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Tim Cook: „Keine guten Ausreden“ für Frauenmangel in der Tech-Branche

Apple-Boss Tim Cook bemängelt den geringen Anteil von Frauen in großen Tech-Konzernen. Ausreden lässt er nicht mehr gelten. Stattdessen will der CEO mehr Menschen das Programmieren lehren.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
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Tim Cook will nicht nur mehr Frauen in Tech-Berufe holen (Bild: Ringo Chiu / Shutterstock)

Apple-Chef Tim Cook hat auf Versäumnisse in der Tech-Branche hinsichtlich der Beschäftigung von Frauen hingewiesen. Der Mangel von weiblichen Fachkräften sorge dafür, dass Technologie „nicht annähernd das erreicht, was sie erreichen könnte“, sagte er in einem Interview mit der BBC. 

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Apple Health Kit als Negativbeispiel

Damit die Technik ihr volles Potenzial entfalten kann, braucht es laut Cook eine möglichst diverse Sicht auf die gesellschaftlichen Herausforderungen. „Ich denke, das Wesen der Technologie und ihre Auswirkungen auf die Menschheit hängen davon ab, dass Frauen mit am Tisch sitzen“, sagt er. Die BBC erwähnt ein Beispiel aus der Geschichte des Unternehmens, das den Mangel an einer weiblichen Sicht entlarvt hatte. Bei dem 2014 veröffentlichten Apple Health Kit hatte ein Perioden-Tracker gefehlt. Das Versäumnis hatte dem Konzern die Kritik eingebracht, ausschließlich eine männliche Perspektive auf die Dinge zu reproduzieren.

Die alten Entschuldigungen lässt Tim Cook nicht gelten

Apple und auch andere Unternehmen hätten aus solchen Fehlern gelernt, sagt Cook jetzt. Doch es gebe weiterhin viel zu tun. Ausreden für einen geringen Frauenanteil in den Big-Tech-Firmen gebe es nicht. Auch die weit verbreitete Entschuldigung, dass eben zu wenig Frauen technische Fächer studieren, lässt er nicht gelten. „Die Unternehmen können sich nicht herausreden und sagen: ‚Es gibt nicht genug Frauen, die Informatik studieren – deshalb kann ich nicht genug einstellen’“, so der 61-Jährige.

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Mehr Menschen sollen programmieren lernen

Sein Ziel ist, dass nicht nur mehr Frauen, sondern insgesamt mehr Menschen naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse erlangen. Sein Vorschlag: Jeder soll beim Abschluss der Schule einen Programmierkurs absolviert haben, um zumindest Grundkenntnisse erworben zu haben und das Arbeitsfeld einschätzen zu können.

Um den Frauenmangel in der Branche zu korrigieren, hat Apple gerade zum Beispiel ein Programm für Gründerinnen und App-Entwicklerinnen in Großbritannien gestartet.

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Cooks Konzern hatte laut eigenen Angaben im Jahr 2021 einen Frauenanteil von 35 Prozent. Damit liegt Apple knapp über dem Durchschnitt. Laut den Wirtschaftsprüfer:innen von Deloitte Global werden die großen Tech-Firmen im Jahr 2022 im Schnitt einen Frauenanteil von 33 Prozent erreichen.

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