
Nach einem neuen Allzeithoch geht der Bitcoin-Kurs in der Korrekturmodus. (Bild: Backcountry Media/Shutterstock)
Was macht der 47. Präsident der USA in Sachen Krypto? Im Wahlkampf hatte Trump mit dem Versprechen auf Deregulierung um die Gunst der Branche geworben. Viele Beobachter hatten daher erwartet, dass Donald Trump in einer seiner ersten Amtshandlungen auch etwas für die Branche tun würde, die ihn im Wahlkampf mit Millionenspenden unterstützt hatte – und wurden enttäuscht.
Bei den ersten „Executive Orders“, die der frisch vereidigte US-Präsident unterzeichnete, spielte das Thema keine Rolle. Stattdessen hatte Trump in den Tagen vor seiner Amtseinführung mit dem Launch eines eigenen Memecoins Schlagzeilen gemacht.
Der Bitcoin-Kurs ging daraufhin am Montagabend in den Korrekturmodus, nachdem er am Tag vor der Amtseinführung noch ein neues Allzeithoch erreicht hatte. Zeitweise notierte die älteste und bekannteste Kryptowährung der Welt bei 109.356 US-Dollar (etwa 106.000 Euro). Als dann aber klar wurde, dass Trump keine Anordnung zu seiner neuen Krypto-Politik unterzeichnen würde, korrigierte der Kurs nach unten bis zur alten 100.000-Dollar-Bestmarke vom Dezember 2024. Am Dienstagmorgen liegt er bei rund 102.300 US-Dollar.
Schon in den vergangenen Monaten hatten die Ankündigungen von Trump den Bitcoin-Kurs immer wieder stark beeinflusst, etwa als er bekannt gab, den frei werdenden Chefposten bei der Börsenaufsicht SEC an den kryptofreundlichen Anwalt Paul Atkins zu vergeben.
Wahlkampf-Versprechen des „Krypto-Präsidenten“
Erklärtes Ziel der Trump-Administration ist es, die Regulierungen für Kryptowährungen zu lockern. Viele Krypto-Enthusiasten erwarten außerdem, dass die Trump-Regierung eine Bitcoin-Reserve aufbauen wird.
So hatte Trump angekündigt, künftig BTC, die durch Strafbehörden konfisziert werden, nicht mehr in den Markt zurückgeben zu wollen. Dadurch würde sich der Staat quasi passiv eine Bitcoin-Reserve von etwa 198.100 BTC verschaffen, die schon im Besitz der US-Regierung sind.
Anders der Plan von Senatorin Cynthia Lummis: Sie schlägt in einem Gesetzesentwurf den staatlichen Ankauf von einer Million Bitcoin über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg vor. Ob Trump diesen Vorschlag unterstützen wird, ist aber noch unklar. Auf die Liste der unmittelbaren Prioritäten für die Trump-Administration hat die Bitcoin-Reserve es nun auf jeden Fall nicht geschafft.