15 Dinge, die Webdesigner über SEO wissen sollten
1. Klare Anweisungen
Damit Besucher nicht auf dem Schlauch stehen, solltest du wichtige Seiten wie beispielsweise Produkte prominent verlinken. Sie fallen Crawlern auf, wodurch nicht nur die Rankings, sondern auch deine Umsätz steigen.
2. Sprechende URLs
Mit sprechenden URLs sendest du klare Signale an Nutzer und Crawler. Sie vermuten hinter einer URL wie „www.deineseite.de/wordpress-theme-entwickeln/“ eine Seite mit entsprechendem Inhalt. Besteht die URL aus willkürlich anmutenden Zahlen und Zeichen (Zum Beispiel „www.deineseite.de/147898/“), verschenkst du diese Chance. Das Gleiche gilt im Übrigen beim Einsatz von Breadcrumbs.
3. Die Schnelligkeit macht SEO
Das kennt wahrscheinlich jeder: Lange Ladezeiten sind lästig und steigern die Absprungrate der Besucher. Und genau das merkt Google. Also: Halt die für den Aufruf einer Webseite notwendigen Dateien so klein wie möglich und minimiere dadurch die Ladezeiten deiner Besucher.
4. JavaScript-Verwendung
Der Einsatz von JavaScript ist keine Seltenheit. Crawler stellt die Skriptsprache aber noch immer vor Herausforderungen. Verzichte darauf, wenn möglich – vor allem beim Styling der Navigation. Stell außerdem sicher, dass du Google und anderen Suchmaschinen das Crawling der CSS-Dateien nicht per robots.txt verbietest.
5. Responsives Design
Eine Website, die nicht responsive ist, hat verloren. Nicht nur, weil ein Drittel der Zielgruppe nicht angesprochen wird, sondern auch, weil Google sie als „nicht mobilfreundlich“ abstempelt. Details hierzu liefert das SEO-Tool Sistrix auf seiner Website.
6. Minimaler Code
Der Code ist das Herzstück einer Website. Konzentrier dich bei Aufbau und Struktur an den Notwendigkeiten. Überladener Code ist für Crawler schwerer lesbar und kann im schlimmsten Fall auch den Benutzer überfordern – mal ganz davon abgesehen, dass eine sauber umgesetzte Website erfahrene Kollegen von deinen Fähigkeiten überzeugt.
7. Flash-Verwendung
Dass Mobilgeräte zu großen Teilen kein Flash unterstützen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Tu dir selbst den Gefallen und verzichte darauf, wir haben das Jahr 2016. Selbst Adobe spricht sich mittlerweile gegen Flash aus. Das ist ein deutliches Zeichen.
Die ist nicht nur für den Benutzer notwendig, sondern auch für Suchmaschinen. Eine strukturierte Navigation bedeutet: sauber und ordentlich verknüpfte Links – und wenn möglich keine schicken JavaScript-Effekte. Dass Google die versteht, ist nicht gewährleistet.
9. CSS-Image-Sprites
Die Verwendung von Image-Sprites reduziert deine Ladezeiten. Dabei werden viele einzelne Bilder zu einem großen Bild zusammengefügt.
10. Passt sich jedem Endgerät an
Inzwischen variiert nicht nur der Desktop in der Größe, auch Smartphones, Tablets und Smartwatches gibt es in allen Ausführungen – deine Website muss sich also immer anpassen.
Das hat keine direkten Auswirkungen auf das Ranking, aber inzwischen sucht Google nach „Mobile-friendly“-Websites und markiert das entsprechend in den Suchergebnissen. Hier erfährst du mehr über das Thema.
11. Paginierte Artikel oder Seiten
Durch die Prev- und Next Funktion machst du Google deutlich, dass eine Reihe von paginierten Unterseiten zusammengehören und erleichterst Google die Entscheidung, welche der Unterseiten ausgeliefert werden sollen. Auf diesem Blog findest du noch weitere Tipps zu dieser Funktion – und zur Implementierung.
12. Bild-Optimierung
Wie weiter oben schon angesprochen, können Bilder aufgrund ihrer Größe lange Ladezeiten verursachen. Bilder sollten idealerweise auch immer einen auf das Keyword optimierten Title, ein ALT-Tag und einen entsprechenden Dateinamen haben.
13. Titel und Beschreibung optimieren
Gerade bei Artikeln ist die SEO-Optimierung ein wichtiges Thema. Dein Keyword sollte richtig gewählt sein und zu deinem Titel oder deiner Beschreibung passen. Verwende als Ankertext bei internen Links immer das richtige Keyword – anstatt ein plumpes „hier“.
Einen ausführlichen Artikel über die Gestaltung für das Google-Layout und weitere SEO-Tipps findest du hier. Und dank einiger Tools kannst du dir schon im Voraus ein Bild von deinem Artikel bei Google machen.
14. Meta-Tags
Damit Ergebnisseiten deiner internen Suche nicht indexiert werden, solltest du sie auf „noindex“ setzen.
15. Release-Check
Um vor dem Release grobe Fehler zu vermeiden, kann ein SEO-Check sehr hilfreich sein. Es gibt verschiedene Tools dafür: ScreamingFrog – kostenlos bei unter 500 Dateien – oder Onepage.org – kostenlos bis zu maximal 100 Unterseiten.
Und welche SEO-Tipps habt ihr noch für Webdesigner?
Ebenfalls interessant: Wichtig für den Design-Prozess: 5 Tools, mit denen du Moodboards erstellen kannst
Ich finde den Titel etwas unpassend. Richtig wäre „Was Webdesigner über ihren Job wissen sollten“.
Schließlich sind das alles Selbstverständlichkeiten und kein spezielles SEO-Know-how.
Ich stimme meinem Vorredner zu, das sind größtenteils Basics, die ein Webdesigner selbstverständlich kennen sollte. Was ich unter Punkt 13 in diesem Zusammenhang vermisse, ist ein Hinweis auf die geeignete Länge von Seitentiteln und ein ordentliches Gerüst von Über- und Unterschriften.
Beim SEO-Check mit kostenlosen Seiten habe ich zum Teil auch schon negative Erfahrungen gemacht. Unter anderem finde ich es schlecht, dass viele dieser Tools eine Webseite abstufen, wenn sie nicht mit Facebook oder Twitter verknüpft ist. Das sollte doch keinen derartigen Einfluss auf das Ranking haben, oder?
Da gebe ich dem Kollegen „Kompaktdesign“ vorbehaltlos recht! Das sind keine besonderen Krnntnisse im SEO Bereich, sondern das sollte jeder einigermaßen ordentliche Webdesigner grundsätzlich beherrschen.
Inhaltlich schwach und oberflächlich, schlecht strukturiert, und z.T. falsch, in meinen Augen weit unter dem Niveau der T3n. Bitte von der Seite nehmen oder nachbessern!
1. klare Anweisung
Was heißt prominent verlinken?
Etwa auf der Startseite verlinken? Wenn ich auch nur 100 wichtige Artikel im Shop habe kann ich die nicht auf der Startseite verlinken.
2. Ok, aber bitte die URL und Breadcrumbs nicht zusammenschmeißen, das sind ganz unterschiedliche Elemente.
3. Guter une wichtiger Punkt, leider inhaltlich alles andere als vollständig.
Eine Optimierung der Ladezeit geht einher mit einer Reduzierung der 1. Anzahl der zu ladenden Dateien und mit einer Reduzierung der 2. Größe der zu ladenden Zeiten.
Hier wäre eine Erläuterung von Strategien von HTML, JS und CSS Zusammenführung und Minifizierung, Spriting usw. sinvoll.
Genauso wie Techniken zur Messung der Ladezeiten.
4. Man stylt keine Navigation mit JavaScript, das übernimmt CSS, stattdessen wären Hinweise, wie man eine animierte Menüführung SEO-technisch gut aufbereitet hier sinnvoll gewesen.
5. Eine nicht responsive gebaute Webseite hat verloren finde ich ist eine gewagte (und hier unbewiesene) Behauptung.
Richtig ist, dass responsive Webseiten von Google bevorzugt werden, insbesondere werden auf mobilen Geräten gesuchte Begriffe bevorzugt auf mobil-optimierte Webseiten weitergeleitet (Hab ich leider gerade kein Beispiel parat.).
Und die Implizierung, dass 1/3 der Besucher mit mobilen Geräten kommen ist eine sehr grobe Generalisierung.
6. Überladener Code ist für Crawler schwerer lesbar ist einfach nur falsch!
Richtig ist, dass syntaktisch falscher Code für Crwaler aufwendiger und schlechter zu analysieren ist und das eine semantisch falsche Implementierung dazu führt, dass die Inhalte falsch bewertet werden.
Der Crawler ist kein Mensch sondern ein Programm, er analysiert den Code unabhängig davon ob er kompliziert und die Datei groß ist, oder nicht.
Allerdings könne Fehler in Syntax und Semantik das Ergebnis negativ beeinflussen.
7. Drei Worte: „Flash ist tot“ mehr Aussagen braucht man darüber nicht zu verlieren.
Hier wäre aber der Hinweis nützlich, dass sich viele der früheren Anwendungen durch Implementierungen der HTML5 Spezifikation ersetzen lassen.
8. Hatten wir schon in Punkt 1. Übrigens versteht der Google Crawler sehr wohl JavaScript, wie Google bereits 2014 verkündete: https://googlewebmastercentral.blogspot.de/2014/05/understanding-web-pages-better.html
Btw, was sind sauber und ordentlich verknüpfte Links?
9. Hatten wir schon in Punkt 3. Auch hier wieder keine Hinweise mit welchen Werkzeugen man das macht, z.B. mit COMPASS.
10. Ist inhaltlich identisch zu 5.
11. Ok
12. Naja, Dateigröße und Keyword-Optimierung in einen Punkt zu verpacken finde ich unpassend.
13. Bitte besser beschreiben, dass es sich hier um die Meta Tags Title und Descriptions handelt. Das erschließt sich dem weniger teschnikaffinen Leser sicher nicht.
14. Abgesehen davon, dass hier eine ganze Reihe anderer Meta Informationen schlicht unterschlagen werden, wäre ein Hinweis auf das Meta Tag „ROBOTS“ handelt sicher interessant.
Unterschlagen wurde hier die Verknüpfung mit INDEX/NOINDEX.
15. Naja, lassen wir mal so stehen.
Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass die „13 Dinge“ eigentlich 15 sind? :-)
Leider fehlen in meinen Augen wichtige Informationen, wie:
* Aufbau ordentlicher META Tags
* Verwendung von Rich Snippets (https://developers.google.com/structured-data/)
* Aufbau einer ordentlichen Seitenstruktur
* Strategien für Linkbuilding
usw.
Sorry, aber der Artikel ist durchgefallen!
Keine neuen Erkenntnisse. Nur Basics.
SEO bleibt einfach fleißarbeit.
Super Übersicht! Für Einsteiger und Interessierte toll und leicht verständlich geschrieben.
Als Ergänzung um bei Mehrsprachigen Projekten nicht in die Duplicate Content Falle zu tappen, sei mal das hreflang Link-Attribut genannt.
Aus der Google Webmaster-Hilfe:
„Viele Websites wenden sich an Nutzer auf der ganzen Welt. Aus diesem Grund werden die Inhalte für bestimmte Regionen übersetzt oder angepasst. Google verwendet die Anmerkungen rel=“alternate“ hreflang=“x“ , um Nutzern die korrekte Sprache oder regionale URL anzubieten.“
Eine wirklich gute, umfassende Anleitung bietet der Sistrix hreflang-Guide!
In Tipp Nr. 13 im ersten Absatz schreibt ihr ganz zurecht, man solle kein plumpes „hier“ als Verlinkung wählen. Im zweiten Abschnitt macht ihr genau das selber. Lern-Erfolgs-Kontrolle? Oder doch nicht so ernst nehmen? ;)
Danke für den Hinweis! Der Link sollte anders gesetzt sein – jetzt passt es. Grüße aus Hannover!
Hat denn jmd. zum Thema „Bild-Optimierung“ aktuelle Erfahrung wie groß der tatsächliche Einfluss von Keywords in Dateinamen noch ist?
Hallo Andreas,
meine Erfahrung aus einem Kundenprojekt ist, dass es bei der Google-Bildersuche tatsächlich einen Unterschied macht. Hier hatten wir uns die Arbeit gemacht und einen ganzen Batzen Bilder sinnvoll benannt. Nach einiger Zeit haben wir eine Zunahme des Traffics konkret über diese Bilder festgestellt. Ich denke man sollte es nicht überschätzen, aber wenn man die Ressourcen dazu hat, wirkt es sich eher positiv aus.
Der Dateiname wird mit Sicherheit ein Teil im Puzzle sein, aber eben nur ein Teil.
Ich halte die Title- und Alt-Tags, sowie die Texte in der Nähe für wichtiger. Angeblich wertet Google inzwischen auch die Exif-Daten aus.
Auch bin ich der Meinung, dass große Bilder grundsätzlich bessere Chancen haben als kleine Bilder, dass korrekte width- und height-Angaben einen Einfluss haben und dass Komprimierung vorteilhaft ist.
„Eine Website, die nicht responsive ist, hat verloren. Nicht nur, weil ein Drittel der Zielgruppe nicht angesprochen wird“
Die Website, an der ich arbeite (warte, erweitere, etc.) ist nicht responsive und jetzt wird’s spannend: Dadurch gehen (soweit bekannt) 0% der Zielgruppe verloren. Denn bei der Zielgruppe handelt es sich ausschließlich um PC-Anwender; noch dazu ist es aufgrund der Natur der Website weitestgehend sinnfrei sie von mobilen Geräten aus anzusurfen.
Ergo: Es kommt auf die Zielgruppe an. Und wenn die Zielgruppe „alle“ sind, dann ist das keine Zielgruppe im eignetlichen Sinne mehr.
Ein Webdesigner resp. Webentwickler dürfte sich definitiv auch ein gutes Stück besser mit der Materie auskennen, als ein SEO. Mal allgemein gesprochen. Ist schließlich historisch so gewachsen.