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Digitale Transformation: Nur agile Unternehmen sind innovationsfähig

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Agilität und Innovationsfähigkeit, behauptet die Studie von Bitkom-Research. (Illustration: Shutterstock)

Eine Studie von Bitkom-Research stellt der deutschen Industrie ein gutes Zeugnis aus. Der Einsatz digitaler Technologien sei weit verbreitet, Agilität werde zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Auf die Frage von t3n, was für ihn das überraschendste Ergebnis der heute präsentierten Forschungsergebnisse gewesen sei, antwortet Karl Osti, Industry-Manager bei Autodesk Deutschland: „Wir hatten in Deutschland eine sehr rege Diskussion über Datenschutz und Cloud-Computing. Dieses Thema scheint zumindest auf der Management-Ebene abgehakt zu sein.“

Tatsächlich will die von Bitkom-Research für Autodesk durchgeführte repräsentative Studie „Digital Engineering – Agile Produktentwicklung in der deutschen Industrie”, für die Digitalisierungsverantwortliche von 505 Unternehmen des produzierenden Gewerbes befragt wurden, unter anderem herausgefunden haben, dass die Deutsche Industrie „voll auf digitale Technologien setzt“.

Auf die unter anderem CDOs und CIOs gestellte Frage, welche digitalen Technologien beziehungsweise Anwendungen bereits im Einsatz seien, antworteten 75 Prozent mit „Cloud-Computing”. Fast abgeschlagen wirken da die „Industrie-4.0-Anwendungen” mit 39 Prozent und „Big-Data-Analytics” mit 30 Prozent.

„Deutsche Industrie setzt voll auf digitale Technologien” (Grafik: Autodesk/Bitkom-Research)
„Deutsche Industrie setzt voll auf digitale Technologien” (Grafik: Autodesk/Bitkom-Research)

3D-Druck-Verfahren im Kommen

Etwa jedes vierte Unternehmen, nämlich 27 Prozent, verwende 3D-Druck-Verfahren und jedes fünfte (18 Prozent) Robotik. Dagegen nutzen laut Studie im Schnitt erst fünf Prozent Anwendungen mit künstlicher Intelligenz. „Die Unternehmen nutzen digitale Technologien, um die Produktentwicklung zu beschleunigen, Fertigungsprozesse zu optimieren oder die Anpassungsfähigkeit ihrer Organisation zu erhöhen”, sagt Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom-Research.

So analysieren beispielsweise 19 Prozent der Unternehmen Maschinen- und Sensordaten, um einen Stillstand der Produktion zu vermeiden. Angetrieben werde die Entwicklung von großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern, wie es heißt. Hier setzen beispielsweise 72 Prozent Big-Data-Analytics ein, 67 Prozent Industrie-4.0-Anwendungen und 23 Prozent künstliche Intelligenz.

„Große Unternehmen treiben die Digitalisierung voran” (Grafik: Autodesk/Bitkom-Research)
„Große Unternehmen treiben die Digitalisierung voran” (Grafik: Autodesk/Bitkom-Research)

Zentrale Bedeutung im produzierenden Gewerbe hätten spezielle Software-Lösungen, mit denen Unternehmen Produkte entwickeln und Fertigungsprozesse steuern können, sagt Karl Osti von Autodesk. Laut Umfrage nutzen nahezu alle Unternehmen, nämlich 92 Prozent, Software für Computer-Aided-Design (CAD), um neue Produkte zu konstruieren.

Computer-Aided-Planning: 60 Prozent

60 Prozent der Unternehmen setzen Computer-Aided-Planning (CAP) für die Produktionsplanung ein. Anwendungen für Computer-Aided-Manufacturing (CAM) verwenden immerhin noch 52 Prozent. Solche CAM-Systeme unterstützen den Fertigungsprozess und setzen Konstruktionsdaten maschinengerecht um. Anhand von CAP- und CAM-Technologien verkürzen Fertigungsbetriebe die Durchlaufzeiten von Aufträgen und wickeln kleine Losgrößen effizienter ab.

Software für das Product-Lifecylce-Management (PLM) nutzen 41 Prozent der Unternehmen, will die Studie herausgefunden haben. PLM-Systeme ermöglichen es, Daten während des gesamten Lebenszyklus eines Produktes zu sammeln und auszuwerten. Jedes dritte Unternehmen nutzt ERP-Software (Enterprise-Ressource-Planning), mit der sich betriebliche Ressourcen wie Personal, Material, Transport- und Lagerkapazitäten sowie die erforderlichen Finanzmittel planen lassen.

Agilität als Erfolgsfaktor

Zu einem wichtigen Erfolgsfaktor in der Industrie habe sich angesichts von Digitalisierung und Globalisierung auch die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen entwickelt, die unter dem Stichwort Agilität diskutiert wird, schreiben die Studienautoren. Diese Agilität sei für Produktionsbetriebe wegen der hohen technologischen Dynamik „das Gebot der Stunde”, sagt Osti während der Präsentation der Studienergebnisse.

Ihn habe überrascht, dass sich die Unternehmen so stark in Richtung agiler Produktionsstrukturen entwickeln, antwortet er auf Nachfrage von t3n: „Wir reden weniger über digitale Geschäftsmodelle und IoT, wie etwa das Uber-Modell in den USA, sondern dass sich die Unternehmen im Hinblick auf agile Kundenanforderungen neu aufstellen.”

Laut Umfrage halten fast zwei von drei Unternehmen, nämlich 64 Prozent, die Agilität ihrer Organisation für wichtig. Und drei von vier Unternehmen (74 Prozent) sagen, dass eine hohe Agilität in der Produktentwicklung wichtig sei.

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