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Protest gegen Bug-Bounty-Kürzungen bei Microsoft: Forscher veröffentlicht Zero-Day-Exploit

Ein Sicherheitsforscher hat einen Zero-Day-Exploit für Windows 10, 11 und Server veröffentlicht, ohne Microsoft zuvor zu informieren. Die Schwachstelle erlaubt es, Benutzer:innen mit geringen Rechten zu Administratoren hochzuleveln.

1 Min. Lesezeit

Mächtiger Zero-Day-Exploit funktioniert bis Windows 11. (Bild: Shutterstock)

Der Sicherheitsexperte Abdelhamid Naceri ist sauer und zeigt seinen Unmut öffentlich. Weil Microsoft seit April 2020 beständig die Belohnungen für entdeckte Sicherheitslücken – die sogenannten Bug-Bounties – zurückfahre, habe er sich entschieden, die jüngste von ihm entdeckte Schwachstelle ohne vorherige Meldung an Microsoft zu veröffentlichen. Das erklärt Naceri gegenüber Bleeping Computer.

Naceris Zero Day macht normale User zu Admins

Dabei hat die es in sich, denn sie setzt auf einem Patch auf, den Microsoft im Rahmen des „November 2021 Patch Tuesday“ ausgegeben hatte. Der sollte die Sicherheitslücke „Windows Installer Elevation of Privilege Vulnerability“ beheben, die unter der Bezeichnung CVE-2021-41379 geführt wird.

Bei der Analyse des Patches stellte Naceri indes fest, dass das mitnichten der Fall war. So habe Microsoft nach seinen Erkenntnissen das Problem nur umgangen, aber nicht behoben. Das versetzte Naceri in die Lage, einen noch mächtigeren Exploit zu finden, der es Nutzenden mit geringen Rechten erlaubt, sich auf beliebigen Windows-Systemen bis zur Version 11 zu Administratoren zu machen. Bleeping Computer bestätigt durch eigene Tests die Funktionalität des Exploits, der sich auch durch Gruppenrichtlinien, die etwa Benutzer:innen mit geringen Rechten an der Ausführung des MSI-Installers, der die Schwachstelle beinhaltet, hindern sollen, nicht stoppen lässt.

Warten auf den Patch ist die ratsame Vorgehensweise

Microsoft spielt die Lücke herunter und verweist darauf, dass sie nur funktionieren würde, wenn Nutzende bereits Zugriff auf einen Rechner haben. Das ist zwar richtig, aber – wie die häufiger werdenden Attacken auf Netzwerke in aller Welt zeigen – keine Beruhigung. Jedenfalls verspricht Microsoft, „alles Notwendige [zu] tun, damit unsere Kunden sicher und geschützt sind“.

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Wie bei Zero-Day-Exploits üblich dürfte der Hersteller die Schwachstelle wahrscheinlich anlässlich eines der kommenden Patch-Dienstage beheben. Naceri rät besorgten Admins dazu, tatsächlich auf diesen Patch zu warten, weil bei eigenen Versuchen aller Voraussicht nach der Installer zerstört würde.

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