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Mammuts und tasmanischer Tiger: Startup will ausgestorbene Tierarten wiederbeleben

Den tasmanischen Tiger kennt man heute nur noch von alten Fotos und wenigen Videoaufnahmen. Das könnte sich bald ändern, wenn sich die Pläne eines US-Startups als realisierbar erweisen.

2 Min. Lesezeit
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Bald auch wieder auf Fotos zu sehen? Der tasmanische Tiger oder Beutelwolf. (Bild: dpa)

Das Startup mit dem vielsagenden Namen „Colossal“ wurde erst 2021 gegründet, machte aber direkt mit einer medienwirksamen Ankündigung von sich reden: Bis 2027 wolle man das Wollhaarmammut zurückbringen, hieß es damals. Jetzt steht mit dem tasmanischen Tiger ein weiteres Tier auf der Liste.

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Den Plan, das Beuteltier zurückzubringen, verfolgen australische Wissenschaftler schon länger. Sie haben sich jetzt mit dem Startup zusammengetan, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, wie zunächst Gizmodo berichtete. Das letzte bekannte Exemplar des tasmanischen Tigers war 1936 in Gefangenschaft verstorben.

Was war noch gleich ein tasmanischer Tiger?

Während jeder weiß, wie ein Mammut ungefähr aussah, dürfte dieses ausgestorbene Tier wohl weniger Menschen ein Begriff sein. Trotz seines Namens war der tasmanische Tiger nicht mit den modernen Großkatzen verwandt. Und auch die andere deutsche Bezeichnung „Beutelwolf“ lässt sich zwar optisch leicht nachvollziehen, führt aber ebenfalls in die Irre.

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Tatsächlich handelte es sich um das größte fleischfressendes Beuteltier (Raubbeutler). Es brachte bis zu 30 Kilogramm auf die Waage und hatte eine Schulterhöhe von circa 60 Zentimetern. Wenn ihr kein Bild vor Augen habt, solltet ihr euch die aufwendig kolorierten Aufnahmen in diesem Video anschauen:

Klimaschutz mit toten Tieren?

Bei seinen Mammut-Plänen verkündete Colossal, man leiste einen Beitrag zum Klimaschutz, wenn man die Tiere zurückbrächte. Sie könnten helfen, dass Auftauen der Permafrostböden in der ostsibirischen Tundra zu verhindern, da sie da Pflanzenwachstum förderten.

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Auch beim tasmanischen Tiger spricht Colossal davon, dass eine Rückkehr einen positiven Einfluss auf das Ökosystem haben könnte. Die Tiere starben schließlich vor allem deshalb aus, weil sie systematisch gejagt wurden, und hinterließen dementsprechend eine Lücke. Eine Lücke, die nach knapp 90 Jahren allerdings nicht mehr eins zu eins vorhanden sein dürfte.

Kritiker bemängeln zudem, dass es genügend schutzbedürftige Tierarten gebe, die noch nicht ausgestorben seien. Für deren Erhalt könnten Summen, wie sie jetzt für die Rückkehr einer ausgestorbenen Art ausgegeben werden, überlebenswichtig sein. Hinzu kommen diverse ethische Fragen, die ein solches Vorgehen aufwirft.

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Nächster Schritt Dinosaurier?

Der Vergleich zu Jurassic Park liegt natürlich nahe. Allerdings gestaltet sich die Situation bei Mammuts und tasmanischen Tigern gänzlich anders als bei länger ausgestorbenen Tieren, denn es gibt viel mehr und viel besser erhaltene Überreste.

Dadurch konnte jeweils das gesamte Genom sequenziert werden. Wissenschaftler:innen stoßen in Permafrostböden immer wieder auf mumifizierte Mammutreste. Von tasmansichen Tigern gibt es sogar vollständig erhalten Embryonen, die beispielsweise in Alkohol konserviert wurden.

So könnte der tasmanische Tiger zurückkehren

Das Startup, an dem unter anderem Paris Hilton beteiligt sein soll, hat einen Zehn-Punkte-Plan aufgestellt, um die Tiere zurückzubringen. Nachdem das Genom bereits sequenziert wurde, muss selbiges für die nächsten noch lebenden Verwandten des Beuteltiers geschehen. Mithilfe der Genschere Crispr sollen die Gene dann zusammengefügt werden.

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Ein so erschaffenes Tier wäre demnach kein hundertprozentiger tasmanischer Teufel, sondern eine genetisch modifizierte Variante oder eine „Stellvertreter-Art“, wie es das Unternehmen beschreibt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das neue Tier von einem Artverwandten Raubbäutler ausgetragen werden müsste. Bis 2032 soll es so weit sein. Den kompletten Plan findet ihr auf der Website von Colossal.

So sieht der Klimawandel aus Sicht der Nasa aus Quelle: Nasa
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