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Tesla reagiert klammheimlich auf Chipmangel, liefert Autos ohne autonome Fahroption aus

Das Kraftfahrt-Bundesamt will von Tesla wissen, warum in Deutschland 13.500 Model Y und Model 3 ohne das für autonome Fahrfunktionen erforderliche Steuergerät ausgeliefert wurden. Der Grund dürfte in der Chipknappheit liegen.

2 Min. Lesezeit
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Tesla hat sich in der Chipkrise offenbar was gespart. (Foto: Roschetzky Photography / Shutterstock.com)

Dem Spiegel liegen Dokumente vor, die belegen sollen, dass Tesla in seiner Gigafactory in Shanghai bei mehreren Zehntausend Autos kein zweites Steuergerät eingebaut hat. Aus diesem Bestand sollen zwischen Ende Dezember 2021 und Mitte Februar 2022 rund 65.000 Fahrzeuge nach Europa, davon 13.500 nach Deutschland, geliefert worden sein.

Tesla reagiert auf Chipmangel, streicht FSD

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Wie der Spiegel weiters aus internen Chats erfahren haben will, wird das zweite Steuergerät benötigt, um Tesla-Fahrzeugen in der Zukunft per Softwareupdate zu autonomem Fahren (Full Self Driving, FSD) zu befähigen. Diese Funktion gibt es in Deutschland bislang ohnehin noch nicht, in den USA befindet sie sich in einem Betatest für registrierte Nutzende.

Nach dem Bericht hat das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt Tesla um eine Stellungnahme zu der Frage gebeten, warum auf den Einbau des Steuergerätes verzichtet wurde. Experten vermuten, dass die Auswirkungen der Chipkrise Tesla zu der Maßnahme gezwungen haben könnten, weil der Hersteller trotz Knappheit keine Abstriche an den Produktionszielen machen wollte.

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So wäre es auf den ersten Blick verständlich, dass der Elektroautobauer auf eine Funktion verzichtet, die in den Zielmärkten ohnehin noch nicht verfügbar sein würde. Die könne problemlos nachgerüstet werden, heißt es.

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Typisch Tesla: Kommunikation gleich null

Kritikwürdig und wohl ein Stück weit typisch für Tesla ist allerdings, dass das Unternehmen nicht transparent vorgegangen ist. Betroffene Käuferinnen und Käufer wurden nicht darüber informiert, dass die Hardware nicht verbaut ist und preislich hat der Hersteller ebenfalls nicht reagiert.

Auswirkungen auf die Typgenehmigung, die wichtig für den Einsatz der Autos im europäischen Straßenverkehr ist, hat das Vorgehen aber nicht. Die für Europa zuständige Zulassungsbehörde RDW aus den Niederlanden betont, dass keine Vorschriften verletzt worden seien. Insbesondere sei die Sicherheit der betroffenen Fahrzeuge durch den Verzicht auf das zweite Steuergerät nicht beeinträchtigt.

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Der Verzicht auf das FSD-Steuergerät ist nicht der einzige. Vor zwei Wochen hatten Tesla-Mitarbeitende bestätigt, dass wegen des Chipmangels eine von zwei elektronischen Komponenten in den Lenkgestellen des Model 3 und Model Y entfernt worden sei. Das sei unproblematisch, da die zweite Elektronik ohnehin in erster Linie als Backup verbaut worden sei, hieß es.

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Dein t3n-Team

Hel

Wie bitte?
Also, Fakt ist doch wohl, dass man bei der Bestellung angeben kann, ob ´man
also die „autonome Fahroption“ haben möchte oder nicht.
Darum kostet die Möglichkeit der „autonomen Fahroption“ ja auch einige tausend Euro mehr.

Und, wenn man die nicht möchte, wie ich z.B., dann braucht man auch das „zweite Steuergerät“ ganz einfach nicht.

Also, wo ist bitte das Problem?

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