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Teilchenbeschleuniger läuft wieder und lässt die abstrusesten Erzählungen sprießen

Bedenken und Ängste begleiten den Teilchenbeschleuniger (LHC) am schweizerischen Cern seit dem Start im Jahr 2008 – und beschäftigten Gerichte. Im Zuge des 2022er-Comebacks sind Verschwörungsideolog:innen wieder in Hochform.

2 Min. Lesezeit
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Der LHC am Cern hat seine Arbeit wieder aufgenommen. (Bild: D-VISIONS/Shutterstock)

Können im Large Hadron Collider (LHC) des Genfer Forschungszentrums Cern (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), in dem Protonen mit hoher Geschwindigkeit aufeinanderprallen, schwarze Löcher entstehen? Die Frage beschäftigte zum Start des größten Teilchenbeschleunigers der Welt im Jahr 2008 sogar Gerichte – ohne Ergebnis. In der vergangenen Woche ging der LHC nach drei Jahren Pause wieder an den Start – begleitet von Esoteriker:innen und Verschwörungserzählungen, die etwa dunkle Mächte aus Paralleluniversen fürchten.

Keine Katastrophe beim LHC-Comeback

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Das Portal iflscience.com hat einige der schillerndsten Wortmeldungen in sozialen Medien zusammengetragen. So befürchten etwa einige Nutzer:innen, dass am LHC ein Portal geöffnet werde, durch das „Mist von der dunklen Seite“ auf die Erde kommen werde. Auch eine „plötzliche Verschiebung im Universum“ mit „veränderten Zeitlinien“ wird in Aussicht gestellt. Interessanterweise sollte all dies schon in der vergangenen Woche beim LHC-Comeback auftreten – was offensichtlich nicht passiert ist.

Aber auch dafür haben die Verschwörungserzähler:innen eine Erklärung parat. Der Twitter-Nutzer mit dem einschlägigen Namen Reptile Hybrid erklärt, dass die Wesen ja nicht gleich aus einem Portal springen und alle töten würden, wie der Standard schreibt. Satanische Rituale würden so nicht funktionieren. Stattdessen würden die Folgen dessen, was am Cern passiert, in den kommenden Monaten zutage treten. Noch kurz vor dem Re-Start des LHC hatte Reptile Hybrid allerdings gewarnt, dass „in acht Stunden die Tore zur Hölle geöffnet“ würden.

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Auch die schwarzen Löcher waren freilich wieder Thema. Und tatsächlich könnten diese unter gewissen Umständen durch den Teilchenbeschleuniger erzeugt werden – allerdings winzig klein und leicht, sodass sie laut Wissenschaftsmeinung sofort wieder zerfallen würden. Um echte schwarze Löcher produzieren zu können, gibt es beim LHC nicht die Voraussetzungen.

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Cern: LHC so energiereich wie nie

Statt der Produktion schwarzer Löcher oder sonstiger Katastrophen ist am Cern in der vergangenen Woche einmal mehr Wissenschaftsgeschichte geschrieben worden. Der Teilchenbeschleuniger wird jetzt mit einer Rekordenergie betrieben. Die Teilchen prallen mit 13,6 Billionen Elektronenvolt aufeinander. Außerdem können jetzt mehr Crashs pro Sekunde stattfinden als zuvor. Gleich zu Beginn wurden drei neue Teilchen gefunden.

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