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Peloton streicht Jahresziele zusammen und gibt auch Apple die Schuld dafür

Vor einem Jahr waren die Trainings-Bikes von Peloton eine der großen Erfolgsgeschichten der Coronakrise. Doch inzwischen fällt es Peloton schwer, das Tempo zu halten. Anleger ergreifen die Flucht.

2 Min. Lesezeit
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Peloton Fitnessbike. (Foto: Frank Feil)

Beim Fitnessgeräte-Spezialisten Peloton ist der Corona-Boom endgültig vorbei. Die New Yorker Firma kappte die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr um bis zu eine Milliarde US-Dollar. Anleger reagierten schockiert und ließen die Aktie im vorbörslichen Handel am Freitag um mehr als 32 Prozent abstürzen.

Peloton rechnet nun mit Erlösen zwischen 4,4 Milliarden und 4,8 Milliarden Dollar. Es ist eine frappierende Neubewertung: Vor drei Monaten war die Firma von 5,4 Milliarden Dollar ausgegangen.

Peloton profitiert von Coronakrise

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Peloton gehörte 2020 zu den großen Erfolgsgeschichten. Während Fitnessstudios geschlossen blieben, kauften sich viele die mehrere tausend Dollar teuren vernetzten Trainings-Bikes. Selbst eine Rückrufaktion bei den Peloton-Laufbändern schien die Firma schnell verdaut zu haben.

Doch mit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen läuft das Geschäft schwieriger. Auch die Prognose der Abonnenten-Zahl senkte Peloton deutlich. Zum Ende des laufenden Geschäftsjahres Mitte 2022 rechnet die Firma nun mit 3,35 bis 3,45 Millionen Abo-Kunden – statt der vorherigen Erwartung von bis zu 3,63 Millionen. Peloton erklärte unter anderem, dass Apples neue Regeln für mehr Privatsphäre auf dem iPhone es schwieriger gemacht hätten, neue Abonnenten für die App zu gewinnen.

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Zugleich waren die um 94 Prozent auf gut 304 Millionen Dollar gestiegenen Abo-Erlöse der einzige Grund dafür, dass Peloton zuletzt überhaupt ein Umsatzplus präsentieren konnte. Das Geschäft mit dem Verkauf der Fitnessgeräte schrumpfte um 17 Prozent auf 501 Millionen Dollar.

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Preissenkung soll Verkaufszahlen erhöhen

Das lag auch daran, dass Peloton im August den Preis des ursprünglichen Modells seines Trainings-Bikes um ein Fünftel senkte. Die Kunden zogen es danach verstärkt dem teureren und lukrativeren neuen Gerät vor. Vor der Preissenkung hatten sich die beiden Modelle etwa gleich gut verkauft. Nachdem Peloton 400 Dollar vom Preis der älteren Version strich, mache es nun drei Viertel der Bike-Verkäufe aus, hieß es in einer Telefonkonferenz.

Auch werden Pelotons Geräte mit den Öffnungsschritten in der Pandemie etwas weniger genutzt. Abo-Kunden kamen im vergangenen Quartal im Schnitt auf 16,6 Trainings pro Monat – nach 20,7 ein Jahr zuvor.

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Insgesamt stieg der Umsatz im Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 805,2 Millionen Dollar. Unterm Strich machte Peloton einen Verlust von 376 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von 69,3 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Auf dem Ergebnis lasten unter anderem auch höhere Logistikkosten. „Wir machen die nötigen Anpassungen, um auf dem Weg zu schwarzen Zahlen zu bleiben, und die langfristige Einschätzung unserer Aussichten bleibt unverändert“, versicherte Firmenchef John Foley. Die Aktie rutschte danach noch stärker ins Minus. dpa

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