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Strom profitabler als Krypto: Bitcoin-Miner satteln Geschäft kurzfristig um

Der Bitcoin-Miner Riot Platforms hat im zweiten Quartal mehrere Millionen US-Dollar durch den Verkauf von Strom verdient, der an sich für die Produktion von Krypto-Token verwendet worden wäre.

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Riots Mining-Facility in Rockdale. (Bild: Riot Platforms Inc)

Es ist eine wohl als kreativ zu bezeichnende Idee, die Riot Platforms als Betreiber einer der größten Bitcoin-Mining-Farms der Welt im US-Bundesstaat Texas da hatte. Weil es sich aktuell nicht lohnt, Bitcoin zu schürfen, nutzte die Mining-Gesellschaft verschiedene Möglichkeiten, sich am Strommarkt schadlos zu halten. Das berichtet Bloomberg.

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Riot profitiert von Steuerungsprogrammen am Strommarkt

So verbuchte Riot den Angaben zufolge im zweiten Quartal 2023 immerhin 13,5 Millionen Dollar an Gutschriften für Stromabschaltungen, während es 49,7 Millionen Dollar an Mining-Einnahmen erzielte. Im Gesamtjahr 2022 konnte Riot „nur“ 27,3 Millionen Dollar an Stromabschaltungen verbuchen. Im Jahr 2021 machte Riot einen Gesamtumsatz von 6,5 Millionen Dollar aus Stromverkäufen an den Electric Reliability Council of Texas (ERCOT), den Netzbetreiber des US-Bundesstaates.

Durch die Maßnahme verringerte sich Riots Nettoverlust im zweiten Quartal auf „lediglich“ 27,7 Millionen Dollar oder 17 Cent pro Aktie. Das ist ein deutlicher Erfolg, wenn wir es mit dem Nettoverlust von 353,6 Millionen Dollar oder 2,71 Dollar pro Aktie vergleichen, der entstanden war, als die Bitcoin-Preise im Vorjahresquartal einbrachen. Zwar konnte Riot immer noch nicht die Prognosen der Analysten erreichen, steigerte aber den Umsatz im zweiten Quartal auf 76,6 Millionen Dollar.

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3. Quartal startet weiter positiv

Das dritte Quartal startete weiter positiv für Riot. So konnten im Juni und Juli insgesamt 18,3 Millionen Dollar an Stromgutschriften verbucht werden, darin 14,8 Millionen Dollar, die Riot durch den Rückverkauf von Strom an das ERCOT-Netz zu marktgetriebenen Spotpreisen erhielt. Die restlichen 3,5 Millionen Dollar entstanden aus Gutschriften, die Riot durch die Teilnahme an ERCOT-Nachfragereduzierungsprogrammen erhielt.

Sogenannte Demand-Response- oder Nachfragereduzierungsprogramme sind wichtige Elemente, um die weltweiten Stromnetze stabil zu halten. Sie sollen dafür sorgen, dass stets nur genügend Strom in den Netzen fließt – nie zu wenig, aber auch nie zu viel. Beide Extreme können einem Blackout Vorschub leisten.

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Deshalb incentivieren Netzbetreiber Stromproduzenten und Großverbraucher, um zu erreichen, dass sie entweder Strom bedarfsgerechter einspeisen oder lastgerechter entnehmen. Davon konnte Riot in großem Maße profitieren.

Riot diversifiziert sich – weg von Krypto

Das Unternehmen, das im vergangenen Januar den Begriff „Blockchain“ aus seinem Namen gestrichen hat, hebt sich auch ansonsten durch seine Bemühungen zur Diversifizierung seines Geschäfts vom Wettbewerb ab. So bietet Riot inzwischen unter anderem Produktdesign, Herstellung und Installationsdienste für die Stromverteilung an – in erster Linie für kommerzielle und staatliche Großkunden.

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Die Bemühungen zahlen sich für das Unternehmen aus. So sind die Riot-Aktien in diesem Jahr um rund 380 Prozent auf etwa 16,34 Dollar gestiegen. Das nimmt allerdings der Dramatik, dass die Aktie im Februar 2021 noch bei 79 Dollar gehandelt wurde und somit aktuell nur noch rund 20 Prozent ihres damaligen Werts hat, nicht die Schärfe.

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