Virtual Reality zeigt die unsichtbaren Schadstoffe von Autos – und das Ergebnis ist beunruhigend

Virtual Reality soll helfen Schadstoffe zu vermeiden. (Foto: Deemerwha studio / Shutterstock)
Sogenannte nicht-abgasbedingte Emissionen von Autos zum Beispiel von Reifen- und Bremsabrieb stellen eine Bedrohung für Menschen dar. Sie können Atemwegserkrankungen auslösen und zu chronischen Krankheiten beitragen.
Diese Partikel sind allerdings so klein, dass sie unsichtbar sind. Forscher der University of Birmingham haben sich nun dem Problem angenommen und eine Methode entwickelt, um diese Partikel sichtbar zu machen.
Dabei kommt Virtual Reality (VR) zum Einsatz, welches der Öffentlichkeit, Stadtplanern und politischen Entscheidungsträgern dabei helfen soll, einfache und zugängliche Informationen zu diesen Emissionen zu geben.
So werden die schädlichen Partikel visualisiert
Die Forscher nutzen detaillierte Computational Fluid Dynamics (CFD) Modelle, mit denen sie die Freisetzung und Verteilung von Schadstoffen simulieren können. Diese werden dann in eine VR-Welt übertragen, um den Menschen zu zeigen, wo sich diese Partikel hauptsächlich befinden.
Das führt zu einer immersiven Erfahrung, welche die Schadstoffe für die Nutzer greifbarer machen soll. Außerdem können sie so besser verstehen, wann und wo die Schadstoffe besonders hoch sind.
„Indem wir diese nicht-abgasbedingten Schadstoffe in einer virtuellen städtischen Umgebung sichtbar machen, konnten die Menschen die Gefahren tatsächlich mit eigenen Augen sehen und entsprechend handeln, um die Exposition zu verringern oder womöglich ganz zu vermeiden“, sagte der Hauptforscher Dr. Jason Stafford von der University of Birmingham gegenüber Phys.org.
Das kam bei der Studie heraus
Die Studie fand heraus, dass die höchste Belastung durch Partikel am Ende von Bremsvorgängen auftritt. Außerdem fanden sie hohe Emissionswerte in der Nähe von Bushaltestellen, Fußgängerüberwegen und Radwegen, die sich an Kreuzungen befinden.
Die Forscher raten deshalb, städtische Räume neu zu gestalten, damit die sogenannten „Bremszonen“ weiter von Bushaltestellen, Radwegen und Gehwegen entfernt sind. So sollen die Menschen weniger Emissionen ausgesetzt sein. Alle Ergebnisse der Studie haben sie im Journal Royal Society Open Science veröffentlicht.