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Sam Bankman-Fried: Rund 700 Millionen Dollar des FTX-Gründers beschlagnahmt

Die US-Justiz hat Vermögenswerte im Wert von rund 700 Millionen US-Dollar beim Gründer der gescheiterten Kryptobörse FTX gesichert. Ein Hauptteil davon besteht aus Robinhood-Aktien.

2 Min. Lesezeit
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Der Ex-FTX-CEO Sam Bankman-Fried Anfang Januar vor einer Gerichtsanhörung. (Foto: Picture Alliance/Associated Press | Craig Ruttle)

FTX-Gründer Sam Bankman-Fried sitzt im Hausarrest und wartet auf seinen Prozess, der für Oktober angesetzt ist. Jetzt muss er dabei zusehen, wie Gelder, die er eigentlich für seine Verteidigung im drohenden Strafprozess einsetzen wollte, beschlagnahmt werden.

Bundesstaatsanwälte haben im Januar Vermögenswerte des FTX-Gründers gesichert. Wie Gerichtsakten zeigen, besteht der Großteil von Bankman-Frieds rund 700 Millionen Dollar schwerem Vermögen aus Aktien des Neobrokers Robinhood im Wert von rund 525 Millionen Dollar.

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Das US-Justizministerium hatte die Beschlagnahmung der Robinhood-Aktien Anfang des Monats bekannt gegeben und am Freitag eine vollständigere Liste der sichergestellten Vermögenswerte vorgelegt. Neben den Aktien wurde auch Bargeld bei verschiedenen Banken sowie Vermögenswerte, die bei der Kryptobörse Binance hinterlegt waren, einkassiert.

Anspruch auf die Aktien

Um die Robinhood-Aktien hatte es bereits Streit zwischen Bankman-Fried, FTX und dem bankrotten Kryptokreditgeber Blockfi gegeben. Alle drei haben Anspruch auf die Aktien angemeldet. Bankman-Fried wollte damit seine Strafverteidigung finanzieren. Blockfi sah sich als eigentlichen Eigentümer der Aktien, weil diese Bedingungen eines Darlehens an FTX gewesen sein sollen. Und FTX-Verwalter John Ray III wollte die Aktien für den Insolvenztopf sichern, damit die Gläubiger davon profitieren können. Anwälte haben bereits fünf Milliarden Dollar an Vermögenswerten in Form von Bargeld, Kryptowährungen und Wertpapieren bei FTX gesichert.

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Gründer Sam Bankman-Fried werden unter anderem Betrug und Geldwäsche vorgeworfen, er hat auf „nicht schuldig“ plädiert. Der FTX-Gründer soll Milliarden Dollar von Kunden gestohlen haben, um die Schulden seines Hedgefonds Alameda Research zu begleichen, der eng mit der Kryptobörse verbunden war. Er wurde im Dezember auf den Bahamas festgenommen und an die USA ausgeliefert.

Genesis einer der Hauptgläubiger

FTX musste am 11. November Insolvenz anmelden und stürzte damit den gesamten Kryptosektor in arge Turbulenzen. Wie nun bekannt wurde, ist Genesis Global Capital, das in diesem turbulenten Markt erst kürzlich selbst Insolvenz anmelden musste, einer der Hauptgläubiger von FTX. Mit Forderungen von 226,3 Millionen Dollar führt das Kryptounternehmen laut Medienberichten die Top-50-Liste der Gläubiger von FTX an. Im Fall der Genesis-Capital-Insolvenz soll es heute (23. Januar) eine erste Anhörung geben.

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Für FTX selbst könnte es derweil ein Revival geben. FTX-Interims-CEO John J. Ray III sagte dem Wall Street Journal, dass eine Wiedereröffnung der insolventen Kryptobörse nicht ausgeschlossen ist. Kunden könnten eventuell stärker von einer Wiedereröffnung profitieren als von der Liquidierung der Vermögenswerte und dem Verkauf der Plattform. „Wenn es dafür einen Weg gibt, dann werden wir ihn nicht nur erkunden, sondern auch gehen“, sagte Ray.

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