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Nächster Versuch: Forscher testen erneut Supraleiter bei Raumtemperatur

Nach L-99, der von koreanischen Forschern als Supraleiter angepriesen wurde, gibt es nun eine neue Entwicklung. Chinesische Forscher sind einem Supraleiter bei Zimmertemperatur nun nähergekommen.

2 Min. Lesezeit
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Haben die Chinesen einen Supraleiter entwickelt? (Foto: Rokas Tenys / Shutterstock)

Im letzten Jahr sorgten Berichte koreanischer Forscher für Aufsehen, als sie verkündeten, einen Supraleiter entdeckt zu haben, der bei Zimmertemperatur funktioniert. Dies hätte einen enormen Durchbruch für die Technologie bedeutet – mit Auswirkungen auf alle elektronischen Geräte.

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Allerdings konnten andere Forscher die Ergebnisse nicht reproduzieren. Die Wissenschaftsgemeinde kam daher zu dem Schluss, dass das Material, bekannt als L-99, nicht die Eigenschaften eines Supraleiters bei Zimmertemperatur aufweist.

Supraleiter sind Materialien ohne elektrischen Widerstand, wodurch sie Strom verlustfrei leiten können. Bisher benötigen sie für diese Eigenschaften entweder extrem niedrige Temperaturen oder sehr hohen Druck.

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Nun gibt es jedoch eine neue Entwicklung in dieser Angelegenheit, wie Christian Keil, Stabschef beim Satellitenhersteller Astranis, kürzlich auf X berichtete.

Supraleiter aus China

Demnach haben zwei chinesische Labore offenbar erste Erfolge bei dem Versuch erzielt, das Material L-99 mit einer etwas anderen Zusammensetzung nachzuahmen. Dieses soll als Supraleiter bei Temperaturen funktionieren, die zwar nicht ganz als Zimmertemperatur gelten, aber dennoch bemerkenswert sind.

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Keil erklärte, dass der Supraleiter bei -23 Grad Celsius operiert. Obwohl dies immer noch eine sehr kalte Temperatur ist, stellt sie einen bedeutenden Fortschritt in der Forschung dar, da sie ohne den Einsatz von flüssigem Stickstoff erreicht werden kann.

Ein weiterer Aspekt ist, dass der Supraleiter bei dieser Temperatur auch unter normalem Druck funktioniert. Dieser neue Leiter wurde wohl bereits von zwei separaten Laboren in China erfolgreich nachgeahmt.

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Noch ist nichts bewiesen

Die chinesischen Forscher zeigen sich in ihren Aussagen zur Nachahmung des Materials L-99 deutlich zurückhaltender als ihre koreanischen Kollegen, wie der Ingenieur Andrew Côté in einem Artikel auf X hervorhebt.

Nach den Ereignissen im August sind Forscher weltweit vorsichtiger geworden, den Begriff Supraleiter zu verwenden. Die chinesischen Wissenschaftler berichten stattdessen, dass sie einen „möglichen Meissner-Effekt“ nahe der Raumtemperatur erzeugen konnten.

Der Meissner-Effekt ist ein charakteristisches Merkmal von Typ-I-Supraleitern und tritt auf, wenn diese ein extern angelegtes Magnetfeld vollständig bis zu einer bestimmten Grenze abstoßen können.

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Um diesen Effekt zu beobachten, kühlten die Forscher die Probe ab, legten ein Magnetfeld an und maßen, wie effektiv dieses Feld verdrängt wurde, um den Meissner-Effekt und das kritische Feld zu bestimmen.

Obwohl für eine zweifelsfreie Bestätigung eines Supraleiters weitere Tests erforderlich sind, ist die Hoffnung in der Forschergemeinde durch diese Entwicklungen wieder größer.

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