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Tschüss DHDL: Frank Thelen zieht Bilanz

Frank Thelen in der Höhle der Löwen. (Foto: TV Now/ Bernd-Michael Maurer)

Dass Frank Thelen „Die Höhle der Löwen“ verlässt, ist schon länger bekannt. Bis Dienstag war er allerdings noch als TV-Investor zu sehen. Jetzt zieht er nach sieben Staffeln DHDL Bilanz.

Es grenzt an ein Wunder, dass Frank Thelen so lange als Investor in der „Höhle der Löwen“ zu sehen war. Das zumindest hat Thelen in einem Interview mit der Bild erklärt. Die Zusammenarbeit mit Jochen Schweizer habe ihn so gestört, dass er am liebsten hinschmeißen wollte. Trotzdem hat der Löwe seine Fans sieben Staffeln lang mit spannenden Investments und harten Worten begeistert. Mehr als 5,7 Millionen Euro steckte Thelen in den vergangenen Jahren in seine Startups bei DHDL – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

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Jetzt verlässt der Investor die Gründershow. In der kommenden Staffel – sofern sie trotz der Corona-Pandemie wie geplant aufgezeichnet werden kann – nimmt Ex-Rennprofi Nico Rosberg den Platz neben Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Co. ein. Im Interview mit t3n hat Frank Thelen nach der Ausstrahlung seiner letzten Sendung DHDL Bilanz gezogen.

„Die Show baut echte und erfolgreiche Startups auf“

Am meisten schwärmt Thelen von seinem Investment in das Startup Yfood. „Die Gründer sind wirklich stark und haben erst kürzlich 15 Millionen Euro frisches Kapital von internationalen Investoren eingesammelt“, erzählt er. Sie seien nicht nur das am schnellsten wachsende Startup der DHDL-Geschichte, sondern auch eines der am schnellsten wachsenden Startups Europas. Allen Vorwürfen rund um Fake-Deals und Startup-Pleiten zum Trotz weiß der berühmte Tech- und Foodinvestor: „Die Show baut echte und erfolgreiche Startups auf.“

Der Anblick von Grillmeister Thelen ist zumindest im TV zunächst Geschichte. (Foto: TV Now/ Bernd-Michael Maurer)

Von den anderen Löwen habe Thelen am liebsten mit Judith Williams zusammengearbeitet. Gleich drei erfolgreiche Deals haben die Investoren gemeinsam gemacht: Little Lunch, 3Bears und Calligraphycut. Doch nicht nur der geschäftliche Erfolg verbindet die beiden. „Wir verstehen uns auch privat sehr gut, es ist eine sehr wertvolle Freundschaft entstanden“, ergänzt Thelen.

Auch mit Ralf Dümmel hat Frank Thelen gerne zusammengearbeitet – und das, obwohl er zunächst Vorurteile gegen den anderen Löwen gehegt habe. „Produkte für den Discounter, diese Anzüge – das war nicht mein Typ“, so zitiert Watson Investor Thelen. Über die Jahre sei allerdings Respekt gewachsen. Und mittlerweile machen die beiden Löwen sogar außerhalb der Gründershow gemeinsame Sache. „Wir haben gemeinsam in Air Up investiert, ein Startup, das mit ihrer innovativen Trinkflasche Geschmack nur durch Duft erzeugt“, berichtet Thelen.

Auf die Frage, ob er „Die Höhle der Löwen“ vermissen wird, kann Frank Thelen keine klare Antwort geben. Er sagt: „Ja und nein. Ich bin sehr dankbar für die Zeit und die vielen Erfahrungen, aber auch froh, dass ich mich jetzt wieder voll und ganz auf meine eigentliche Passion, die Technologie, und meinen Zehn-Jahres-Plan konzentrieren kann.“

Wie geht es jetzt weiter?

Was genau Thelens Zehn-Jahres-Plan vorsieht? „Ich möchte in den nächsten zehn Jahren einen relevanten Weltmarktführer aus Europa als Frühphasen-Investor mit aufbauen“, erklärt der Gründer von Freigeist Capital. Ein sehr großes Vorhaben, das sei ihm bewusst. Und neben jeder freien Minute werde er dafür vor allem viel Glück brauchen. „Dennoch werde ich mich gerne an die DHDL-Zeit zurückerinnern“, schiebt Thelen hinterher.

Bereut hat der Investor seinen Ausstieg bei der „Höhle der Löwen“ bis heute nicht. Und auch seine Entscheidungen, die nicht wie Yfood von Erfolg gekrönt waren, akzeptiert Thelen ohne Bedauern. Als Unternehmer gehörten Fehlentscheidungen eben dazu, sagt er. Wichtig sei, „dass man aus seinen Fehlern immer etwas mitnimmt, sein eigenes System optimiert und versucht, jeden Tag ein Stück besser zu werden.“

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Ein Kommentar
Michael

Das finde ich sehr schade. Frank hat die Show mit seiner direkten und witzigen Art wirklich bereichert. Das er Technik-Affin ist, hat ihn noch sympathischer gemacht. Aber gut, alles hat einmal ein Ende. Daher vielen Dank für die vielen tollen Sendungen und Investitionen!

Antworten

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