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MIT Technology Review Infografik

Statistik der Woche: Wie viel Wasser verbrauchen Privathaushalte in Deutschland?

Der Umgang mit Wasser wird mit dem voranschreitenden Klimawandel auch in Deutschland zum Thema. Unsere Infografik stellt den Verbrauch von Privatpersonen, aber auch der Wirtschaft dar.

Von René Bocksch
2 Min.
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Infos zum Thema Wasser. (Symbolgrafik: Statista)

Wasser ist in vielen Teilen der Welt ein rares Gut. Europa und insbesondere Deutschland kann sich glücklich schätzen, dass dies nicht akut der Fall ist. Dennoch könnte das mit voranschreitendem Klimawandel und Bevölkerungsdruck in Zukunft Realität werden. Deshalb sollte die Bundesrepublik jetzt schon anfangen, sparsam mit ihrem Wasser umzugehen.

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Einblick in die Wasserwirtschaft

Wie die Infografik von Statista zeigt, gestaltet sich das momentan noch schwierig. Vor allem in der Wirtschaft wächst der Wasserverbrauch jährlich an. Betriebe in Deutschland haben laut dem Statistischen Bundesamt 2022 rund 12,8 Milliarden Kubikmeter Wasser verbraucht, bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2019 waren es etwa 2,6 Milliarden Kubikmeter weniger. Der ressourcenaufwendigste Sektor ist dabei die Energieversorgung. Etwa 6,6 Milliarden Kubikmeter Wasser wurden hier 2022 verbraucht – größtenteils als Kühlmittel. Das verarbeitende Gewerbe kommt auf 5,2 Milliarden Kubikmeter, insbesondere durch die Herstellung chemischer Erzeugnisse. Die Landwirtschaft benötigte dagegen „nur“ 500 Millionen Kubikmeter.

Privathaushalte sind in den vergangenen 35 Jahren um etwa 20 Liter am Tag sparsamer geworden. Damals verbrauchte jeder Deutsche durchschnittlich 147 Liter pro Tag, 2023 liegt dieser Wert bei 123 Litern. Der Blick auf die Infografik verrät jedoch auch, dass sich seit dem Jahrtausendwechsel nur wenig getan hat. Der Haushaltsverbrauch erlebte sogar einen kurzzeitigen Anstieg während der Corona-Pandemie, weil die Bürger gezwungenermaßen mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden verbringen mussten.

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Infografik zum Thema Wasserverbrauch.

Infografik zum Thema Wasserverbrauch. (Grafik: Statista)

Wie es um natürliche Wasserreserven bestellt ist

Dass sich Deutschland nicht auf seinen eigenen Wasserreserven ausruhen kann, belegen Eurostat-Schätzungen zur Größe der langfristig verfügbaren erneuerbaren Süßwasserreserven in verschiedenen europäischen Ländern. So stehen der Bundesrepublik nur etwa 2,1 Millionen Kubikmeter Süßwasser aus erneuerbaren Quellen je 1.000 Einwohner zur Verfügung. Norwegen hingegen kann dank seiner Gletscher auf mehr als 68 Millionen Kubikmeter pro 1.000 Einwohner zurückgreifen. Auch Kroatien hat mit 30,7 Millionen Kubikmetern ausreichende Reserven. Tschechien hat von allen untersuchten Ländern auf dem europäischen Festland in einem Zeitraum von mindestens 30 Jahren durchschnittlich das geringste Aufkommen nachhaltiger Wasserreserven.

Dem Weltwasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen zufolge leidet ein Land unter Wasserknappheit, wenn seine jährlichen Wasserressourcen unter 1.700 Kubikmeter pro Einwohner liegen; in den EU-Mitgliedstaaten ist dies in Polen, Tschechien, Zypern und Malta der Fall.

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