealfall über 11 Prozent Reichweitensteigerung nicht hinaus. Der potenzielle Nachteil beim Pedelec besteht darin, dass nicht alle Pedelecs mit Rekuperation Freilauf ermöglichen, sodass beim Fahren oberhalb der unterstützten Geschwindigkeit der Effekt entstehen kann, gegen den Motorwiderstand antreten zu müssen. Das ist gerade bei Pedelecs, deren Tretunterstützung schon bei 25 Kilometern pro Stunde endet, durchaus problematisch. S-Pedelec-Fahrer werden weniger Probleme damit haben.

Beim E-Fly Up gibt es dieses Problem nicht. Schaltet man die Motorunterstützung aus, geht das Rad in den Freilauf. Zusätzlich bietet das E-Fly Up zwei Rekuperationsstufen, die der Fahrer manuell anwählen kann. Das geschieht, indem statt der Unterstützungsstufen mit dem am Lenker befindlichen Plus-Button, die Rekuperationsstufen mit dem Minus-Button angewählt werden. Dazu muss man über den Off-Zustand hinaus nach unten tippen.

Touch-Infodisplay ohne nennenswerte App-Unterstützung

Über das recht kleine Infodisplay können die wichtigsten Informationen während der Fahrt abgerufen werden. GPS-Tracking oder das elektronische Absperren des Antriebsstranges ist im Standardlieferumfang nicht enthalten. Über eine Android-App des Motorherstellers können Verwender die Unterstützungsstufen nach eigenem Gusto konfigurieren.

Allerdings gibt es dafür kaum Bedarf, denn in der Standardeinstellung steigern die fünf möglichen Stufen die Leistung bereits um jeweils 20 Prozent. Athletische Fahrer könnten bestenfalls die untere Unterstützung noch herabsetzen wollen, um so Akkulaufzeit zu gewinnen. Neben der Anpassung der Unterstützung bietet die App noch den Überblick über die gefahrenen Gesamtkilometer des Fahrrads. Das war es dann aber auch.

Kettenschaltung und Scheibenbremsen von Shimano

Neben dem elektrischen Antrieb setzt Möve eine 11-Gang-Kettenschaltung des japanischen Marktführers Shimano ein. Auch die beidachsig hydraulischen Scheibenbremsen stammen aus der ST-Serie von Shimano. Die Laufräder kommen vom französischen Hersteller Mavic und für die Bereifung setzt Möve auf die deutsche Marke Schwalbe.

Möve E-Fly Up: Shimano-Kettenschaltung. (Foto: t3n)

In der Grundausstattung sind die E-Fly Up vollständig ausgerüstet. Allerdings bleibt die Vordergabel starr und der Gepäckträger des Up ist eher eine Vorbereitung als ein echter Lastenträger. Wir sollten also ein wenig nachkonfigurieren.

Das kosten die E-Fly Up und dieses Zubehör ist sinnvoll

In der Standardausstattung kostet das E-Fly Up als Pedelec für beide Rahmenausführungen gleichermaßen 5.355 Euro inklusive Anlieferung. Als S-Pedelec könnt ihr das Bike für 5.950 Euro erwerben.

Preisneutral wählen könnt ihr zwischen einer Lackierung in Mattschwarz und einer in Glanzweiß. Gegen einen Aufpreis von 300 Euro wählt ihr eure eigene Farbe aus einem Farbfächer, den Möve euch zu diesem Zweck ausleiht. Für 50 Euro mehr erhaltet ihr die Cyfly-Kurbeleinheit in Rot statt in Schwarz.

Die Rahmenhöhe kann ohne Mehrkosten in drei Größen auf die eigene Körperlänge angepasst werden und endet bei hohen 60 Zentimetern. Für die empfehlenswerte Rockshox-Luftfedergabel ist ein Aufpreis von 110 Euro einzuplanen, ein winkelverstellbarer Vorbau fordert weitere 30 Euro. Solltet ihr eine Federsattelstütze benötigen, bietet euch Möve eine Schulz G2.LT für 160 Euro mehr. Für einen vollwertigen Gepäckträger solltet ihr zudem 50 Euro Aufpreis einkalkulieren.

Für einen GPS-Tracker inklusive fünf Jahren Netzzugang fordert Möve 250 Euro zusätzlich. Das Paket lässt sich um verschiedenste Versicherungsleistungen wie Rückholservice, Diebstahlschutz, Raub, Feuchtigkeitsschäden und vieles mehr erweitern, sodass ihr bis zu 750 Euro Aufpreis für einen dreijährigen Schutz hinlegen müsst. Vielleicht investiert ihr da doch lieber erstmal in das Rahmenschloss für 50 Euro und schaut, was der Fachhändler ums Eck an weiteren Sicherungsmaßnahmen im Angebot hat.

So, machen wir einen Strich drunter und rechnen nach: Wir wählen also das Pedelec in Mattschwarz und fügen eine Federgabel, einen höhenverstellbaren Vorbau, einen Gepäckträger und das Rahmenschloss hinzu. Für ein derart alltagstauglich ausgestattetes Pedelec legt ihr nun 5.595 Euro auf den Tisch des Hauses Möve.

Wir entscheiden uns für einen Test

Um zu schauen, wie sich das Pedelec im Alltag schlägt, haben wir uns von Möve ein Testexemplar kommen lassen. Das könnt ihr übrigens auch tun. Ihr zahlt dafür 99 Euro, die euch voll auf den Kauf angerechnet werden. Entscheidet ihr euch für den Kauf, könnt ihr das Testbike zudem so lange behalten, bis euer eigenes Pedelec geliefert wird, was bei den Standard-Modellen aktuell rund drei Wochen dauern soll.

Möve E-Fly Up: Unser Test-Pedelec. (Foto: t3n)

Unser Testmodell ist ein E-Fly Up R Herren in der Rahmengröße L mit der Rockshox-Luftfedergabel und dem höhenverstellbaren Vorbau, aber ohne die übrigen weiter oben empfohlenen Zubehörteile. Das Test-Bike würde also 5.495 Euro kosten. Mit all den zuvor genannten Informationen machen wir uns auf den Weg.

Die Inbetriebnahme des E-Fly Up

Das Test-Bike erreicht uns mit einem vollen Akku, sodass wir direkt starten können. Das Einschalten des Antriebs erfolgt über einen recht versteckt angebrachten Powerknopf oberhalb der Wippe für die Wahl der Unterstützungsstufen. Wenn man ihn erstmal gefunden hat, vergisst man die Position nicht mehr.

Nach dem Einschalten führt der Antriebsstrang eine Kalibrierung durch. Immer wieder haben wir dabei festgestellt, dass sich das Rad nachfolgend wieder ausgeschaltet hat. Wenn das Pedelec letztlich Betriebsbereitschaft signalisiert, bleibt es aber zuverlässig an. Das Problem tritt nur beim Einschalten auf.

Schon beim ersten Tritt in die Pedale gibt das E-Fly Up Unterstützung. So ist der Start an einer roten Ampel schnell erledigt. Wir konnten Autofahrer das ein oder andere Mal in Staunen versetzen. Der Cyfly-Antrieb mag dabei eine Rolle spielen, verifizieren konnten wir das nicht.

Cyfly-Antrieb fühlt sich ganz natürlich an, sieht nur komisch aus

Wo wir gerade beim Cyfly-Antrieb sind: Die ungewöhnliche Mehrgelenkskurbel, die die ovale Kettenscheibe antreibt, fühlt sich für den Fahrer vollkommen neutral an. Gefühlt gibt es keinen Unterschied zu einer normalen Pedalkurbel. Nur bei sehr langsamen Fahrten kam es uns vor, als würde das Fahrrad trotz regelmäßigen Pedalierens mal Schub bekommen mal nicht. Gestört hat uns das nicht.

Möve E-Fly Up: Der Cyfly-Antrieb. (Foto: t3n)

Ansonsten fällt eine gute Abstimmung zwischen Kettenschaltung und elektrischer Unterstützung auf. Es gibt keine Verzögerungen, keine abrupten Energieschübe, wie wir es bei anderen Bikes bisweilen schon gesehen haben. Das E-Fly Up wirkt da also sehr rund und geschmeidig.

Kleinste Unterstützungsstufe gibt ordentlich Schub

Schon die niedrigste Unterstützungsstufe mit 20 Prozent der maximalen Leistung gibt in der Regel ausreichend Kraft hinzu, um auf der Fläche und an kleinen Steigungen problemlos zu fahren, ohne das Gefühl zu bekommen, ein Übermaß an Anstrengung aufbringen zu müssen. Auf völlig gerader oder leicht abschüssiger Strecke empfiehlt es sich, die Unterstützung auszuschalten. Das Bike geht dann in den Freilauf und kann wie ein normales Fahrrad gefahren werden.

Auf stark abschüssiger Strecke lohnt es sich bisweilen, eine der beiden Rekuperationsstufen anzuwählen. Hier bietet der Motor dann einen Widerstand, der wie bei einem Dynamo genutzt wird, um aus kinetischer Energie Strom zu erzeugen – in diesem Fall eben zum Aufladen des Akkus. Der Effekt ist allerdings gering. Auf einer sehr langen Bergabfahrt ist es uns gerade einmal gelungen, einen Prozentpunkt hinzuzugewinnen. Die hydraulischen Scheibenbremsen packen kräftig zu und bringen das Rad auf kurzem Weg zum Stehen.

Praxistest zeigt echte Reichweite von rund 110 Kilometern mit verschiedenen Unterstützungsstufen

Wir haben das E-Fly Up am Stück über eine Strecke von 50 Kilometern getestet. Dabei sind wir innerstädtisch gestartet und haben uns dann über ländlichere Gebiete auf Straßen und Wegen, teils über Schotter- und Sandpisten durch das Sauerland bewegt. Dabei mussten wir nie über die Unterstützungsstufe 4 (von 5) hinaus gehen, um auch schwerere Steigungen problemlos nehmen zu können.

Gestartet sind wir mit einem vollgeladenen Akku. Nach der Rückkehr und 50,4 gefahrenen Kilometern standen uns noch 54 Prozent Restenergie zur Verfügung. Rechnen wir das korrekt hoch, sollte euch der Akku rund 110 Kilometer problemlos tragen können. Je leichter der Fahrer, desto weiter.

Möve E-Fly Up: Restkapazität nach unserem Test. (Foto: t3n)

Erwähnenswert ist zudem die hohe Ladegeschwindigkeit. So war der Akku nach unserer Testfahrt in rund zwei Stunden wieder voll aufgeladen. Dazu sollte er auf jeden Fall entnommen werden, denn das Pedelec insgesamt ans Ladegerät zu wuchten, ist eine körperliche Anstrengung der Sonderklasse.

Das sind die Nachteile des E-Fly Up

Sein hohes Gewicht disqualifiziert das Pedelec für Bewohner einer Wohnung im vierten Stock mit einem Fahrradstellplatz die Kellertreppe hinunter. Je nach Ausstattung wiegt das E-Fly Up zwischen 25 und 30 Kilogramm. Wer hingegen einen Fahrradschuppen ebenerdig hinter seiner Garage zur Verfügung hat, wird den Nachteil nicht als solchen erkennen.

Trotz eines gut funktionierenden Touchscreens und einer App für das Smartphone bietet das E-Fly Up keine smarten Features. Mit der App lassen sich nur die Unterstützungsstufen anpassen und Akkustand, Restreichweite und Gesamtkilometer nebst einiger Grunddaten wie Rahmennummer oder Firmware-Version ansehen. Das ist reichlich dünn. Da lohnt die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone kaum.

Der Touchscreen selber kann die aktuelle und die Durchschnittsgeschwindigkeit, die gefahrenen Kilometer, die Gesamtfahrzeit und die verbrauchten Kalorien anzeigen. Letzterer Wert ist allerdings mangels der Möglichkeit, wichtige Parameter des Fahrers einzugeben, nur eine allgemeine Schätzung. Das Touchdisplay bietet damit kaum mehr als jeder konventionelle Fahrrad-Computer aus dem Sportgeschäft.

Smartconnect Z20: Die Neodrives-App kann nicht viel. (Screenshots: t3n)

Die Geschwindigkeitsmessung schien uns zudem im Abgleich mit zwei GPS-Geräten nicht immer stimmig. Der Tacho hat uns bei Geschwindigkeiten unter 20 Kilometern pro Stunde stets zu hohe Werte angezeigt. Die Abweichung konnte drei bis vier Stundenkilometer betragen. Im Bereich der maximalen Tretunterstützung waren sich die Messinstrumente dann weitgehend einig.

Auffällig sind auch die Spaltmaße von mehreren Millimetern zwischen Akku und Rahmen. Bei Fahrten im Regen kann an den Seiten nahezu ungehindert Wasser in den Rahmen fließen. Dichtungen sucht man vergebens. Bei schweren Regenfällen hätten wir durchaus Bedenken, dass das Pedelec davon Schaden nehmen könnte. Auf dieses Problem angesprochen, erwiderte Möve, dass der Akku in sich vollkommen wasserdicht sei. Das wird stimmen, aber an den Kontaktstellen, an denen der Strom abgenommen wird, dürfte sich Wasser dennoch nicht unbedingt günstig auf die Funktionsweise auswirken.

Möve E-Fly Up: Erhebliche Spaltmaße im Übergang zwischen Rahmen und Batterie. (Foto: t3n)

Kaufen oder nicht kaufen?

Das E-Fly Up ist ein teures, aber sehr komfortables Pedelec. Es fährt sich ausgesprochen angenehm und bietet mehr Unterstützung, als man im Normalfall brauchen wird. Der Akkuverbrauch ist moderat und die Batterie ist schnell geladen. Wer ein gutmütiges Pedelec ohne echte Schwächen sucht und das nötige Kleingeld besitzt, kann bedenkenlos zuschlagen.

Wer von einem Pedelec mehr smarte Funktionen, etwa Integrationen mit Fitness- oder anderen Apps erwartet, ist mit dem E-Fly Up nicht so gut bedient. Das Pedelec ist nicht sonderlich intelligent, sondern lediglich ein mit einem Motor ausgestattetes Fahrrad. Das, was es kann, kann es gut. Ob das den vergleichsweise hohen Preis rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. „Absurd hoch“, wie manche meinen, ist der Preis jedenfalls nicht.

An den wenigen Kritikpunkten arbeitet Möve Bikes aktiv. So hatte unser Test-Bike bereits eine Akkuverriegelung, die noch vor wenigen Wochen nicht zum Lieferumfang gehörte. Sicherlich wird sich der Hersteller auch noch um eine sinnvolle Abdichtung der Batterie gegen in den Rahmen eindringende Feuchtigkeit kümmern.

Alle Bilder in der Großansicht:

Möve E-Fly Up: Unser Test-Pedelec. (Foto: t3n)

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4 Kommentare
David
David

Könnt ihr bitte den Möve Cyfly Megathread im Forum Tourmagazin erst mal lesen, bevor ihr so einen Artikel über dieses Humbug-System schreibt.!

Antworten
Dieter Petereit

Nein. Ich habe den Antrieb selbst ausprobiert und stehe zu dem Geschriebenen.

Antworten
Jörg
Jörg

Echt jetzt. 110 km Reichweite für knapp 6.000 Euro…
Mein Prophete Urban macht die locker mit nem 432 Watt Akku und TranzX Motor.

Mein Winora mit Yamaha Antrieb 70 Nm mit 500 Watt Akkz macht 140 km.

Das Fahrrad was da beschrieben wird hat exakt Zero Vorteile.

Antworten
green
green

Dass da deutsche Komponenten verbaut werden, finde ich gut. Es ist auch schick anzusehen. Die technischen Leistungswerte sind aber alles andere als besonders hervorhebenswert. Mit meinem Prophete Entdecker eSport mit AEG ComfortDrive (Made in China) gehen satte 100NM auf die Strasse, die merkt man dann auch tatsächlich, wenn es mal richtig bergauf geht. 120-150km Reichweite sind da auch locker mit etwas Eigenleistung drin. Und 150kg zul. Gesamtgewicht sind auch dabei, ganz ohne besonderes Flugzeugaluminium. Und last but not least: Das Ding gibt es als Vorjahresmodell ab 1500,- . Ein Kaufpreis von 2500,- für das Möve E-Fly Up, und die deutsche Wertarbeit hätte die passende Preisfindung.

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