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Urteil gegen Tesla: In Schweden bringt die Post weiterhin keine Nummernschilder

Nach einem Gerichtsurteil muss Elon Musk hinnehmen, dass in Schweden Tesla-Post inklusive Nummernschilder weiter liegen bleibt. Dahinter steckt ein weite Kreise ziehendes Problem mit Gewerkschaften.

Von Ann-Catherin Karg
2 Min. Lesezeit
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In den nordischen Länden weht Elon Musk eisiger Wind entgegen. (Foto: Frederic Legrand - COMEO/Shutterstock)

Ein schwedisches Gericht hat die Rechte von Gewerkschaften gestärkt und Elon Musk einen Rückschlag verpasst. Die gewerkschaftliche Blockade der Post von Tesla muss nicht aufgehoben werden, heißt es in der Mitteilung.

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Tesla hätte keine ausreichend überzeugenden Argumente dafür geliefert, „warum dem Unternehmen Schaden entstehen würde, wenn diese Pakete nicht verteilt würden“, so das Urteil des Gerichts. Dass die Post von Tesla nicht bearbeitet wird, bedeutet de facto auch, dass dort keine Nummernschilder ankommen.

Kein Tarifvertrag, keine Post

Ohne Nummernschilder kann Tesla wiederum keine Autos ausliefern – und bleibt auf dem fünftgrößten Markt Europas weiterhin auf seinen Autos sitzen.

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Dabei hat der Hintergrund der Geschichte das Potenzial, Elon Musk noch viel tiefer ins Mark zu treffen: Die Mitarbeiter:innen der schwedischen Post verweigern ihren Dienst aus Solidarität mit der schwedischen Gewerkschaft IF Metall, die für ihre bei Tesla beschäftigten Mitglieder einen Tarifvertrag fordert.

Erster Investor bereits abgesprungen

Dass Musk einen solchen kategorisch ablehnt, vertreibt unterdessen auch Investoren. Laut dem Wirtschaftsmagazin Fortune hat der dänische Rentenkonzern Pension Danmark A/S kurz nach Bekanntwerden des Gerichtsbeschlusses Anteile an Tesla verkauft, die sich laut lokalen Medien auf 58 Millionen US-Dollar belaufen sollen.

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Und Schweden ist längst nicht das einzige Problem, das Elon Musk im skandinavischen Raum hat.

Die finnische Gewerkschaft AKT hat bereits angekündigt, ab dem 20. Dezember keine E-Autos mehr für die Verschiffung nach Schweden zu verladen. Mit Fellesforbundet will auch die größte norwegische Gewerkschaft ab dem 20. Dezember keine Tesla-Transporte nach Schweden mehr durchführen.

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Die nordischen Gewerkschaften sind eng verbunden

Und auch die dänische Gewerkschaft 3F verkündete, dass Hafenarbeiter und Spediteure keine Tesla-Fahrzeuge mehr entladen oder nach Schweden transportieren würden. „Es ist ein entscheidender Teil des nordischen Arbeitsmarktmodells, dass wir Tarifverträge haben und die Gewerkschaften sich gegenseitig unterstützen“, zitiert Fortune Ismo Kokko, den Vorsitzenden der Gewerkschaft.

Inzwischen haben weitere Investoren angekündigt, einen genaueren Blick auf Teslas Arbeitsbedingungen zu werfen. Dem Management von Tesla sei wohl noch nicht klar, dass deren Angemessenheit mehr Wert und weniger Risiken schaffe, so Jens Munch Holst.

Weiter sagte der CEO des dänischen Fonds AkademikerPension: „Der Arbeitskonflikt könnte sich ausweiten, und als Investor sehen wir sehr erhebliche Risiken in Bezug auf die Fähigkeit von Tesla, Geschäfte zu tätigen und unseren Mitgliedern somit eine angemessene Rendite zu bieten.“

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Elon Musk übrigens nannte schon den Streik der Post Nord in Schweden „Wahnsinn“.

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