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Pendeln

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Die moderne Arbeitswelt hat in den letzten Jahrzehnten einen besonderen Arbeitertypen hervorgebracht: den Pendler. Aktuelle Zahlen legen nahe, dass sowohl die Anzahl der Berufspendler in Deutschland von Jahr zu Jahr steigt als auch die Entfernungen, die überbrückt werden. Dass Berufstätige immer weitere Wege zur Arbeit zurücklegen, hat im April 2018 beispielsweise das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bekanntgegeben. Dem IAB zufolge sei die mittlere Pendlerdistanz allein von 2000 bis 2014 von 8,7 auf 10,4 Kilometer pro Fahrt angestiegen. Immerhin ein Zuwachs von 21 Prozent. Dass auch die Anzahl der Berufspendler hierzulande stetig zunimmt, teilte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bereits Ende 2017 mit. Demnach pendelten 2017 allein 18,4 Millionen Deutsche zwischen dem Arbeits- und Wohnort. 

Pendeln kann gesundheitliche Probleme hervorrufen

Die Gründe für das Pendeln sind vielfältig: Zum einen erwarten immer mehr Unternehmen hohe Flexibilität von ihren Mitarbeitern, besonders von denen auf der Führungsebene. Zum anderen sind aber auch steigende Mieten vor allem für Familien ein großes Problem. Wer sich eine Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnung in Städten wie Berlin, Hamburg, München oder Düsseldorf leisten und trotzdem noch seine Familie ernähren kann, gehört wohl zu den privilegierteren Großstädtern. Die meisten jungen Familien ziehen jedoch entweder an den Stadtrand oder ganz aufs Land – mit tiefgreifenden Folgen. Denn was Wissenschaftler zuletzt immer wieder nachgewiesen haben, ist, dass sich lange Fahrtzeiten negativ auf die Gesundheit auswirken können. Vor allem Fernpendler, die mehr als zwei Stunden unterwegs sind, nehmen die langen Fahrten oft als Belastung war.

Ein Ausgleich zum Pendeln schafft Abhilfe

Die Folgen können in Form von Stressgefühlen sowie zu hohem Bluthochdruck und Übergewicht auf Berufspendler einprasseln. Zudem gibt es Zusammenhänge zu psychosomatischen Beschwerden wie Erschöpfungszuständen, Verspannungen, Schlafstörungen und sogar Depressionen. Wer viel pendelt, sollte deshalb zum einen dafür sorgen, dass die Fahrten schonend passieren. Sie sind beispielsweise gut beraten, mit der Bahn statt dem Auto zu fahren. Die Zeit kann in Ruhe verbracht werden. Pendler könnten lesen, schlafen oder sich anderweitig beschäftigen. Außerdem empfehlen Soziologen, für einen Ausgleich in Form von Sport zu sorgen. Ob Berufspendler oder nicht, wer viel sitzt, riskiert Haltungs- und Herz-Kreislauf-Probleme. Körperliche Ertüchtigung schafft da Abhilfe. Unternehmen können ihre pendelnden Mitarbeiter unterstützen, indem sie zum Beispiel Laptops zur Verfügung stellen und die Fahrt im Zug bereits zur Arbeitszeit zählen, flexible Zeitmodelle anbieten oder das Gehalt mit einer Beteiligung an Fahrkarten oder Benzinkosten ergänzen. 

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