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Onestopbox wird die Packstation für alle – doch ein wichtiger Faktor ist noch unbekannt

Sendungen an die Packstation durften bislang nur mit der Deutschen Post und DHL transportiert werden, alle anderen Paketdienste konnten dort verständlicherweise nichts ablegen. Jetzt will DHL mit Onestopbox eine neue Lösung für alle Anbieter schaffen.

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Onestopbox: DHL startet Packstationen für alle Anbieter. (Foto: Onestopbox/DHL)

Verbraucher:innen, die ihre Pakete an eine Packstation geliefert bekommen wollen, müssen traditionell auf die Deutsche Post beziehungsweise DHL setzen. Denn nur das Unternehmen hat  Zugriff auf die eigenen Packstationen. Das soll sich nun ändern, denn DHL will in Zukunft Whitelabel-Paketboxen für alle Anbieter aufstellen.

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Bis Ende des Jahres sollen 100 der praktischen Schließfachschränke deutschlandweit installiert werden, zunächst an zentralen Orten in deutschen Ballungsräumen. Im nächsten Jahr sollen nach heutiger Planung rund 2.000 der Paketschränke folgen. Sowohl Kund:innen als auch Paketdienste können in der Onestopbox Sendungen deponieren, die Kund:innen also je nach Händler:in auch Retouren dort abliefern. Dabei geht es um Sendungen mit einer minimalen Größe von 15 x 11 x 1 Zentimeter bis hin zu einer maximalen Größe von 75 x 60 x 40 Zentimeter.

Derzeit gibt es deutschlandweit 13.000 Packstationen – was ungefähr erahnen lässt, wie verteilt die neuen Onestopbox-Stationen sein werden. Immerhin erklärt DHL, man plane mit mehreren tausend Automaten in den nächsten Jahren. An den Packstationen und ihrem Netz soll sich in diesem Zusammenhang auch erst einmal nichts ändern, heißt es. Was nicht verwundert – denn schon heute ist der zur Verfügung stehende Platz selbst für die DHL-Pakete zu knapp bemessen.

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Click & Collect: Auch für Geschäfte vor Ort nutzbar

Die Boxen werden per App und über das PIN-Pad zu bedienen sein, enthalten laut den Bildern auf der Website wohl nur teilweise einen Touchscreen, der in der Vergangenheit ohnehin oft die fehleranfällige Stelle des Ganzen war. Über ein zentrales IT-System soll die Kapazitätsaussteuerung erfolgen, sodass man gegebenenfalls in Zukunft auch per App anzeigen könnte, wie viel Platz in der gewünschten Station ist, ohne dass der:die Kund:in erst dort hinfahren muss.

Eine weitere Zielgruppe könnten übrigens lokale Geschäfte sein, die dort für die 24/7-Abholung vorbestellte Waren für ihre Kund:innen deponieren könnten. Dadurch würden Kund:innen von einem Click-&-Collect-Angebot profitieren können. „Unser Ziel ist es, dass Verbraucher:innen die Automaten immer nutzen können – unabhängig davon, mit welchem Paketdienst sie ihre Waren verschicken und wer die bestellten Waren in die Onestopbox einliefert“, erklärt Lukas Beckedorff, Geschäftsführer der neu gegründeten Tochtergesellschaft von DHL.

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Natürlich habe all das, erklärt das Unternehmen, auch einen Umweltaspekt: Es solle der Individualverkehr verringert und CO2-Emissionen gesenkt werden. Letztlich dürfte die Dienstleistung aber vor allem auch den Paketdienstleistern entgegenkommen, die in den Stoßzeiten wie etwa vor Feiertagen schon heute nicht mit ihren Ressourcen klarkommen.

Denkbar sei auch das, was große Unternehmen mit ihren Mitarbeiter:innen bereits mit Schließfachsystemen auf dem Werksgelände durchführen: Die Unternehmen vereinbaren beispielsweise mit ihren Mitarbeitenden, dass sie dort Ersatzgeräte bekommen oder stellen für Techniker:innen im Außendienst die passenden Ersatzteile über die Automaten zur Verfügung – ein Anwendungsszenario, das Großkonzerne unter anderem beim Onboarding und Offboarding von Mitarbeitenden in der Coronazeit schätzen gelernt haben.

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Onestopbox: Einige Fragen bleiben noch offen

Man wolle, erklärt Beckedorff, in Kooperation mit den verschiedenen Paketdienstleistern und dem stationären Einzelhandel das größte offene Automatennetz in Deutschland betreiben. Gerade im ländlichen Raum oder an zentralen Plätzen wie P&R-Parkplätzen oder großen Bahnhöfen könnte eine solche Dienstleistung gut funktionieren.

Zwei entscheidende Unbekannte gibt es dabei aber noch: Denn zum einen schweigt sich das Unternehmen bisher komplett über die Kostenstrukturen für das Paket-Handling aus, zum anderen ist noch nicht klar, wie die Konditionen für die Kommunen oder die Besitzer des jeweiligen Grundstücks ausfallen. Ob ein Konzept wie die Onestopbox funktionieren kann, dürfte aber in hohem Maße genau davon abhängen – auch wenn das Unternehmen zu Recht betont, dass viele Bürger:innen die Automaten als eine positive Entwicklung sehen. Immerhin erklärt das Unternehmen, dass es nach attraktiven Standorten sucht.

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