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Soft Skills in der Arbeit: Was ist das – und wie kann ich sie trainieren?

„Flexibel, kreativ, belastbar“: Gerade in Bewerbungsverfahren geht es nicht nur darum, welches Fachwissen jemand mitbringt, sondern auch um Soft Skills. Warum das so ist und was hinter dem Buzzword steckt, liest du hier.

3 Min. Lesezeit
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Das beste Fachwissen nützt nichts, wenn die Weitergabe nicht funktioniert: Dafür sind Soft-Skills gefragt. (Foto: Ground Picture/ Shutterstock)

Wer enormes Fachwissen hat, aber nicht in der Lage ist, es weiterzugeben, sieht damit irgendwann alt aus. Da ist es nicht verwunderlich, dass Slack-Gründer Stewart Butterfield Kommunikation als „den Major Skill überhaupt“ bezeichnet und sie in einer Linkedin-Auflistung der begehrtesten Jobskills 2024 direkt hinter Projektmanagement auf Platz 2 landet.

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Kommunikation zählt – wie Teamwork, analytische Fähigkeiten, Management-Skills, Führungskompetenzen und Anpassungsfähigkeit, die es ebenfalls ins Linkedin-Ranking geschafft haben – zu den sogenannten Soft Skills.

Die lassen sich kaum an einem Abschlusszeugnis oder der Teilnahmebestätigung eines Seminars ablesen, können für Unternehmen aber ein enormer Gewinn sein.

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Wozu Soft Skills?

Mehrere Analysen zeigen: Firmen, die Wert auf die Soft Skills ihrer Beschäftigten legen, können davon ordentlich profitieren.

Laut einer australischen Studie aus dem Jahr 2019 kann eine Verbesserung der Soft Skills am Arbeitsplatz Umsatzsteigerungen von bis zu 90.000 Dollar bewirken, die Produktivität um bis zu zwölf Prozent erhöhen und einen positiven Effekt auf die Mitarbeiterbindung haben.

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Eine Untersuchung der Universität Michigan ergab schon 2017, dass Soft-Skill-Schulungen zu Kommunikation und Problemlösung den untersuchten Unternehmen einen Return of Investment von 250 Prozent einbrachten, indem sie die Produktivität und die Mitarbeiterbindung um zwölf Prozent anhoben.

Mit der zunehmenden Automatisierung in der Arbeitswelt steigt die Bedeutung von Soft Skills weiter an. Der Wirtschaftsprüfer Deloitte ging vor einigen Jahren davon aus, dass die Zahl der Jobs, die eng mit Soft Skills verbunden sind, 2,5 Mal so schnell wachsen werde wie die Zahl der Arbeitsplätze in anderen Bereichen. Und das Beratungsunternehmen McKinsey schätzte, dass der Teil der Arbeitszeit, in dem emotionale und soziale Kompetenzen gefragt sind, bis 2030 rund 24 Prozent mehr werde würde.

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Welche Soft Skills sind für die Arbeit wichtig?

Je nach Definition gibt es drei, maximal vier Arten von Soft Skills: Zu den methodischen Soft Skills zählen beispielsweise Präsentationstechniken oder Zeit- und Selbstmanagement, zu den sozialen Empathie oder Aufgeschlossenheit, als personale Skills gelten beispielsweise Flexibilität und Zielstrebigkeit. Teilweise werden kommunikative Fähigkeiten, die eng mit den genannten Skills verbunden sind, als eigene Kategorie gewertet.

Dass es das ultimative Set an Soft Skills für den Beruf nicht gibt, sondern sich die Anforderungen immer wieder ändern, wird anhand einer Langzeit-Studie der Bertelsmann-Stiftung deutlich. Während 2021 Verhandlungsgeschick und Präsentationsfähigkeiten weniger gefragt waren als noch 2018, nahm die Bedeutung von Frustrationstoleranz und das Einfühlungsvermögen mit den Jahren deutlich zu.

Forschende der Universidade Aberta in Portugal haben 2021 allerdings sechs übergeordnete Soft Skills für das Arbeitsumfeld identifiziert: Resilienz, Empathie, Durchsetzungsvermögen, Zielorientierung, Teamfähigkeit und soziale Unterstützung.

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Wie kann man Soft Skills trainieren?

Auch wenn sich die Prioritäten, welche Soft Skills nun besonders wichtig sind, immer wieder verschieben: Die oben genannten Untersuchungen zeigen, dass sich ein Investment in Soft Skills für Unternehmen lohnen kann. Dabei sind die geförderten Fähigkeiten nicht auf eine Rolle oder ein Arbeitsfeld festgelegt, sondern langfristig und nachhaltig in den unterschiedlichsten Kontexten anwendbar.

Wer die eigenen Soft Skills oder die seiner Belegschaft also fördern will, kann das zum einen wie bei Hard Skills mithilfe von Schulungen oder Fortbildungen.

Die Spielarten dafür sind ganz unterschiedlich. Bei einer Befragung des US-Publishers Wiley konnten beispielsweise persönliche Schulungen zur Entwicklung von Soft Skills in der persönlichen Wahrnehmung der Befragten besonders punkten, es wurden aber auch hybride Schulungen sowie synchrone digitale Angebote mit Moderation und digitale Angebote zum asynchronen Lernen in Eigeninitiative wahrgenommen.

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Um die vorhandenen Soft Skills zu analysieren, Schwachpunkte zu identifizieren und daran zu arbeiten, bieten sich zudem individuelle Coachings an.

Und wer das ganze Team mitnehmen will, kann das zum Beispiel bei Kreativitätstrainings oder spielerisch – wie wäre es denn mal mit einer Runde Pandemic oder Dungeons & Dragons?

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