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Pendelzeit ist Lebenszeit: Gib ihr einen Sinn!

Pendeln kann negative gesundheitliche Folgen haben. (Foto: dpa)

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit entscheidet darüber, wie sehr Pendeln uns belastet. t3n-Autor Andreas Weck meint, dass Pendelzeit auch Lebenszeit ist und wir ihr deshalb mehr Sinn geben müssen.

Pendeln zerrt an den Nerven – jeder Berufstätige, dessen Arbeitsweg länger als eine Stunde dauert, weiß das. Dass sich dahinter mehr verbirgt als eine gefühlte Wahrheit, belegen auch Studien: Die Techniker Krankenkasse fand beispielsweise heraus, dass die Fehltage wegen Depressionen und anderen psychischen Leiden bei Pendlern um fast elf Prozent höher sind. Ab 45 Minuten Fahrtzeit pro Strecke wird es der Versicherung zufolge schon kritisch. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich der Nervfaktor vor allem dann verstärkt, wenn die Pendelzeit auch noch als sinnlos empfunden wird. Das Schlimmste ist, wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise jeden Tag den Weg zu einem ungeliebten Arbeitgeber auf sich nimmt. Schon Freud sagte: „In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, wird er krank.“ Auch Pendelzeit ist Lebenszeit. Und deshalb sollten wir dem Kapitel auch entsprechend Sinn geben.

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Gib der Pendelzeit einen Sinn

Gehen wir davon aus, dass der Job nicht das Problem ist. Dass die Arbeit viel Spaß macht, aber allein das Pendeln nervt. Ich kenne das: Ich lebe in Berlin und fahre wöchentlich nach Hannover. Mein Job erfüllt mich. Aber der Weg quer durch Deutschland hat es oft in sich: Zugverspätungen, maulige Mitpendler oder ständig ausfallendes WLAN, obwohl ich doch erste E-Mails schon im Zug hätte beantworten können – all das sind Stressoren. Ich habe mich oft über eines dieser Dinge aufgeregt, manchmal kam alles zusammen. Dann ging mir das sprichwörtliche Messer in der Tasche auf. Während Zugverspätungen und maulige Mitpendler leider ein Übel sind, auf das ich keinen Einfluss nehmen kann, war das Problem, in der Bahn nichts tun zu können, etwas, das ich adressieren konnte. Während der Fahrt vernünftig zu arbeiten, sehe ich auf der Strecke nicht. Leider. Stattdessen habe ich eine sinnstiftende Routine entwickelt: das Lesen.

„Zugverspätungen, maulige Mitpendler, ständig ausfallendes WLAN: Der Weg quer durch Deutschland hat es in sich!“

In der Bahn zu lesen, ist jetzt nicht der große Wurf, das sehe ich ein. Wer Langeweile hat, blättert etwas im Bahn-Magazin herum. Das liegt nahe. Es geht mir eher darum, das Lesen als Weiterbildungs- oder aber Entspannungsübung in die Pendelzeit fest einzubauen. Die Zeit sinnvoll zu nutzen. Ich finde selten in der Woche den Freiraum, mich mal ausgiebig mit einem Buch zu beschäftigen. Irgendwas ist immer: in der Woche eine lange To-do-Liste. Am Wochenende die Beziehung und die Freundschaften, die auch ihre berechtige Aufmerksamkeit verlangen. Die Zeit, die ich in der Woche für mich habe, fülle ich vor allem mit Bewegung. Alles Sachen also, die ich in der Bahn nicht machen kann. Zum Glück, denn so hab ich mir einen Raum geschaffen, in dem ich mich ganz bewusst dem Schmökern hingeben kann. Inzwischen ist es sogar so, dass ich mich auf die Bahnfahrt freue: Das Beste draus zu machen, macht mich zufriedener.

„Das Ende des Alterns“ von David A. Sinclair (Amazon, Thalia), „Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch“ von Sophie Passmann (Amazon, Thalia) oder „Kurze Antworten auf große Fragen“ von Stephan Hawking (Amazon, Thalia) – das sind Bücher, die mich aus meiner Welt heraus und rein in eine andere genommen haben. Jedes dieser Bücher – das eine mehr, das andere weniger – hat mir Denkanstöße gegeben, denen ich während der Fahrt nachgehen konnte. Wann hat man denn mal Zeit, etwas in Ruhe zu durchdenken? Für mich ein ungeheurer Gewinn an Sinnhaftigkeit. Das Lesen soll hier aber nur exemplarisch stehen: Die eine oder andere Pendlerin hört lieber einen Podcast. Der eine oder andere Pendler schreibt lieber seine Gedanken auf. Manch einer nutzt die Zeit, um mal wieder ausführlich mit den Eltern, Großeltern oder Kindern zu telefonieren. Auch das kann eine sinnstiftende Routine sein.

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Ein guter Freund hat in seine Pendelzeit jetzt Bewegung eingebaut: Er lebt in Pankow und muss regelmäßig nach Adlershof. Er arbeitet im dort ansässigen Technologiepark. Mit der S-Bahn, so sagt er, brauche er mindestens eine Stunde, meist mehr. Mit dem Fahrrad auch nur zehn Minuten länger – und das sehr verlässlich. Er habe damals den Arbeitsweg oft als extrem stressig empfunden: Gerammelt volle Wagen mit genervten Mitfahrern haben seinen Tag ein- und abends auch wieder ausgeleitet. Mit dem Rad hingegen fährt er sein Tempo, bewegt sich und sagt, er sei viel zufriedener. Auch und vor allem, weil er sich nicht mehr Gedanken über zu wenig Bewegung machen müsse. Er fährt so oft es geht mit dem Fahrrad. Was Bewegung für einen Einfluss auf den Geist hätte, habe er anfangs unterschätzt, erzählte er mir kürzlich. Jetzt habe er es verstanden.

Pendeln und Stress: Selbstschutz ist wichtig!

Und darum geht es mir auch: Füllt eure Pendelzeit mit Sinnhaftigkeit. Das zahlt unglaublich auf euer Befinden ein. Natürlich ist das kein Garant dafür, nie ein psychisches Leiden zu entwickeln. Ich will da auch gar nicht falsch verstanden werden. Das Leben ist zu komplex für derartige Pauschalantworten. Aber wer mit sich und den Dingen um sich herum im Reinen ist, lebt ganz einfach entspannter und somit nicht zuletzt gesünder. Die Fähigkeit zur Stressbewältigung ist und bleibt auch in den nächsten Jahren eine Kernkompetenz, in Zeiten, in denen sich Arbeit zunehmend verdichtet und Berufstätigen immer mehr Flexibilität abverlangt wird. 12,8 Millionen Menschen pendeln hierzulande laut dem Pendleratlas der Bundesagentur für Arbeit. Das sind 12,8 Millionen Menschen, denen im Zweifel regelmäßig die Nerven blank liegen. Es ist Zeit, ihnen konstruktive Methoden zum Selbstschutz an die Hand zu geben.

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11 Kommentare
Pendler
Pendler

Ich benötige jeden Tag 3 Stunden für den Arbeitsweg. Davon 30 Minuten Zug und 50 Minuten Rad Fahren.
Das hat ein paar Jahre gut geklappt, aber mittlerweile nervt mich das Ganze sehr.
Ich will mir aber auch kein Auto kaufen, womit ich dann nur noch eine Stunde pro Tag brauchen würde…

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Noch ein Pendler
Noch ein Pendler

ICE-Pendler seit über 10 Jahren (erst Köln – Dortmund, seit 6 Jahren Köln – Frankfurt). Ich kann Andreas im Großen & Ganzen zustimmen: Mit Büchern, Musik und Podcasts ist der tägliche Pendlerwahnsinn gewinnbringend zu ertragen.

Was ich im Artikel ein bisschen vermisst habe, ist die Chance, neue Kontakte zu knüpfen: Selbst wenn es nur bei einem einmaligen Zufallskontakt bleibt – die Gespräche mit völlig fremden Menschen können dennoch sehr inspirierend sein. Ich vermute daher eher einen sehr „in sich gekehrten“ Blick auf die Pendlerwelt, da gleich an mehreren Stellen von „mauligen Mitpendlern“ gesprochen wird. Hinter einem „mauligen Pendler“ mag sich dennoch ein interessanter Mensch verbergen, der nur gerade den Hals voll hat, weil die Bahn gerade eben wieder seinen Anschlusszug hat ausfallen lassen.

Hier empfehle ich ein bisschen mehr Demut und Gelassenheit, Herr Weck. Wer weiß schon, wie man selbst auf seine Mitpendler wirkt?

Ständig ausfallendes WLAN kann ich eigentlich nicht bestätigen – kommt eher selten vor, mag aber auf der Strecke Hannover – Berlin ein Thema sein. Da aber LTE Volumen mittlerweile bezahlbar ist in Deutschland (obschon wir im Vergleich zu anderen Ländern immer noch viel dafür zahlen) gilt die Ausrede „Ich konnte nicht arbeiten weil kein WLAN“ eigentlich nicht mehr ;-)

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Es braucht – auch aus ökologischen Gründen – ein Ende der Pendelei. Siedeln und arbeiten sollten am selben Ort stattfinden-

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Mike
Mike

Ich stimme dem Autor des Textes zu. Ich selbst liebe Sprachen. Da ich aufgrund vieler unterschiedlicher Tätigkeiten einfach nicht dazu komme, meinen eigenen Sprachkatalog weiter auszubauen, mache ich das waehrend des Pendelns. Wenn ich zu müde bin, leg ich gerne einmal einen Power-Nap ein oder höre entspannt Musik und träume dabei vor mich her. Alles dient mir der Entspannung und macht – zumindest mir – Spass. Aus rein beruflicher Sicht – und auch aus ökologischer natürlich – unterstütze ich auch die Ansicht von Titus von Unhold (Kommentar am 27.2.2020 um 18:04). Diese Art der Beschäftigung – nämlich Remote-Jobs oder Homeoffice – sehe ich als künftige Arbeitsmethode, die in weit fortschrittlicheren Ländern auch schon Gang und Gebe ist. Deutschland hinkt da, wie im Fortschritt allgemein, noch etwas hinterher. Diese Form der Arbeit würde das Pendler-Problem sowieso aus der Welt schaffen.

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Entspannter Pendeln

Ich stimme dem Autor voll und ganz zu. Bin täglich auch 2h unterwegs und früher sogar 4h pro Tag. Die Zeit zu nutzen ist wichtig. So ist bei zum Beispiel mein Podcast während des Pendelns entstanden. Und zwar zum Thema Pendeln :). (hier zu finden: https://marcfrewert.de/). Und auch hier predige ich immer: Zeit nutzen bzw. der Zeit einen Sinn geben. Man kann Pendelzeit zu viel mehr nutzen als man manchmal denkt. Und da trifft der Autor hier voll ins Schwarze.

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Pendlerin
Pendlerin

Ich stimme nur bedingt zu :)
Als mitlerweile geübte Pendlerin (tägl. 3 Stunden, davon 2 Stunden im Zug) muss ich sagen, dass trotz sinnvoller Beschäftigung während der Fahrt (Lesen, Podcasts, Stricken, Nachrichten beantworten, Dösen,…) der erhöhte Stress nicht ausbleibt. Es macht es sicherlich einfacher, aber ich spüre, dass die zusätzliche tägliche Strecke nicht spurlos an mir vorüber geht.
Ist sicherlich anders, wenn man das nur zwei mal in der Woche macht und die Zugfahrt so als eine willkommene Auszeit gesehen werden kann.

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Tom
Tom

Die beste Gelegenheit um abzuschalten und einfach in sich zu gehen um sich somit dem inneren Wachstum zu widmen. Entspannt aus dem Zugfenster schauen, während gestresste und genervte Fahrgäste vor lauter Langeweile auf diesen Smartphone-Bildschirm glotzen. Buch lesen, ja okay, weiterbilden, definitiv, sich um seine eigene innere Entwicklung kümmern ….. Zeit ist relativ und jeder Mensch hat Zeit, die Frage ist nur, für was möchte er seine kostbare Lebenszeit verschwenden bzw. für wen. Ich selbst arbeite im Onlinemarketing bzw. als SEO und habe eine rund 40 Stunden Woche. Dennoch gönne ich es mir Freiräume zu schaffen, unter anderem bei langen Pendelfahrten, wenn man mal pendeln muss. Aktuell nicht so oft, genieße den Vorteilvon Home-Office. Die freie Zeit dazwischen, widme ich mir ganz allein, denn der wichtigste Mensch in meinem Leben, bin noch immer ich selbst. Gibt nur wenige die dieses Prinzip verstanden haben. Das gibt mir bei Pendelfahrten trotz voller Züge oder nerviger Menschen innerlich absolute Ruhe und Seelenfrieden, so das ich diese Fahrten als ‚Entspannung‘ ansehe, egal ob ich sitze oder stehe.
Jeder kann und darf natürlich seine Zeit widmen wem und was er will, jeder ist schließlich selbst für sein eigenen Leben verantwortlich und das ist auch gut so.
Möglichkeiten gibt es genügend, vieles ist einfach nur ‚Ablenkung‘ .. Brot & Spiele .. alles kann, nichts muss.
In diesem Sinne, wünsche jedem eine angenehme entspannte Reise

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Ex-Pendler
Ex-Pendler

Ein Buch lesen oder andere „sinnvolle“ Aktivitäten während des Pendelns zu vollziehen funktioniert aber auch nur, wenn man mit ICE oder nicht vielbefahrenen Regionalbahnen pendelt. Ist man auf einer vielbefahrenen Pendelstrecke unterwegs (z.B. Mannheim-Heidelberg) ist man dazu fast gar nicht mehr in der Lage, da man eher damit beschäftigt ist, halbwegs angenehm zu stehen und noch genug Luft zum atmen zu haben. Entspannung ist was anderes.

Seitdem ich fast 2 Jahre lang pro Tag fast 2 Stunden gependelt bin, habe ich mir geschworen, nie wieder länger als 20 Minuten für eine Strecke zur Arbeit zu verbringen. Dann kann ich die „gesparte“ Zeit immer noch damit verbringen, etwas „sinnvolles“ oder auch mal einfach „nichts“ zu tun. Denn das entspannte „nichts tun“ funktioniert in überfüllten Bahnen bei mir nicht wirklich.

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Catweazle
Catweazle

Da platzt mir aber langsam der Kragen. Über was für eine Art von Pendeln reden wir hier? Meine tägliche Pendelstrecke sieht folgendermaßen aus: zehn min. in (stets überfülltem) Bus, fünf min. Umsteigezeit, dann zehn min. in (stets überfüllter) U-Bahn, dann 15 min. Wartezeit, dann 50 min. in einer dreckigen und lauten Regionalbahn, die einmal stündlich fährt. Fällt die aus oder hat erhebliche Verspätung (was ca. jeden dritten Tag vorkommt), heißt die Aternative zusätzlich 15 min. auf andere RB warten, 25 min. Fahrzeit, 15 min. warten, weiter mit anderer Bahn (nochmal ca 30 Minuten). Am Zielort dann Bus suchen (dort fahren i. d. R. mehrere in kurzen Abständen) oder, bei gutem Wetter, noch 20 min laufen. Auf dem Rückweg dann zwar weniger volle Verkehrsmittel, dafür aber erheblich schlechtere Anschlüsse bei U-Bahn und Bus. Obwohl ich somit täglich zwischen vier und fünf Stunden unterwegs bin: Wo und wann soll ich mich denn bitte auf etwas Sinnvolles konzentrieren?

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Sandra Winkler
Sandra Winkler

Manchmal freue ich. mich morgens manchmal auf meine 25 Minuten Lesezeit. Dann sind da laut redende Teenies auf dem Schulweg, weinende Kinder, übel riechende Menschen, kein Sitzplatz, kein ordentlicher Stehplatz, Geschubse und Gedrängel. Also meistens, komme ich nicht zum Lesen. Insgesamt dauert mit Fuß- und Radstrecke mein Anfahrtsweg zwischen 40 und 50 Minuten, wobei nur eine längere Strecke in der S-Bahn sich zum Lesen eignet. Der Rest ist kurz oder Umsteigezeit. Insgesamt lese ich seit ich länger pendele deutlich mehr als vorher. Aber der Hauptpunkt ist doch, dass Pendeln eigentlich heutzutage kaum noch nötig ist. Bei vielen Jobs. 50% aller Jobs sind heutzutage computerbasiert. Sprich: Man könnte sie auf ein Laptop bringen, mit dem könnte man Zuhause arbeiten oder einfach irgendwo ein einem Coworking Space in der Nähe oder in einem Café, bei Freunden, in einer Bürogemeinschaft etc. Das würde Stress ersparen, Familien das gemeinsame Leben erleichtern, wahrscheinlich sogar Frauen nach dem Kinder kriegen den Wiedereinstieg erleichtern, die Straßen wären leerer, die Luft besser, die öffentlichen Verkehrsmittel wären auch leerer und die Menschen glücklicher. Warum ist also Remote Arbeiten bei so vielen Arbeitgebern überhaupt nicht auf dem Plan? Ich kann 1-2x die Woche flexibel von Zuhause aus arbeiten, mir immer ein Büro aussuchen (das was für mich am besten erreichbar ist). Bei meiner Jobsuche gab es kaum einen Arbeitgeber der fest 1x die Woche Home Office zugestimmt hätte. Meistens hieß es „aber wenn wir das einer Person erlauben, dann wollen das alle“. Ja, genau darum geht es doch! Und um Vertrauen zum Arbeitnehmer.

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Andreas Weber
Andreas Weber

„Manch einer nutzt die Zeit, um mal wieder ausführlich mit den Eltern, Großeltern oder Kindern zu telefonieren.“

So Leute hab‘ ich gefressen, denen so der elementarste Benimm fehlt, daß sie „ausführlich“ in öffentlichen Verkehrsmitteln in ihr Tamagotchi blöken. Das ist ein klassischer Fall von „was, wenn das alle täten?“ Aber stören tun dann ja nur die anderen, selber ein Dutzend Mitreisende zu beschallen ist ein Gewinn an Sinnhaftigkeit …

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