Anzeige
Anzeige
News

Experten zeigen: Social Engineering funktioniert auch bei KI-Chatbots

Seit KI-Chatbots wie ChatGPT massiv an Popularität gewonnen haben, versuchen findige Hacker:innen, sie dazu zu bringen, ihre Regeln zu brechen. Ein groß angelegter Test auf der Defcon zeigt jetzt, dass das in vielen Fällen funktioniert.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

KI-Chatbots sind anfällig für Manipulationsversuche per Social Engineering. (Foto: Picture Alliance/Nurphoto | Jaap Arriens)

In den vergangenen Monaten ist es immer wieder gelungen, KI-Chatbots wie OpenAIs ChatGPT dazu zu bringen, die von ihren Entwickler:innen gesetzten Grenzen zu verletzen. Zu den großen Gefahren gehören die Verbreitung von Hatespeech und Fake News.

Anzeige
Anzeige

KI-Chatbots: Leicht zu manipulieren?

Aus Sorge vor Missbrauch hatte OpenAI zuletzt etwa seine mächtige neue Sprach-KI zurückgehalten. Jetzt zeigt eine Studie, wie leicht es zum Teil ist, KI-Chatbots zu manipulieren – und welche Taktiken dabei wirksam sind.

Grundlage der am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse ist ein auf der Hacking-Konferenz Defcon durchgeführter Test mit über 2.000 Teilnehmer:innen. In 21 Challenges nahmen die Hacker:innen die Sicherheit von acht verschiedenen KI-Modellen ins Visier, wie Axios schreibt.

Anzeige
Anzeige

15,5 Prozent der Hacking-Versuche erfolgreich

Bei insgesamt rund 2.700 mit den KI-Chatbots geführten Konversationen konnten diese in 15,5 Prozent der Fälle manipuliert oder dazu gebracht werden, sensible Informationen zu verraten. Am erfolgreichsten waren dabei jene Prompts, bei denen die Chatbots aufgefordert wurden, einem bestimmten Skript zu folgen oder spielerisch eine Idee mitzuentwickeln.

Als Beispiel wurde die Aufforderung genannt, dass der KI-Chatbot sich wie ein:e politische Korrespondent:in verhalten solle, der:die versucht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Auch Versuche, die KI zu überlisten, indem diese ihre Gedankengänge zu bestimmten Antworten darlegen soll, endeten oft in der Preisgabe von sensiblen Informationen oder Fake News.

Anzeige
Anzeige

KI anfällig für Social-Engineering-Taktiken

Das Problem ist, dass die KI-Chatbots so entwickelt sind, dass sie sich in den Gesprächen mit Nutzer:innen zugänglich und sozial verhalten sollen. Das macht sie anfällig für sogenannte Social-Engineering-Taktiken. Um diese ineffektiver zu machen, müssten die KI-Chatbots die Absichten der Fragesteller:innen verstehen können – und entsprechend darauf reagieren.

Den Studienergebnissen zufolge wäre das aber nur möglich, wenn von einzelnen Nutzer:innen wiederholt als bösartig erkannte Anfragen kämen. Denn warum sollte man den KI-Chatbot nicht darum bitten dürfen, dass er eine bestimmte Rolle einnimmt, wenn er einen Prompt beantwortet?

Anzeige
Anzeige

Aufforderung, die Regeln zu brechen

Immerhin: Keine der 580 Anfragen, bei denen der KI-Chatbot aufgefordert wurde, zuvor aufgestellte Regeln zu ignorieren, hat funktioniert. Die Herausforderung, KI-Chatbots gegen böswillige Akteur:innen abzusichern, bleibt aber bestehen – und ein schwieriges Unterfangen.

Sora: Das sind die besten Clips von OpenAIs Video-KI Quelle:

Dass etwa OpenAI es jetzt möglich macht, ChatGPT ohne Registrierung und Account zu nutzen, macht die Sache sicher nicht leichter.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige