Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Russland zwingt 13 Tech-Konzerne dazu, Niederlassungen im Land zu eröffnen

Moskau verlangt von insgesamt 13 Tech-Unternehmen, dass sie eine Niederlassung in Russland gründen. Im Fall einer Weigerung müssen die Firmen mit Sanktionen rechnen.

1 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Zentrale der russischen IT-Aufsichtsbehörde Roskomnadsor in Moskau. (Foto: klevo / Shutterstock.com)

Schon im Juli hatte Russlands Präsident Vladimir Putin ein Gesetz unterzeichnet, das ausländischen Social-Media-Diensten vorschreibt, eine Niederlassung in dem Land zu unterhalten. Das Gesetz zielt auf alle Dienste ab, die mindestens eine halbe Million Nutzer:innen in Russland haben. Bei einer Zuwiderhandlung drohen Sanktionen wie Werbeverbote oder sogar eine russlandweite Sperrung. Jetzt hat die für das Internet zuständige Behörde erstmals eine Liste von 13 Firmen veröffentlicht, die von dem neuen Gesetz betroffen sind.

Anzeige
Anzeige

Auf der Liste finden sich unter anderem Apple, Google, Twitter, Pinterest und Facebook-Mutter Meta. Ebenfalls betroffen sind die Messenger-Dienste Telegram und Discord. Auch die Videodienste Tiktok, Likee und Twitch werden aufgefordert, bis Ende 2021 eine Niederlassung in Russland zu gründen. Mit dem schwedischen Musik-Streamingdienst Spotify und dem zum japanischen Internetkonzern Rakuten gehörenden, aber in Luxemburg ansässigen Messenger Viber stehen außerdem auch zwei europäische Tech-Unternehmen auf der Liste.

Einige der Firmen auf der Liste wurden in der Vergangenheit bereits von der russischen Justiz zu Strafzahlungen verurteilt. Apple wurde im April wegen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung zu einer Geldstrafe von zwölf Millionen US-Dollar verurteilt. Google, Facebook, Twitter, Tiktok und Telegram wiederum mussten jeweils Strafzahlungen leisten, weil sie als illegal eingestufte Inhalte nicht von ihren jeweiligen Plattformen gelöscht hatten.

Anzeige
Anzeige

Russland stärkt einheimischer Techbranche den Rücken

Die russische Führung hat im vergangenen Jahr mehrere Maßnahmen ergriffen, um die einheimische Internetbranche zu fördern. So plant das Land beispielsweise höhere Steuern für ausländische Digitaldienste. Seit dem 1. April müssen in Russland verkaufte Smartphones, Tablets, Computer und Smart-TVs außerdem mit einer Reihe einheimischer Apps ausgeliefert werden. Darunter mehrere Anwendungen der russischen Google-Alternative Yandex sowie die Apps des Mail-Anbieters mail.ru und des sozialen Netzwerks Vkontakte.

Anzeige
Anzeige
Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige