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Knapp 300.000 Euro Strafe und Haft: Mann wegen Streaming-Betrugs verurteilt

Mit gefälschten Musik-Streams soll ein Däne Hunderttausende Euro ergattert haben. Jetzt entschied ein Gericht, dass er nicht nur eine heftige Strafe zahlen, sondern auch ins Gefängnis muss.

2 Min.
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Ein Däne muss wegen gefälschter Musik-Streams ins Gefängnis. (Foto: Shutterstock)

Über Streaming-Dienste wie Spotify und Apple Music soll ein Däne ungerechtfertigt Tantiemen für Songs erhalten haben, wie The Guardian berichtet.

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Er habe mit unlauteren Mitteln die Plays erhöht und so mehr als vier Millionen dänische Kronen als Tantiemen angehäuft. Das sind umgerechnet knapp 540.000 Euro.

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Im Zeitraum von 2014 bis 2017 war der Angeklagte so unter den Top 50 der bestverdienenden Musikkünstler:innen in Dänemark. Die Anklage betont, dass die Zahl der dafür nötigen Streams weit über das hinausgehe, was für den Angeklagten realistisch sei.

Denn der 53-Jährige hätte sogar Musik von anderen Künstler:innen gestohlen, diese modifiziert und dann erneut auf die Streaming-Plattformen hochgeladen. Deshalb wurde er zusätzlich in 37 Fällen wegen Verstößen gegen das Urheberrecht verurteilt.

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Die Strafe für den Streaming-Betrug

Der Angeklagte muss eine potenzielle Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten antreten. Drei Monate muss er zunächst im Gefängnis verbringen, die restliche Zeit ist vorerst zur Bewährung ausgesetzt.

Zudem wurde der 53-Jährige zu einer Geldstrafe von insgesamt 2,2 Millionen dänische Kronen verurteilt. Das sind knapp 300.000 Euro. 1,2 Millionen dänische Kronen sollen dabei aus dem Privatvermögen des Mannes gezahlt werden, während eine Million aus den Finanzen seines Unternehmens kommen soll.

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Warum ist das Urteil so besonders?

Maria Fredenslund, Geschäftsführerin der Danish Rights Alliance, betont: „Es ist ein historisches Urteil, das ein starkes Signal über die Schwere von Streaming-Manipulation sendet. Dieser Fall zeigt, dass der Betrug erkannt werden kann und die Rechteinhaber und Behörden das Problem sehr ernst nehmen.“

„Das ist ein Präzedenzfall und, soweit ich weiß, der erste dieser Art in Dänemark“, so Oberstaatsanwalt Amir Amirian. Er fährt fort: „Das ist wichtig, weil wir uns in Zukunft bei ähnlichen Fällen auf diesen berufen können. Aus meiner Perspektive ist es wichtig, weil der Richter geurteilt hat, dass es sich hier um Datenbetrug handelt. Das ist illegal und keine Lücke in der Gesetzgebung.“

Demnach könnte der Fall künftig eine Warnung für diejenigen sein, die ebenfalls Streaming-Tantiemen manipulieren. Der Angeklagte hat indes angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

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