Ratgeber

Aktien-Apps: Diese populären Börsen-Tools solltest du kennen

Börse to go: Mit Aktien-Apps interessante Wertpapiere handeln. (Foto: Shutterstock)

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Sparbuch, Festgeld, Tagesgeld? Wer sein Geld vermehren will, kommt um Aktien und ETF meist kaum mehr herum. Für den Schwerpunkt „Geld und Finanzen“ schauen wir uns ein paar Aktien-Apps an.

Für den privaten Anleger hat sich in den letzten Jahren eine langfristige Strategie durchaus bewährt. Wer etwa im Mai 2015 eine Tesla-Aktie erworben hat, musste dafür 211 Euro zahlen und konnte sie im Februar 2020 für über 800 Euro verkaufen. Das entspricht einer Vervierfachung des Werts innerhalb von weniger als fünf Jahren. Da kommt keine andere gleichermaßen niedrigschwellige Anlageform mit. Auch wenn nicht alle Aktien eine derartige Performance aufweisen: Beachtliche Wertzuwächse sind durchaus zu erzielen. Für den Einsteiger wirkte die Welt der Börse trotzdem lange sperrig und wenig zugänglich. Hier hat die Digitalisierung jedoch Schwellen deutlich gesenkt und Vorgänge wie Kauf und Verkauf stark vereinfacht. So ist eine neue Generation von Wohnzimmer-Tradern entstanden.

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Braucht ihr fürs Trading eine Aktien-App?

Moderne Tools erleichtern den Überblick über das Aktien-Portfolio. (Grafik: dunnnk / t3n)

Egal, ob Frischling oder alter Hase – Privatanleger müssen ihr Depot im Auge behalten. Dabei müssen sie über Trends informiert bleiben und Kursentwicklungen beobachten. Wer langfristig investiert, braucht im Grunde nicht zwingend eine App. Dennoch hat auch dieser Anlegertyp gewisse Vorteile vom Einsatz einer Aktien. Denn damit behält er nicht nur den Überblick über das eigene Portfolio, sondern bleibt informiert über wichtig Eilmeldungen. Zudem ist so die tagesaktuelle Information über die Aktienkurse nur einen Griff zum Smartphone entfernt. Wer nun glaubt, dass die Wahl der konkreten App nicht von Bedeutung ist, irrt gewaltig: Tatsächlich unterscheiden sich die Aktien-Apps deutlicher, als manch Interessierter erwarten würde.

Was sollte eine Aktien-App auf jeden Fall können?

Nur um den Überblick über das eigene Portfolio zu behalten, ist nicht unbedingt eine App nötig. Erst die weiteren Vorteile des App-Ansatzes machen die Portfolio-Verwaltung per Smartphone attraktiv. Wichtig für einen App-Trader ist die Verfügbarkeit von Echtzeitkursen. Nur so kann schnell auf günstige oder negative Entwicklungen reagiert werden. Optimal ist das Angebot von Push-Nachrichten. So wird der App-Trader per Benachrichtigung auf seinem Smartphone über steigende oder fallende Aktienkurse selbst dann informiert, wenn er die App nicht geöffnet hat. Geradezu unverzichtbar sind Aktien-Apps für den Typus des Day-Traders. Dieser Anlegertyp kauft und verkauft sehr schnell innerhalb eines Tages und nutzt dabei Kursschwankungen zur Gewinnerzielung aus. Diese Art des Anlegens ist für den Privatnutzer nur zu empfehlen, wenn er bereit ist, sich tief in die Materie einzuarbeiten und des Risikos voll bewusst ist.

Für Day-Trader sind Push-Kurslisten in der App somit regelrecht unverzichtbar. Durch eine solche Realtime-Benachrichtigung wird er immer wieder informiert, wenn bestimmte Aktienkurse steigen oder fallen. Hier sind potenziell alle im Handel befindliche Aktien interessant. Für Day-Trader ist ein News-Feed direkt in der App wichtig, denn gerade kurzfristige Kursschwankungen werden häufig durch das Zeitgeschehen ausgelöst oder wenigstens beeinflusst. Für alle Anlegertypen wichtig sind historische Kursdaten, Informationen zum jeweiligen Unternehmen sowie Pflichtveröffentlichungen vonseiten der Aktiengesellschaften.

Diese Aktien-Apps solltest du dir näher ansehen

Etoro* ist eine App, die über das reine Handeln mit Aktien hinausgeht. Dennoch ist sie gerade für weniger versierte Anleger besonders interessant, weil sie den Ansatz des Social Trading integriert. Dabei orientiert man sich an erfolgreichen Tradern und kopiert deren Strategien wie Entscheidungen. Dabei sollte natürlich im Auge behalten werden, dass es keine Garantie dafür gibt, dass das Kopieren vermeintlich erfolgreicher Strategien unweigerlich zu Gewinnen führt. Der Dienst zeichnet sich durch eine große Auswahl an Handelsmöglichkeiten aus und bietet eine Vielzahl von Einzahlungsmethoden, darunter auch Paypal und Kreditkarten. Die Mindesteinzahlung liegt bei 200 US-Dollar.

Der Dienst wurde 2007 mit Sitz auf Zypern gegründet, steht in 18 Sprachen zur Verfügung und wird unter anderem durch die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde Cysec sowie die Behörden in Australien und Großbritannien überwacht. Die App gibt es für iOS und Android. Die Plattform kann auch als Web-App verwendet werden. Etoro selbst ist die größte Social-Trading-Plattform am Markt und wird deshalb an dieser Stelle – im Rahmen der populärsten Aktien-Apps – genannt. Jedoch steht der Dienst aufgrund versteckter Gebühren stark in der Kritik. Einige Anwender sprechen sogar von „totaler Abzocke“. Die Nutzerbewertungen von Wikifolio fallen da weitaus positiver aus.

Mehr zum Thema: „Social Trading – Diese Plattformen sind ideal für Einsteiger“

Plus500 bietet (nicht nur) Technikaffinen alles rund um die Aktie – und einen Dark Mode ;-) (Screenshot: Plus500)

Auch Plus500 bietet über den reinen Aktienhandel hinaus über 2.000 weitere Handelsoptionen. So hat sich der 2008 gegründete Dienst zu einer der beliebtesten Plattformen weltweit entwickelt und steht in über 30 Sprachen bereit. Schon eine Mindesteinlage von 100 Euro reicht, um am Handel teilzunehmen. Plus500 handelt auch Kryptowährungen. Die Plattform wird durch die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde Cysec reguliert. Die App steht für iOS und Android sowie als Web-App zur Verfügung. Auch Onvista von der Comdirect Bank gehört zu den meistgenutzten Online-Brokern. Die Aktien-App bietet zahlreiche Informationen zu vielen Finanzthemen, darunter natürlich Aktienkurse. Die App steht für iOS und Android zur Verfügung. Ein Demokonto und ein Musterdepot stellt Onvista kostenlos zur Verfügung. Der Dienst bereitet die wichtigsten Informationen für Anleger übersichtlich auf.

Die Börsen Stuttgart und Frankfurt bieten ebenfalls eigene Aktien-Apps an, die sich nur im Detail unterscheiden. Beiden gemeinsam ist, dass sie den Handel mit Aktien nicht erlauben und insofern nur zu Infozwecken verwendet werden können. Die Frankfurter App (Android | iOS) erlaubt ihren Nutzern, Preise in Echtzeit zu verfolgen, Portfolios zu eröffnen oder Watchlists zu erstellen. Über die Dax-Kamera können Nutzer das Livebild aus dem Handelssaal der Frankfurter Börse empfangen. Die App der Stuttgarter Börse (Android | iOS) geht ein Stück weiter und ist vor allem für Day-Trader interessant, denn sie bietet eine Limitüberwachung in Echtzeit. Über Push-Nachrichten informiert die App, wann der eingestellte Schwellenwert erreicht ist. Dazu können beliebig viele Watchlists mit jeweils bis zu 100 Werten erstellt werden.

Das recht neue Skilling zeigt sich überaus modern. (Screenshot: t3n)

Neu auf dem Geldparkett ist Skilling mit einer breiten Produktpalette. Neben Aktien können auch Kryptowährungen, Rohstoffe und mehr gehandelt werden. Die App für iOS und Android nebst der Web-App gilt als bedienerfreundlich, die Anmeldung ist kostenlos und die Plattform wird durch wie die meisten Programme zuvor, auch durch die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde Cysec sowie die britische FCA überwacht. Zu guter Letzt sei noch Finanztreff erwähnt, für das es sogar noch eine der mittlerweile als veraltet geltenden Mobilseiten gibt. Die bietet viele Finanznachrichten und bringt mit unterschiedlichen Chart-Tools Übersicht in den Finanzmarkt. Das eigene Depot sowie Watch- und Limitlisten lassen sich damit im Auge behalten. Den Handel selber unterstützt Finanztreff jedoch nicht.

Mehr zum Thema: „Aktien kaufen – Dieses kostenlose Tool ermittelt die Wertpapier-Qualität“

Das ist eine Aktie

Bei einer Aktie handelt es sich um ein Wertpapier, das einen Anteil an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Mit dem Kauf von Aktien erwirbt ein Anleger also Anteile an der Gesellschaft, die die Aktien ausgibt. Damit erwirbt der Anleger im Grundsatz ein Stimmrecht und ist am Gewinn des Unternehmens beteiligt, der über sogenannte Dividenden ausgeschüttet wird. Wichtig zu wissen ist, dass eine Aktie keine sichere Geldanlage ist. Der Totalverlust des eingesetzten Geldes ist unter Umständen möglich. Wer also auf das einzusetzende Geld angewiesen ist, sollte nicht in Aktien investieren. Im Zusammenhang mit dem Begriff der Aktie kommt der Begriff der Börse zwangsläufig ebenfalls ins Spiel. Er bezeichnet den Ort, an dem Aktien gehandelt werden. Dabei ist die Börse allerdings nicht auf den Handel mit Aktien beschränkt. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und sich ein gewisses Börsenwissen aneignen will, mag sich für das rund 1.000 Begriffe erklärende Börsenlexikon der Deutschen Börse interessieren. Das gibt es als Web-App sowie als App für Android und iOS. Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Wer mehr über Aktien, ETF und Krypto lernen will, kann das mithilfe von Medienangeboten tun. Im Schwerpunkt „Geld und Finanzen“ stellen wir fünf populäre Podcasts vor. Lies auch: „Aktien, ETF, Krypto – Diese Podcasts machen dich im Umgang mit Geld smarter“

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Ein Kommentar
Analyst
Analyst

Ob der Autor selbst weiß, was er hier alles durcheinander wirft? Dem Vernehmen nach wollte er sich an Anfänger richten, die Aktien kaufen wollen. Die Aktien sind aber schnell vergessen, es werden mit etoro und plus500 CFD- und Forex-Broker empfohlen. Selbsttest: Wer beim Lesen des Artikels nachschlagen muss, was „CFD“ heißt, ist bei dem Thema völlig falsch und wird garantiert Geld verlieren.
Die offensichtliche Lösung für Einsteiger lautet: TradingView
In der Basisversion kostenlos, mächtige Chartanalyse, Browserbasiert, kein Broker, nur Informationsplattform.

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