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Drei Studien zeigen, wie der Mars in seinem Inneren aussieht

Flüssiger Kern, flüssiger Mantel, dünne Kruste – Forscher:innen haben dank der Daten der Marssonde Insight erstmals Hinweise darauf, wie das Innere des Mars beschaffen sein könnte.

2 Min. Lesezeit
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Das Seismometer der Marssonde Insight. (Foto: NASA/JPL-Caltech)

Erst seit rund 100 Jahren wissen Wissenschaftler:innen, wie die Erde in ihrem Inneren aufgebaut ist. Der Mars ist jetzt überhaupt erst der zweite Planet, bei dem ein solcher Einblick in die innere Struktur gelungen ist. Möglich gemacht hat das die Marssonde Insight, die seit Ende 2018 an der Oberfläche des Roten Planeten auf Erdbeben lauscht. Über 700 Marsbeben sollen so bisher vermessen worden sein. Anhand der seismischen Wellen lässt sich ein Abbild des Planeten erstellen. In drei Studien wurden die Ergebnisse jetzt aufbereitet. Fazit: Der Mars ist der Erde in seinem Inneren recht ähnlich, weist aber doch größere Unterschiede auf.

Insight: Mars hat flüssigen Kern

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Der Mars hat wie die Erde in seinem Inneren einen flüssigen Kern – zumindest außen. Ob der Marskern wie jener der Erde im Innersten fest ist, ließ sich noch nicht feststellen. Jedenfalls beträgt die Größe des Kerns 1.830 Kilometer im Radius. Der Erdkern ist mit knapp 3.500 Kilometer Radius etwa doppelt so groß. Allerdings ist der Mars im Radius auch nur ungefähr halb so groß wie die Erde. Der darüber liegende flüssige Gesteinsmantel ist den Insight-Daten zufolge jedenfalls rund 1.500 Kilometer dick, wie br.de berichtet. Der Mantel besteht – anders als auf der Erde – nur aus einer Gesteinsschicht.

Bei der Kruste des Mars sind sich die Wissenschaftler:innen noch nicht ganz einig, ob diese aus zwei oder drei Schichten besteht. Je nachdem ist die Marskruste an der Stelle, wo sich die Marssonde befindet, 20 oder 39 Kilometer dick. Im Vergleich zur kontinentalen Kruste auf der Erde wäre die Marskruste sehr dünn, wenn es sich nur um zwei Schichten handeln würde, so die Geologin Brigitte Knapmeyer-Endrun von der Universität zu Köln, die an einer der drei Studien beteiligt war. Insgesamt soll die Kruste auf dem Mars zwischen 24 und 72 Kilometer dick sein.

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Keine Plattentektonik, aber trotzdem Erdbeben

Den Forscher:innen zufolge steht jetzt fest, dass der Mars wie die Erde zunächst glutflüssig war. Der Aufbau der Schichten unterscheidet sich jedoch etwas. Zudem dürfte der Mars nicht über eine Plattentektonik verfügen, die auf der Erde für Erdbeben hauptverantwortlich ist. Stattdessen entstehen die – viel weniger starken – Marsbeben, weil die Marskruste über Falten und Brüche verfügt und sich bei der andauernden Abkühlung des Planeten weiter zusammenzieht. Weitere Fragen rund um den Mars, etwa warum dieser sein Magnetfeld verloren hat, sollen weitere Messungen von Erdbeben klären helfen.

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