Anzeige
Anzeige
News

Japanisches Weltraum-Startup will Raketentreibstoff aus Kuhmist herstellen

Mit Kuhmist ins All: Ein japanisches Startup hat erfolgreich einen Raketenantrieb getestet, der allein mit Biogas aus der Landwirtschaft betrieben wird. Der Kuhdung-Sprit ist billig und soll gut fürs Klima sein.

Von Christian Weindl
2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

Ein japanisches Startup setzt bei der Herstellung von Raketentreibstoff auf einen ungewöhnlichen Rohstoff: Kuhmist. (Foto: Clara Bastian/Shutterstock)

Wie Business Insider berichtet, hat das japanische Startup Air Water einen entscheidenden Durchbruch bei der Herstellung von Raketentreibstoff aus landwirtschaftlichen Abfällen erreicht. Das Unternehmen ließ aus einem Antriebsprototyp für zehn Sekunden eine blau-orangene Stichflamme von beachtlichen 15 Metern Länge schießen.

Anzeige
Anzeige

Air Water: Biogasraketentreibstoff von lokalen Milchbauern

Damit dürfte der Weg frei sein, den Biogastreibstoff weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Um an den für das Vorhaben entscheidenden Rohstoff zu kommen, arbeitet Air Water laut eigener Aussage eng mit lokalen Milchbetrieben zusammen. Die haben nämlich ohnehin das Problem, dass Kühe täglich reichlich Abfälle produzieren, die irgendwie entsorgt werden müssen.

Bisher haben die Landwirte den Kot der Tiere hauptsächlich zu Dünger, Einstreu und eben Biogas verarbeitet. Für letzteres gibt es durch Air Water jetzt einen dankbaren Abnehmer. Weil es sich bei dem Kuhmist bisher um ein reines Abfallprodukt handelt, ist der Rohstoff noch äußerst günstig zu haben.

Anzeige
Anzeige

Kuhmist-Treibstoff: Billig und gute Qualität – aber auch nachhaltig?

Air-Water-CEO Takahiro Inagawa betont deshalb besonders die niedrigen Kosten bei der Herstellung des besonderen Raketentreibstoffs. Allerdings sei das Produkt nicht nur billig, sondern auch nachhaltig und verfüge darüber hinaus über eine hohe Reinheit und ausgezeichnete Leistung.

Inagawa will mit seinem Unternehmen zwar vorerst hauptsächlich den japanischen Weltraumambitionen dienen, den Treibstoff aus Kuhmist aber auf längere Sicht auch international salonfähig machen. Außerdem soll das Projekt zur Energieunabhängigkeit Japans beitragen.

Anzeige
Anzeige

Der Nutzen für die Umwelt hingegen ist schwer absehbar. Einerseits erzeugt die landwirtschaftliche Produktion jährlich 14 Prozent der weltweiten Treibhausgase, andererseits lassen sich davon nur fünf Prozent auf den Verdauungsvorgang von Wiederkäuern zurückführen und nur ein Prozent auf Abfälle von Wiederkäuern auf Weiden.

Zudem stellt sich die Frage, ob es wirklich nahhaltig ist, den Abfall einer ohnehin klimaschädlichen Industrie wie der Milchwirtschaft in Form von klimaschädlichem Raketentreibstoff in die Atmosphäre zu jagen. Zweifelt man die Notwendigkeit von beidem nicht an, ist die Verwendung der Abfälle als Treibstoff aber wohl grundsätzlich nicht die schlechteste Idee.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige