News

N26: Noch kein Börsengang, aber Gewinn und 10 Millionen Kunden Ende 2020

N26-Gründer und Geschäftsführer Valentin Stalf. (Foto: dpa)

N26 will vor einem möglichen Börsengang erst einmal weiter wachsen – und investieren. Ende 2020 könnte das Fintech aber die operative Gewinnzone erreichen und zehn Millionen Kunden haben.

Das Fintech N26 ist nach einer Finanzierungsrunde im Juli mit einer Bewertung von 3,5 Milliarden Euro zum wertvollsten deutschen Startup aufgestiegen. Nach dem Start in den USA im Juli und der Schweiz im September ist das Unternehmen jetzt in 26 Märkten aktiv. Ein Börsengang steht aber noch nicht auf dem Plan, frühestens in drei bis fünf Jahren sei dies ein Thema, erklärte Valentin Stalf gegenüber der dpa. Auch eine Übernahme durch eine Großbank visiere N26 nicht an.

N26: Anspruch sind 100 Millionen Kunden

Stattdessen wolle N26 weiter in die Expansion investieren. Viel Geld werde etwa gerade in den Markteintritt in den USA investiert. Nachdem die Online-Direktbank Anfang des Jahres weltweit noch 1,8 Millionen Kunden hatte, sind es aktuell schon 3,5 Millionen. Zum Jahresende werden 4,5 bis fünf Millionen Kunden erwartet. N26-Chef Stalf sieht es als „realistische Chance“ an, dass N26 Ende 2020 schon zehn Millionen Kunden haben könnte. Irgendwann, so Stalf, könnten es auch bis zu 100 Millionen Kunden sein. Das sei jedenfalls der Anspruch. Ebenfalls Ende 2020 sei das Erreichen der operativen Profitabilität möglich.

Für das weitere Wachstum setzt N26 zudem auch auf Übernahmen. Dabei könnte es um das Thema Aktienhandel gehen, wo europäische Kunden für Aktienhandel und Depoverwaltung noch zu viel Geld bezahlen würden, wie Stalf anmerkt. Daher schaue sich das Startup in den Bereichen Trading und Depotverwaltung um. Möglich sei aber auch, dass das Unternehmen in diesem Bereich selbst etwas entwickle, so Stalf.

Gut aufgestellt beim Kundenservice

In der Vergangenheit war N26 mehrfach ins Visier der Finanzaufsicht geraten. Die Bafin nahm zunächst mögliche Sicherheitsmängel bei der Identifizierung von Neukunden unter die Lupe. Im Frühjahr gab es dann einen öffentlichen Rüffel von der Bafin. N26 wurde darin zur Ergreifung von Sicherheitsmaßnahmen und der Einhaltung von Sorgfaltspflichten verdonnert. Auch der langsame Kundenservice hatte für Kritik gesorgt. Hier sieht sich N26 nicht zuletzt mit dem Online-Chat jetzt „sehr gut aufgestellt“, so Stalf.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

7 Kommentare
Peter
Peter

Warne ich euch vor. Lieber Bunq nutzen, da erreicht man auch wen.

Bei N26 wurde mir eine Support Mail erst nach über sechs Wochen (!) beantwortet und auch erst, nachdem ich noch eine weitere Mail schickte, wo denn meine Antwort bleibt.

Wir reden hier außerdem von einer Bank. Wenn ich wirklich mal ein Problem habe oder schlimmer noch, etwas mit dem Geld nicht stimmt oder ein Diebstahl stattfindet, erreiche ich bei N26 quasi niemals wen. Lest euch die Berichte durch, probiert es selbst, aber eine Bank, die im Notfall nicht direkt erreichbar ist und zwar 24 Stunden, brauche ich nicht.

Antworten
Skeptiker
Skeptiker

Die Berichterstattung momentan finde ich sehr spannend. Wenn man die Bewetungsportale durchgeht, scheint es gerade massive Probleme in jegliche Richtung zu geben. Von doppelten Abbuchungen, über keinen Zugriff aufs Konto und ein grundsätzlich nicht erreichbarer Kundenservice, hin zu Leuten, denen durch Abbuchungen und nicht zugestellten Überweisungen 5-Stellige Beträge abhandengekommen sind.
Jede andere Bank, der so etwas passiert wäre, wäre in der Dauerschleife der Medien. Nur über N26 liest man das übliche investorfreundliche Blabla. Wie war das N26, „No Bullshit“?

Antworten
Mehmet Arziman
Mehmet Arziman

Gestern haben alle (ausnahmslos) in meinem Umkreis zur selben Zeit eine Mail von N26 bekommen, dass ihr Konto gekündigt wurde. Das sind mehr als 20 Leute. Alle zur selben Zeit. Support gibt keine Auskunft warum. Nur dass wir das akzeptieren sollen und sie keine weiteren Information haben.

Also um das Ziel zu erreichen ist das ein Schritt in die falsche Richtung.

Antworten
Shadowwolf
Shadowwolf

Hört sich ja sehr nach Phishing Mail an oder Werber Betrug was da deine 20 Leute Betrieben haben.
Man wird nicht zu unrecht gekündigt von einer Bank. N26 hat bei meinen Problem aktuell schnell geholfen weil Daten geleakt wurden von einer Seite wo die Daten von Karte angelegt worde waren keine Stunde später von der Seite wo es passiert ist hat N26 sofort gesagt das ich kostenlos eine Karte bestellen soll und meine in den nächsten 2 Stunden gesperrt wird und ich sie aber entsperren kann falls ich sie benötige.

Antworten
Mehmet Arziman
Mehmet Arziman

Ich habe mich schon beim Support gemeldet und sie konnten die Echtheit der Mail bestätigen. Das selbe haben meine Kollegen gemacht. Der Kollege mit Metall hat sogar angerufen und die Antwort bekommen: Alle Informationen seien in der Mail enthalten und dass sie sonst keine Informationen hätten. In der Mail steht nur Verstoß gegen AGB, aber das bei 20 Leuten. Ich würde es ja akzeptieren, wenn ich wüsste was wir alle 20 falsch gemacht haben. Ich finde es aber sehr schade, dass keiner hilfreiche Informationen liefert. Ich nehme sehr stark an, dass es sich um einen Fehler handelt, aber es bemüht sich ja scheinbar niemand uns zu helfen. Im Chat bekomme ich immer die Antwort: „Bitte lies dir die Informationen in der Email durch. Dein Konto wird routinemäßig überprüft. Ich werde den Chat jetzt schließen“ und das wars dann :-(.

Ich war ja auch voll zufrieden. Ich möchte es unbedingt weiter nutzen, aber was soll das bitte?

Paul Müller
Paul Müller

Naja, das ist ganz normal, da sie ein sehr gute Service geben.

Antworten
Mela
Mela

N26 ist z.Zt. nicht zuverlässig. Seit 18.9. kein ID-Card-Austausch, obwohl von Chat und support@n26.com versprochen. Ich kann meine Business-Card nicht einsetzen.
Auf drei Emails seit dem keine Antwort. Auch beschwerden@n26.com reagiert nicht. Keine Telefonnummer im Impressum. Beim dritten Chat-Versuch hat „Rishigeshan“ einfach Chat beendet als ich nach seinem Teamleiter verlangte. „Janis“ hat mich im Chat angenommen und dann 50 Minuten auf nichts reagiert.
Der Anfang vor drei Jahren war nett, aber die vielen Reklamationen zeigen, dass das Team noch nicht massentauglich ist.
Zwar sind die Allianz Group, und China´s Tencent Mitinvestoren und da ist man gewohnt, dass Massengeschäft die berechtigten und bezahlten Interessen Einzelner wegdrücken dürfen, sobald eine kritische Masse überschritten ist.
Soll ich jetzt zur Polizei gehen, weil N26 nicht nur meine N26-Kreditkarte blockiert, sondern auch den Support verweigert?

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung