Analyse

Mythen der Elektromobilität: Überlasten Elektroautos unser Stromnetz?

Ein intelligentes Lademanagement verhindert die Überlastung der Stromnetze. (Foto: Frank Feil)

Lesezeit: 3 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Was passiert mit unserem Stromnetz, wenn plötzlich alle Deutschen ein Elektroauto fahren würden? Der Mythos: Es bricht zusammen. Die Realität: nichts.

Die Elektromobilität hat seit jeher mit einer Vielzahl von Mythen zu kämpfen. Da wäre zum Beispiel der berühmte – und mehrfach widerlegte – „CO2-Rucksack“, der immer dann bemüht wird, wenn Verbrenner als besonders umweltfreundlich dargestellt werden sollen. Ein weiterer Klassiker ist die „Reichweitenangst“. Statistisch gesehen werden die meisten Fahrzeuge in Deutschland pro Tag nur 30 bis 40 Kilometer bewegt, aber ein Elektroauto muss selbstverständlich mindestens 500 Kilometer am Stück schaffen. Eine Pause auf der Autobahn einlegen? Das gab es mit dem Verbrenner natürlich nie.

Da diese „Argumente“ inzwischen schon so oft widerlegt wurden, dass selbst Elektroauto-Gegner sie immer seltener vorbringen, musste was Neues (Altes) her. Ein Argument, das mit den Ängsten der Menschen spielt und sich – einmal in der Whatsapp-Gruppe gepostet – sofort in ihren Gehirnen festsetzt. Und so kam es, dass man inzwischen immer häufiger hört und liest, dass durch die Elektromobilität das Stromnetz in Deutschland zusammenbrechen wird und wir alle im Dunkeln sitzen müssen.

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Auch Millionen von Elektroautos führen zu keinem Blackout

Im Juli 2019 erschien bei Zeit Online eine Analyse, die der Frage nachging, ob es überhaupt genug Strom für Millionen von Elektroautos gibt – und wie sich das Ganze auf die Stabilität unserer Stromnetze auswirkt. Schon damals belegten mehrere Studien von Energieunternehmen wie Innogy, dass die Elektromobilität für das bestehende Stromnetz keinerlei Probleme darstellt. So wäre es – mit einer intelligenten Steuerung – bereits 2019 möglich gewesen, rund 45 Millionen Elektroautos zu laden, ohne dass das bestehende Energienetz um- oder ausgebaut hätte werden müssen.

Warum das so ist, zeigt unter anderem ein Projekt der Netze BW. In der sogenannten E-Mobility Allee in Ostfildern bei Stuttgart testete der Netzbetreiber über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren, wie sich die E-Mobilität auf das Stromnetz auswirkt. Dafür wurden zehn Haushalte mit je einem Elektroauto und einer Wallbox ausgestattet. Alle Haushalte hingen am selben Hauptstromkabel. Das Ergebnis: Zwar wurden die meisten Elektroautos in den Abendstunden geladen, allerdings kam es nie zu lokalen Spitzenlasten, da in den gesamten eineinhalb Jahren maximal fünf der zehn Autos gleichzeitig geladen wurden. Einige Autos wurden sogar nur einmal pro Woche ans Netz angeschlossen.

Bleibt die Frage, wie es überhaupt zum „Elektroautos führen zum Blackout“-Mythos kam. Das bringt uns zur 80er-Sitcom „Alf“. Dessen Heimplanet Melmac ist explodiert, weil alle Bewohner gleichzeitig ihren Fön angeschaltet haben. Einen ähnlichen Fall konstruieren Vertreter der Blackout-These. Denn wenn 30 Millionen Haushalte ihr Elektroauto gleichzeitig mit 11 kW oder 22 kW laden würden, wäre das Stromnetz tatsächlich überlastet. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist jedoch so hoch, wie das Erscheinen einer fünften Staffel von „Alf“.

Das Stromnetz der Zukunft ist smart

Dennoch kocht das Thema immer wieder hoch – zuletzt Mitte Januar, als einige Medien titelten, dass das Wirtschaftsministerium „Zwangsladepausen“ für Elektroautos plane. Inzwischen ist zwar klar, dass es sich dabei lediglich um einen Gesetzentwurf auf „Arbeitsebene“ handelt, der derzeit noch überarbeitet wird, aber der öffentliche Schaden ist – wie so häufig – bereits angerichtet.

Ursächlich für die ganze Aufregung war die im Gesetzentwurf erwähnte „Spitzenglättung“. Vereinfacht gesagt, geht es dabei darum, „steuerbare Verbrauchseinrichtungen“ (etwa Ladestationen und Wärmepumpen) temporär in ihrer Leistung zu begrenzen, falls eine Überlastung des Netzes droht. In dem Entwurf war allerdings davon die Rede, Verbraucher „bis zu zwei Stunden pro Tag“ ganz vom Netz zu nehmen, woraus der Begriff „Zwangsladepause“ entstand.

Betrachtet man die Sache nüchtern (und ganz ohne Populismus), stellt sich das Ganze so dar: Wir befinden uns mitten in der Energiewende und das intelligente Stromnetz (Smart Grid) wird mehr und mehr zur Realität. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das Energiemanagement, also die intelligente Nutzung der vorhandenen Energie. Das lässt sich in Haushalten mit Photovoltaikanlagen schon heute beobachten: Der Energiemanager startet Waschmaschine und Geschirrspüler erst dann, wenn die Photovoltaikanlage mehr Strom erzeugt, als aktuell benötigt wird. Auch die Ladeleistung der Wallbox wird dementsprechend geregelt.

Eben dieses Prinzip liegt auch der Spitzenglättung zugrunde. Es macht wirtschaftlich betrachtet keinerlei Sinn, das Stromnetz so auszubauen, dass es jede (theoretische) Spitzensituation abdecken kann. Vielmehr muss es im Sinne der Nachhaltigkeit so „intelligent“ sein, dass vorhandene Ressourcen effizient genutzt werden. Und das bedeutet eben auch, dass Elektroautos zu Spitzenzeiten in den Abend- und Nachtstunden temporär vielleicht nur mit fünf kW statt mit elf kW geladen werden.

Entscheidend dabei: Für die Verbraucher macht all das letztendlich keinen Unterschied, denn bis zum nächsten Morgen sind ihre Elektroautos dennoch geladen.

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25 Kommentare
Leon
Leon

Ich wohne im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Freue mich schon meine wallbox im Badezimmer zu installieren und dann ein ca. 50m Verlängerungskabel (wenn ich Glück habe und einen freien Parkplatz direkt vorm Haus erwischt habe), durch mein Fenster auf die Straße hängen zu lassen um mein Auto zu laden. Hört sich nach Zukunft an :)

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Frank Feil

Ne, hört sich so an, als ob du den Artikel nicht gelesen hast :)

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Roma
Roma

Wo soll ich mein Pferd anbinden? Hast ja nicht mal eine Tränke vor deiner Wohnung!

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Hel
Hel

Ach, und weil du Dir keine vernünftige Wohnung (incl. TG-Platz mit Strom) leisten kannst, sind eAutos jetzt ganz böse?
Heul leiser!

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10tacle
10tacle

Dann müssen jetzt nur noch wie von Zauberhand Millionen von öffentlichen Ladesäulen am Straßenrand wachsen. Vor allem vor den Mietskasernen.

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Ioniq Fahrer
Ioniq Fahrer

Man kratzt vor einem Monat am Blackout vorbei. Man diskutiert Wallboxes per Smartmeter vom Netz zu entkoppelt wenn nötig. Man will Eautos als Spitzenstromlieferanten heranziehen falls Spitzenglättung das erfordert.

Ja, es passiert rein gar nix, wenn ich und alle Nachbarn um 18h unsere Eautos anstecken.

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Ioniq Fahrer
Ioniq Fahrer

Noch was: die Pause zum Zwischenladen ist egal… Die Kosten von 10-20 Euro pro 100km nicht.

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Albrecht Erwin
Albrecht Erwin

Sollte der benötigte hohe Ladestrom für das E-Auto von Otto Normalo das öffentliche Stromnetz überlasten, wird der Ladestrom bei Otto Normalos E-Seifenkiste einfach gedrosselt. Punkt!
Der etwas vermögendere Tesla-Fahrer hat natürlich einen Riesen Akku in seiner Kellersuite stehen, als Zwischenspeicher für schlechte Zeiten.

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Rene
Rene

Leider wurde die „Energiewende“ welche uns übrigens nicht mehr als eine Kugel Eis kosten sollte nur kurz erwähnt.
Es werden ja auch alle Atom und Kohle Kraftwerke vom Netz genommen! Schon jetzt ist es so das wir Strom (aus alten Kohle oder Atomkraftwerken) aus dem Ausland importieren müssen. Aber wir schalten hier die neuen und sauberen Kraftwerke ab und Zahlen die höchsten Energiepreise in Europa.
Und das wir erst dieses Jahr im Januar ganz knapp an der Realität vorbei Geschrammt waren wird (aus Unwissen?) lieber nicht erwähnt.
Allerdings kann man auch auf die grünen Experten hören die den Strom mit Kobolden im Netz Speichern können!

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Roma
Roma

Der Splittung des europäischen Stromnetzes hatte wieviel mit E-Autos zu tun? Genau Null.

Warum ist DE bei der Energiewende noch nicht weiter? Wegen Blockaden, aufschieben von Fristen, zahnloser Politik, Vergütung von nicht rentablen Kohle und Atomkraftwerken, teils krude Vorschriften und Abgaben bei privater PV.

Und jetzt jammern, dass DE geringe Mengen Strom zukauft, aber selbst einer der größten Stromexporteure ist, vor wenigen Jahren noch extrem den Strommarkt mit billigsten Kohlestrom geflutet hat, was zum Glück nun etwas eingedämmt wurde, wird hier wieder ausgeblendet.

Man muss alles betrachten, nicht nur die Dinge, die einem gerade in die Traumwelt passen.

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Roland Müller
Roland Müller

Ich sage jetzt (bei soviel fundiertem Fachwissen einfach mal Annalena zu Dir)… meinst du das mit Splittung des Stromnetzes? Die Sicherheitsfunktion?
Aus bisher ungeklärter Ursache kam es am 8. Januar 2021 kurz nach 14 Uhr Ortszeit zu größeren Frequenzabweichungen ausgehend von Südosteuropa, in deren Folge sich diese Region vom übrigen europäischen Verbund automatisch abtrennte.

Die Abtrennung des Teilnetzes hatte deutliche Auswirkungen auf die Netzfrequenz im übrigen Verbund. Sie sank innerhalb von 14 Sekunden von circa 50,027 Hz auf minimal 49,742 Hz. Auf europäischer Ebene fehlte deshalb schlagartig relevante Leistung in Gigawattgröße.

Hermann
Hermann

@Roland Müller: Und was hat ein Problem im südosteuropäischen Netz mit der Abschaltung der Kohle- und Atomkraftwerke hierzulande zu tun?

Gunar Gürgens
Gunar Gürgens

Wenn man sich gedanklich weiterhin in der Steinzeit bewegt kann man das vielleicht nicht nachvollziehen. Aber für (gewerbliche) Neubauten kommt in einigen Kommunen gerade die Pflicht Solarzellen zu installieren. D.h. bis in Deutschland tatsächlich die Kohlekraftwerke aus sind, sollten wir es geschafft haben sie nicht mehr zu benötigen. Ja vielleicht haben wir dann tatsächlich auch das beschriebene Intelligente Stromnetz.
Stromimport hat übrigens sehr selten den Grund, dass es an Kapazitäten mangelt. Oftmals ist der importiere Strom aus fossilen Energieträgern billiger als der in Deutschland produzierte „Schmutzstrom“. Das ist z.B. häufig der Fall, wenn im Netz viel Ökostrom ist und daraufhin in Deutschland die Kraftwerke heruntergefahren werden.
Auch der hier häufig genannte Blackout hatte nicht als Grund, dass zu wenig Strom produziert wurde, sondern, dass es Fehler im Netz gab. Das zeigt doch nur wieder, dass man dezentrale Stromerzeugung mit regenerativen Energien fördern sollte. Zudem werden diverse Zwischenspeicher notwendig werden. Diese könnte man ja z.B. in alten Kohlekraftwerken installieren, die Anschlüsse sind ja da.
Man kann durchaus vollständig auf regenerative Energien setzen, ohne Blackout, ohne Überlastung beim E-Auto laden. Das größte Problem ist im Kopf des Deutschen Michels, der sich ja eher Fortschrittsresitent zeigt.

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Kurt Werner
Kurt Werner

Hallo Rene, Deutschland ist Stromexporteur, es expotiert mehr sauberen Strom als er importiert. Im übrigen ist das europäische Stromnetz liberalisiert. Was so was ist wie ein freier Markt! In 2020 betrug der Anteil an erneuerbaren Strom 48 Prozent. Wenn dir die Energiewende zu langsam geht, solltest du Deine Erwartung zum Ausdruck bringen. Zu den Kosten: wer trägt Deine externen Kosten, weißt du wie hoch diese sind? Mit Sicherheit mehr als ein Kugle Eis.

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Kurt Werner
Kurt Werner

Hallo Rene, Deutschland ist ein Stromexporteur. Es exportiert mehr sauberen Strom als es importiert. Im übrigen ist das europäische Stromnetz liberalisiert. Was so was ist wie ein freier Markt. In 2020 lag der Anteil an erneuerbaren Strom bei 48 Prozent. Wenn Dir die Energiewende zu langsam geht solltest Du Deine Erwartung zum Ausdruck bringen. Zu den Kosten: wer trägt Deine externe Kosten, weißt Du wie hoch diese sind? Mit Sicherheit mehr als eine Kugel Eis.

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Kurt Werner
Kurt Werner

Die Angaben im Video sind teilweise aus dem Zusammenhang gerissen. Zum Thema Speichern: narürlich werden Speicher benötigt die kurzfristig eine große Leistung aufnehmen können. An der Stelle bitte die Wasserstoffstrategie zu beachten. Die zukünftige Energieversorgung mit der alten zu vergleichen ist nicht zielführend. Das Problem der Netzstabilität ist bekannt, Daran wird gearbeitet. Alles so lassen wie es ist, bringt keinen Fortschritt. Beim Thema dezentrale Versorgung teile ich die Meinung.

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Praktiker - nicht der Baumarkt
Praktiker - nicht der Baumarkt

Dass Studien von Energieunternehmen (Innogy) belegen, dass Elektromobilität kein Problem für das bestehende Stromnetz darstellt, ist genauso wertvoll wie eine Studie von Nestlé zum Thema Gesunde Ernährung. Hier behaupten diese doch auch, dass die Frühstücksflocken mit viel Zucker niemandem schaden oder man rechnet die Durchschnittsportion schön oder behauptet, dass Fruchtzwerge voller Frucht sind, Milchschnitte und Co. zur gesunden Ernährung (von Kindern) dazu gehört.

Mit einer intelligenten Steuerung wären bereits 2019 rund 45 Millionen Elektroautos möglich gewesen. Merkt der Autor das beim Schreiben denn selbst nicht? Heißt: Wenn man von A nach B fährt und man damit rechnet in 20 Minuten 80% des Akkus laden zu können, werden es dank der „Intelligenz“ nachher 45 Minuten oder mehr. Na, dann viel Spaß mit Familie oder kleinen Kindern bei Minusgraden auf einem Parkplatz an der Autobahn. (Jaja, Wärmepumpe am Arsch, das interessiert doch kleine Kinder nicht die still auf der Rückbank sitzen sollen. Oder braucht es da dann smartes Gadgets? Egal.)

Sieht man doch auch heute schon beim Internet wohin das führt. Dort wird klassisch überbucht und sobald alle am Abend TV-Streaming bei z.B. Fußball-Events einschalten, ruckelt bei allen Zuhause die Leitung, weil der Knotenpunkt gnadenlos überbucht ist.

Der Vergleich mit dem Fön und Alf hinkt. Nette Analogie, die nur niemanden weiterbringt. Ein Fön, Toaster, TV ist ja kein E-Auto mit 11/22 KW. Klar werden bei 30 Millionen Haushalten nicht alle gleichzeitig laden. Aber ob jetzt eine Wohngegend in Filderstadt repräsentativ ist mit 10(!) Autos für 30 Millionen? Die Wahrscheinlichkeit, dass die 30 Millionen abends ab 18/20 Uhr laden, ist doch recht hoch. Oder z.B. Freitagabends, wenn man z.B. bei schönem Wetter am Samstag früh zu einem Wochenendausflug aufbrechen will.

Auch 11/22KW, das ist aus meiner Sicht nur der Anfang. Ich glaube hier wird sich noch sehr viel tun. Nicht nur Reichweite ist entscheidend, sondern eher das „wie lade ich möglichst schnell wieder auf“ und „wo kann ich alles laden?“. Ich möchte mal das Gesicht des Autors sehen, wenn er Freitagabend mit seinem E-Vehikel nach Hause kommt, von einem langen Tag, voller Hoffnung das Auto an die Ladebuchse hängt, weil er am Samstag die Oma 300km weiter besuchen möchte und sich drauf verlässt, dass er über Nacht mit 11KW lädt und Morgens dann ins Auto steigt und dann aber nur mit 1,2,5 KW oder gar nicht geladen worden ist und nur zum nächsten Bäcker kommt und dort erneut dank „Intelligenz“ Pech hat und dort auch nur mit 1 KW lädt oder die Ladesäule vor dem Bäcker durch einen Benziner zugeparkt wurde und am Ende man wieder enttäuscht Zuhause lädt und den Besuch bei Oma verschiebt.

Amen.

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Hel
Hel

Das war das Gebet eines hoffnungslos intelligenzresistenten Dieselfanatikers…

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Roland Müller
Roland Müller

Der hat Gebete nicht nötig! Er fährt einfach zur Tankstelle, Rüssel für 2 min rein, zur Kasse Bar gezahlt und weg und kommt dann wieder (Diesel) 1000 km weit!
Als E-Fortbewegungsmittel sollte man schon eher Gebete in sämtlichen Religionen und Währungen sowie mit Ladekarten bei xxx Unternehmen mit seinen persönlichen Daten registriert sein um überhaupt die meisten Ladesäulen nutzen zu können. Und von Umwelt wollen die mit Ihren 2 bis 3 Tonnen Panzern sicher am wenigsten wissen. Ja so eine Batterie, hergestellt in mühevoller Kinderarbeit unter katastrophalen Bedingungen was die Umwelt oder den Arbeitsschutz angeht ist echt schwer!
Aber das zählt ja in Deutschland auch nicht!! Dann verrecken eben ein paar Kinder beim Kobaltabbau im Kongo!
https://www.deutschlandfunk.de/kobaltabbau-im-kongo-der-hohe-preis-fuer-elektroautos-und.724.de.html?dram:article_id=454818

Hauptsache ich kann als vermeintlicher Gutmensch anderen meine Meinung aufzwingen…

Hermann
Hermann

@Praktiker – nicht der Baumarkt: Was glauben Sie wohl, was mit unserem Tankstellennetz passiert, wenn plötzlich abends 40 Mio Verbrenner zum Tanken fahren? Sie sagen „das passiert nicht“? Stimmt. Genausowenig versuchen abends alle deutschen E-Autos ein leeres 50kWh-Akku in möglichst kurzer Zeit vollzupumpen. Warum auch, wenn der durchschnittliche Fahrer keine 40km/Tag schafft. Bei 20kWh/100km müssten durchschnittlich nicht einmal 8kWh pro Tag nachgeladen werden. Das schafft eine popelige 230V-Steckdose selbst bei einer Strombegrenzung auf 10A in 3,5h. Und so lange sollte eine Nacht in Mitteleuropa ja wohl sein.

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Konafahrer
Konafahrer

Bei den meisten neuen E-Autos kann man für jeden Tag einstellen wann die in der Früh vollgeladen sein sollen und im Winter sogar vorgewärmt. Lädt man täglich sind das meist nicht mehr als 15KWh. Die sind bei 11KW Ladeleistung in 1,5 h geladen. Die Standzeit in der Nacht ist meist mehr als 8 Std. Schnell laden wird nur bei Langstrecke gebraucht und das ist nicht jeden Tag. Sicher reichen Schnellldaestellen mit einer Ladestelle nicht. Da ist man aber bereits dabei an den Autobahnen Ladestellen mit mehr als 8 Ladplätzen zu errichten.
Jeder kann anhand seines Smartphones mal nachsehen, wie viele Ladestellen gleichzeitig nicht genutzt werden.
Auf der Langstrecke kann man die Pausen ja sinnvoll Nutzen wie z.B. E-Mail checken, Essen, Shoppen, Besichtigen. Alles eine Frage der Einstellung.
Mit einer PV Anlage auf dem Dach und eventuell Stromspeicher lädt man seinen eigenen Strom dezentral und entlastet die Netze. Warum über den teuren Strom jammern, wenn man diesen billiger selbst erzeugen kann,
und somit noch Netzausbaukosten spart und das Netz stabilisiert. Die Zukunft ist erneuerbar elektrisch.
Niemand redet davon, was eine KW von den alten Erzeugereinheiten kosten, weil diese mit viel Lobbyismus schön gerechnet werden.
Es kann nur heißen, macht die Dächer voll mit PV. Mehr als 90% der Fläche ist ungenutz.

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Andreas
Andreas

Österreicher:

Wir haben in Europa zumeist im Jänner/Februar ausgeglichene Drucklagen soll heissen; kein Wind undHochnebel, woher dann Tagelang wenn kein Ökostrom erzeugt wird selbiger herkommen soll konnte mir auch noch noch niemand erklären !!
Wir in in Österreich haben auf drängen der Grüne all unsere Kohlekraftwerke abgeschaltet, und kaufen jetzt, obgleich wir 70% unseres Stomes erneuerbar herstellen, 2 – 4 GW Strom aus Deutschland und Polen bzw. Tschechien zu.
Im übrigen können weder wir Österreicher, wie auch die Schweizer ihren Strom nicht zu gänze selbst erzeugen.
Und wie es dann in der Schweiz nach Abschaltung der AKW aussieht kann sich jeder selbst ausmalen.

Ich wohne selbst in einem neuen Passivhaus mit Solarthermie und 10kWp Solarmodulen am Dach, aber im Winter ist die Ausbeute schon sehr mager und geht sich ni ht mal für den Eigenbrauch aus, obwohl alles sehr optimiert ist !!!!
Woher dann der Strom für die E- Mobile herkommen soll, na ja ???
Anstatt Phantasie-Modelle zu zu Entwickeln schlage ich folgende Rechnung für den Stromverbrauch der E- Fahrzeuge vor; Einfach den in Deutschland/Österreich/Schweiz, Niederlande usw. verkauften Treibstoff ermitteln und durch ca 0,4 zu multiplizieren (weil die Effizienz von E-Autos ja besser) und schon haben wir den Enegieinhalt den wir in Strom benötigen…..und glaubt irgendwer, dass die Menge in Europa ohne AKW erzeugt werden kann, wen es sich schon jetzt nur knapp ausgeht

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Hel
Hel

@Andreas:
Der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren von 6,6% auf 44,6% gestiegen!
Und das trotz andauernden Blockaden der Schmutzig-Strom-Mafia.
Und es gibt/gäbe auch jede Menge Möglichkeiten, Strom zu speichern. Nur leider wird auch das immer noch nach Kräften sabotiert…

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Wehle Andreas
Wehle Andreas

Österreicher:

Welche Möglichkeiten für die Speicherung von Strom, in vernäftigen Ausmass wären das ???
Mir ist nur die Speicherung von Wasser in Staukraftwerken bekannt, Wasser kann bei Überschuss von Strom aus erneuerbaren Quellen dann dort hochgepumt werden (Lageänderung) und welche grosse Menge an möglichkeiten gibt es sonst noch, welche schon den Labor-Status verlassen haben ???
Und wer sollte das sabotieren, alle Energieversorger hätten Interesse an Stromspeichern, wenn es sie gäbe !!

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