Interview

Recruiting der Tech-Giganten: So suchen Apple, Google und Stack Overflow nach neuen Mitarbeitern

Stefan Schwarzgruber ist DACH-Country Manager bei Stack Overflow. (Foto: Stack Overflow)

Fachkräftemangel in der IT: Mythos oder Realität? Wie schafft es ein Programmierer, sich unter zahlreichen Bewerbern durchzusetzen und von Beginn an einen guten Eindruck zu machen?

Der Weg zum Traumjob kann lang und mit vielen Hürden verbunden sein – dabei haben vor allem Programmierer beste Chancen, um an einen tollen Job zu kommen. Stefan Schwarzgruber ist DACH-Country-Manager bei Stack Overflow – und stand uns im Interview Rede und Antwort darüber, wie Recruiter der Tech-Branche und Stack Overflow selbst an ihre Mitarbeiter kommen und worauf sie in Bewerbungsgesprächen achten.

t3n.de: Google, Facebook, Snapchat und auch ihr selbst bei Stack Overflow: Wie funktioniert in diesen Unternehmen die Suche nach neuen Mitarbeitern? 

Die Art, wie die großen Tech-Unternehmen ihre Mitarbeiter gewinnen, hat sich im Laufe der Jahre verändert und steht im starken Gegensatz zu den Methoden der Old Economy. In der Branche zählen eigentlich nicht mehr Noten und Zeugnisse – sondern, was man bisher erreicht hat und noch erreichen will. Spezifisch für die IT-Branche sind natürlich die Programmiersprachen essentiell wichtig. Wer also sein Können unter Beweis gestellt hat, sichtbar seine Projekte zeigt, etwa auf professionellen Netzwerken oder in einer Developer Story von Stack Overflow, der hat gute Chancen, angesprochen zu werden.

t3n.de: Wo du gerade von professionellen Netzwerken sprichst: Suchen Unternehmen 2017 überhaupt noch nach Bewerbern im Netz?

Lebenslauf-Beispiele: So sehen beeindruckende Online-Bewerbungen aus
Eine Website mit Online-Lebenslauf, die individuell auf den Wunscharbeitgeber zugeschnitten ist, kommt besonder gut an. (Bild: lorenburton.com)

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Wie ein Großteil unserer Kommunikation so spielt sich auch das „Kennenlernen“ zwischen Unternehmen und Bewerbern im Netz ab. Manch einer geht so weit und würde von sich sagen, dass er über die Online-Präsenz auf Karriereseiten, in Fachforen oder auf dem eigenen Blog geradezu eine eigene Marke aufbaut.

t3n.de: Jemand möchte sich bewerben und hat – sagen wir mal – eine ausschweifende Online-Vergangenheit. Das heißt, vom hilfreichen Beitrag im Orchideen-Forum bis hin zur wütenden Amazon-Bewertung: Auf welche Spuren achten Recruiter? 

Fakt ist, das Internet vergisst nichts. Wer sich also hier bewegt, sollte stets bedenken, dass jeder verfasste Beitrag später einmal der erste Eindruck eines Arbeitgeber sein kann. Wer kollaborativ, hilfsbereit und neugierig wirkt und sein Wissen gerne teilt, ist sicherlich im Vorteil. Ein Bewerber sollte sich jedoch um ein professionelles Auftreten bemühen.

t3n.de: Hast du da konkrete Tipps? 

Man sollte vor allem vorsichtig mit Äußerungen über seinen (ehemaligen) Arbeitgeber sein – es könnte unangenehm werden, wenn die Firma, bei der man sich bewerben möchte, darüber stolpert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass alle Äußerungen online auch von zukünftigen Arbeitgebern gelesen werden.

t3n.de: Machen sich Recruiter denn selbst auf die Suche nach neuen Mitarbeitern? 

Für wichtige Positionen gehen die unternehmenseigenen HR-Mitarbeiter mitunter auf die Jagd nach den besten Kandidaten – und klopfen öfters bei anderen großen Tech-Unternehmen an.

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2 Kommentare
Berni
Berni

Letzte Seite: Frontend-Entwickler sollten C beherrschen. Hab ich was wichtiges verpasst?

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Melanie Dahrendorf
Melanie Dahrendorf

Hi Berni, danke für deinen Hinweis – du hast nichts verpasst. CSS- und HTML-Programmiersprachen sollte das heißen. Ich hab das mal ausgebessert. :)

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