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Sony dreht Handheld-Konsole Vita den Hahn ab

An der Playstation für die Hosentasche scheiden sich die Geister. Sony hat nun die letzten Spiele für das ungeliebte Kind herausgebracht. Die Deadline für Spiele-Entwickler zeigt deutlich in Richtung Ende.

2 Min. Lesezeit
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Die Titelauswahl der PS Vita stand im Ruf, sehr „nischig“ zu sein. Japanische Spiele waren stark in der Überzahl. (Foto: Taner Muhlis Karaguzel/Shutterstock)

Eigentlich wollte Sony sich schon viel früher von der tragbaren Playstation verabschieden, doch der Aufschrei der Gemeinde war groß. Doch ganz lässt sich der Konzern von seinen Plänen nicht abhalten. Mit dem Ende der PSP und der Vita hat Sony seit langem keine tragbare Konsole mehr im Angebot. Das ist Absicht: Der Konzern möchte sich auf die Umsatzbringer Playstation 4 und 5 konzentrieren. Daher lief auch am 20. Juli 2021 der Termin aus, an dem Entwickler noch neue Spiele für die Vita einreichen dürfen. Passend dazu veröffentlichte Sony heute die zwei Titel „Russian Subway Dogs“ und „Ultra Mission“. Es werden die letzten sein.

Shops erst geschlossen, dann wieder geöffnet

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Ursprünglich hatte der Hersteller angekündigt, zum 2. Juli die Digitalstores der Playstation 3, der PSP und der Vita zu schließen. Der Aufschrei der Szene ließ ihn jedoch zurückrudern. Sony-Chef Jim Ryan entschuldigte sich in einem Blogbeitrag und nahm die Entscheidung zurück. Das gilt zumindest für die Shops für die dritte Version der Heimkonsole und der Vita, der PSP-Pendant ging hingegen termingemäß offline.

Ressourcen sollen neu verteilt werden

Der Hintergrund dabei liegt darin, dass Sony mehr Ressourcen auf die aktuellen Konsolen und die „nächste Generation von Virtual Reality“ verlegt. Das Ende der PS Vita realisiert der Elektronikkonzern nun Stück für Stück. Als Erstes gab er im März 2019 bekannt, das Produkt einzustellen und keinen Nachfolger zu bauen. 2015 stellte der Konsolen-Marktführer die Eigenentwicklung von Spielen für den PSP-Nachfolger ein. Ab 2018 gab es keine Spiele auf Datenträgern mehr. Später strich das Unternehmen die Social-Media-Apps von Twitch, Youtube, Facebook, Twitter und Skype. Nach dem misslungenen Schlussstrich unter die Ära des Vita-Shops beendete Sony den eingebauten Messaging-Service. Nutzer konnten darüber Nachrichten miteinander austauschen. Jetzt schneidet der Hersteller den Nachschub an neuen Games ab. Das endgültige Ende des Online-Stores ist ebenfalls nur aufgeschoben, es kommt mit Sicherheit.

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Bittere Geschichte hat ihr Ende

Die Playstation Vita kam in Europa am 22. Februar 2012 auf den Markt. Von Anfang an verkaufte sie sich schlecht: Sony schaffte im ersten Jahr nicht einmal die Hälfte der anvisierten Verkaufszahl von zehn Millionen Stück. So hieß es auch später, die Aussicht für einen Nachfolger sei gering, weil die Plattform nie wirklich erfolgreich gewesen sei. Sie schaffte nur einen Bruchteil der Verkäufe, die ihr Vorgänger oder die Konkurrenzprodukte von Nintendo erreichten. Sony Präsident Shawn Layden gab 2017 zu, die Konsole sitze in einem Teufelskreis. Dadurch, dass die Vita zu wenig Leute erreichte, stand die Entwickler-Community nicht hinter ihr. Ohne publikumswirksame Titel konnte sich das jedoch nicht ändern. „Das ist ein schneller, negativer Spiral-Effekt“, Layden wörtlich.

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