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„Mia, Finn und der kleine Roboter Ki“: Kinderbuch erklärt die Grenzen der KI

„Mia, Finn und der kleine Roboter Ki“ soll Kinder mit dem Thema künstliche Intelligenz vertraut machen. Wir haben das Buch gelesen und verraten, warum auch Erwachsene einen Blick riskieren sollten.

2 Min. Lesezeit
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Mia und der Roboter Ki haben unterschiedliche Vorstellungen von Pizza. (Illustration: Manfred Calderon)

Künstliche Intelligenz spielt eine zunehmende Rolle in unserem Alltag. Mit „Mia, Finn und der kleine Roboter Ki“ erscheint jetzt ein Buch, mit dem das Thema auch Kindern ab sieben Jahren nähergebracht werden soll. Dabei setzte das Team aus insgesamt vier Autor:innen und einem Illustrator auch die OpenAI-KI GPT-3 ein. Laut Verlag ist es damit „das erste deutschsprachige Kinderbuch, das eine künstliche Intelligenz geschrieben hat“. Darüber ließe sich allerdings streiten.

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Tatsächlich wurde GPT-3 nach Angaben der Autor:innen vor allem als Inspirationsquelle für die Antworten des Roboters Ki genutzt. Wenn der im Buch eine Pizza belegen soll, kommt die eher ungewöhnliche Zutatenliste von der KI. Und auch eine von ihm geschriebene Geburtstagskarte hat eigentlich das KI-Modell von OpenAI verfasst.

„Mia, Finn und der kleine Roboter Ki“: Was Kinder erwartet

Künstliche Intelligenz wird in dem Buch zwar in Form des Roboters Ki personifiziert, die Autor:innen haben dankenswerterweise aber auf eine allzu starke Vermenschlichung der KI verzichtet. Stattdessen wird den jungen Leser:innen mit einem durchaus pädagogischen Anspruch erklärt, wieso KI eben nicht menschlich ist. Dabei agieren die Autor:innen aber nie technikfeindlich.

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Vorteile der KI werden durchaus genannt, aber eben auch ihre Schwächen. „Urmenschliche Qualitäten wie Intuition, Humor oder echte Freundschaft kann eine KI nicht bieten“, so Mitautorin Ana Campos. Genau das bildet am Ende auch die kindgerechte Kernthese des Buches. Mia hat zwar Spaß mit dem Roboter Ki, ein Ersatz für ihren Freund Finn ist er aber nicht.

„Mia, Finn und der kleine Roboter Ki“ beschäftigt sich auf kindgerechte Weise mit dem Thema KI. (Illustration: Manfred Calderon)

Auch die derzeit um sich greifende Angst von Lehrer:innen, dass Kinder ihre Hausaufgaben zukünftig von KI erledigen lassen, wird in dem Buch aufgegriffen. Dem pädagogischen Ansatz des Kinderbuches folgend, wird den kleinen Leser:innen anhand einer Episode erklärt, dass eine KI zwar ihre Hausaufgaben erledigen kann, sie dann aber auch nichts dabei lernen. Das mag ältere Kinder (und Erwachsene) nicht abschrecken, für die angepeilte Zielgruppe ist das Problem aber nachvollziehbar aufbereitet.

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Auch für Erwachsene lohnt sich die Lektüre

Nach der hübsch illustrierten Kindergeschichte folgt eine altersgerechte Erklärung von KI. Außerdem werden die Leser:innen angehalten, zusammen mit ihren Eltern verschiedene Experimente mit KI-Tools wie ChatGPT oder Googles Quickdraw zu unternehmen. Danach enthält das Buch aber noch zwei Texte, die sich ausschließlich an erwachsene Leser:innen richten.

Unter der Überschrift „Zusatzmaterial für Erwachsene“ findet sich ein sehr interessantes Interview mit dem Kinder- und Jugendpsychologen Allan Guggenbühl. Der stellt eine interessante These dazu auf, welche Art von Gegenbewegung sich aus einer zunehmend KI-gestützten Welt entwickeln könnte.

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Im Anschluss folgt dann noch ein kleiner Aufsatz des Robotik-Professors Robert Katzschmann. Der wiederum erläutert in einfachen Worten seine Vision für ein Zusammenleben von Mensch und Roboter.

Preise und Verfügbarkeit

„Mia, Finn und der kleine Roboter Ki“ erscheint im Kaleidoskop Verlag und ist ab dem 28. Februar 2023 im Handel verfügbar. Das Buch kostet 21,90 Euro und umfasst insgesamt 104 Seiten, von denen 36 doppelseitige Illustrationen umfassen.

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