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Mehr Digital wagen: Update für Porsche-Standort in Ludwigsburg

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Er hat jahrelang in Kalifornien gearbeitet und weiß: Gute Ideen kommen längst nicht mehr nur aus dem Schwabenland, auch wenn Porsches Selbstbewusstsein sich nur bedingt damit abfinden kann.

Außer noch pfui, innen hui: Das alte Fabrikgelände soll zu Höchstleistungen anspornen. (Foto: Ekki Kern(

Das alte Fabrikgelände soll die Mitarbeiter zu Höchstleistungen anspornen. (Foto: Ekki Kern)

Und dann auch noch das: Das Fahren, heißt es heute, stehe jetzt nicht mehr allein im Vordergrund, sondern der Kunde und dessen Leben. Die gute Nachricht also für alle, die Seat oder Opel fahren: Künftig dürften auch Nicht-Porsche-Fahrer verschiedene Dienste des Unternehmens nutzen können, erzählt Koslowski im Gespräch mit t3n.de. Es geht um solche, die die Mobilität von Morgen dringend braucht und die den Alltag schöner, weil einfacher machen sollen. 

Fokus: Premium-Kunde

Fokussieren, auch das sagt der Chef, wolle man sich aber weiterhin auf die Premium-Kunden, also all jene, deren ganzer Lebensstil sich praktisch anfühlt wie das Fahren mit einem Porsche. Eine von diesen fiktiven sogenannten Personas, die der Hersteller zur Schaffung und Optimierung eigener Serviceideen analysiert, ist Peter.

Der ist, das merkt man gleich, ein Mann ohne Schwächen, wohnhaft im urbanen Stuttgart, üppiges Einkommen, Kinder: 0, Fahrzeug: 1 (Porsche, what else?). Peter ist ständig auf dem Sprung. Und weil das so ist, braucht er im Alltag mehr als nur seinen Porsche, nämlich auch intelligente Systeme, die ihn bei seiner Termin- und Reiseplanung unterstützen und dafür sorgen, dass er keine Minute seines Jet-Set-Lebens unachtsam verplempert. 

Mit Porsche Go hat das Unternehmen einen mobilen Assistenten entwickelt, der passgenau auf Typen wie Peter zugeschnitten ist, weil er sie unter anderem beim Umstieg zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln unterstützt. Berücksichtigt werden sollen auch kurzfristig auftretende Veränderungen und Verzögerungen vor und während der Reise.

Auch Alternativen soll der Assistent anbieten, falls doch einmal etwas schief gehen sollte. Eine Art DB Navigator für all jene Premium-Kunden also, die niemals einen Fuß in einen Zug setzen würden und jederzeit bereit sind, für eine Zeitersparnis von 10 Minuten für Valet-Parking 20 Euro extra zu zahlen.

Assistent für Reisekostenabrechnungen

„Denkbar“, heißt es von Porsche, sei durchaus, dass dieser cloud-basierte Assistent künftig auch bei weiteren Mobilitätsfragen helfen könne, etwa bei der Hotelbuchung, bei Reisekostenabrechnungen oder bei Suche nach einem freien Parkplatz. Diesbezüglich kann jetzt schon ein Startup dem gegeißelten urbanen Autofahrer helfen: das israelische Anagog.

2018 hat sich Porsche an ihm beteiligt, der CEO Ofer Tziperman wird heute live zu Porsche Digital geschaltet. Er und sein 30-köpfiges Team haben sich auf Anwendungen im Mobilitätskontext spezialisiert. Der auf künstlicher Intelligenz basierende Algorithmus des Unternehmens hilft App-Entwicklern, den Aktivitätsstatus und Aufenthaltsort von Smartphone-Nutzern zu erkennen.

Endprodukt ist die mittlerweile global angelegte Echtzeit-Datenanalyse, die sich für viele Use-Cases als praktisch erweisen kann. Etwa dann, wenn es darum geht, einen Parkplatz zu finden – und zu wissen, wann welcher Parkplatz frei wird. Mit Porsche arbeitet Anagog angeblich an einer Lösung, die die Planung des Tagesablaufs des Porsche-Fahrers verbessern soll und auf dynamische Veränderungen „intelligent reagieren“ kann.

APX: Kooperation mit Axel Springer

Stolz ist man in Ludwigsburg offensichtlich auch auf die Kooperation mit Axel Springer, die man schon vor längerer Zeit angekündigt hat. Der Accelerator APX „starte nun durch“, heißt es heute. Mit dem Programm unterstütze Porsche Digital mit Axel Springer Digital Ventures „vielversprechende Startups“ in der Frühphase ihrer Gründung. APX soll branchen- und industrieübergreifend in digitale Geschäftsmodelle investieren, und zwar vor allem solche, die sich mit den Themen Lifestyle, Mobilität, Reisen, Finanzen- und Versicherungstechnologie sowie Medien und Gesundheit beschäftigen. 

Startups, heißt es, erhalten eine Anschubfinanzierung von 25.000 Euro (Pre-Seed) oder bis zu 100.000 Euro, falls sie schon externes Kapital aufgenommen haben (Seed). Neben dem Geld will APX mit einem 100-tägigen Programm ködern, im Zuge dessen die Gründer durch „individuelle Betreuung“, Workshops und Veranstaltungen „systematisch auf weiteres Wachstum vorbereitet“ würden, wie Porsche sagt. Unterstützung gebe es bei der Gesellschaftsgründung, der Umsetzung der Marketing- und Finanzplanung, der Produktentwicklung sowie bei weiteren Finanzierungsrunden.

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Ein Kommentar
Jürgen Preuß

Inhaltsloses Geblubber. Ich sehe in keinem Satz die digitale Zukunft. Ideen sind alt und fühlen sich irgendwie zäh an. Logischerweise der Hinweis im Valley ist alles besser und deshalb sind wir so langsam und die Ideen lahm. Warum muss die digitale Zukunft eigentlich immer in Räumen entwickelt werden die eher wie ein Kindergarten aussehen? Für das Geld das hier investiert wird, hab ich nix interessantes gelesen.

Antworten

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