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Studie: Unangenehmes Wetter führt dazu, dass Leute sich unangenehm auf Social Media verhalten

Unangenehmes Wetter führt zu unangenehmen Verhaltensweisen auf Social Media – zu diesem Ergebnis kommt eine weltweit durchgeführte Studie.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Negative Klima- und Wetterereignisse haben laut einer Studie Einfluss auf Stimmung auf Social Media. (Bild: Shutterstock / Samuel Borges Photography)

Auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen wird der Ton schon mal rauer. Was genau Menschen dazu bringt, sich im Internet negativ zu äußern, ist schwer nachzuvollziehen.

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Interessant ist, dass laut einer internationalen Studie auch Klima- und Wetterereignisse darauf Einfluss haben.

Schlechtes Wetter, negative Gefühle

Forscher:innen haben eine Vielzahl von Tweets darauf untersucht, ob und wie sich „positive“ und „negative“ Ausdrucksformen auf Twitter bei extremen Hitze- und Regenereignissen verändern. Dabei haben sie festgestellt, dass sich bei schlechtem Wetter negative Gefühle häuften und positive Äußerungen seltener wurden – egal, in welcher Region der Erde.

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Hitzeperioden und Regengüsse sind demnach ernsthafte Stimmungskiller, und das ist auch auf Social Media zu spüren.

Die internationale Studie versucht zu verstehen, wie sich der Klimawandel auf die psychische Gesundheit auswirkt. Sie ist nicht die erste, die das Wetter mit dem Onlineverhalten der Menschen verknüpft: Bereits 2016 hatte Web Republic berichtet, dass mehrere Studien zu dem Ergebnis gekommen sind, dass das Wetter Einfluss auf das Online-Kaufverhalten von Menschen hat.

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Ergebnisse sind für Forscher:innen eine Warnung

Während es offensichtlich erscheinen mag, dass schlechtes Wetter Menschen in schlechtere Laune versetzen kann, sind die Ergebnisse für die Forscher:innen auch eine Warnung: Die Menschen, so ihre These, könnten auf verschiedenen Ebenen Schwierigkeiten haben, sich an den Klimawandel anzupassen.

„Im Moment sehen wir nur sehr wenige Hinweise auf eine Anpassung vonseiten der Menschen auf diese neuen, weltweit auftretenden Extrem-Ereignisse“, sagte Kelton Minor von der Columbia University, der die Studie vorstellte.

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Die Autor:innen der Studie haben laut The Verge zwischen 2015 und 2021 7,7 Milliarden Tweets in 13 Sprachen aus rund 43.000 unterschiedlichen Regionen auf der ganzen Welt analysiert. Dabei haben sie Tweets, die bei starker Hitze oder Regen verfasst wurden, mit solchen Tweets verglichen, die am selben Ort bei typischem Wetter für diese Region abgesetzt wurden.

Negative Stimmung stieg um ein Zehnfaches

Auf den nordamerikanischen Raum betrachtet war das Jahr 2021 diesbezüglich ein schlechtes Jahr, da es durch Extremwetter mehr als 1.000 Todesfälle gab. Während der historischen Hitzewelle im Nordwesten der USA und im Südwesten Kanadas hat sich die negative Stimmung auf Twitter im Vergleich zu durchschnittlichen Hitzewellen in den USA fast um das Zehnfache verstärkt, fanden Minor und sein Team heraus.

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Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich die Menschen nicht wirklich an Wetteränderungen anpassen können, sagte er. Das ist seiner Meinung nach aber unbedingt nötig, denn durch den Klimawandel muss sich die Menschheit auf noch mehr extreme Situationen einstellen.

Minor und seine Kolleg:innen wollen die Auswirkungen darauf in den sozialen Medien auch zukünftig verfolgen.

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