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Unnötige Meetings: Shopify integriert Tool in Kalender, das zeigt, wie teuer Meetings sind

Ein dreißigminütiges Meeting mit drei Teilnehmer:innen kostet Shopify zwischen 700 und 2.000 US-Dollar – das bekommen die Beschäftigten des Softwareanbieters künftig beim Blick in den Kalender vorgerechnet.

2 Min.
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Termine, Termine, Termine: Software-Anbieter Shopify würde darauf gerne verzichten. (Foto: Rawpixel.com/Shutterstock)

„Dieses Meeting hätte auch eine E-Mail sein können“ – das denkt man sich im Arbeitsalltag wohl häufiger. Bei Shopify war es den Meetings bereits Anfang 2023 an den Kragen gegangen, jetzt legt der Softwarehersteller noch einmal nach: Die mehr als 11.000 Mitarbeiter:innen bekommen künftig von einem Tool in ihren Kalendern vorgerechnet, wie viel ein Meeting die Firma kostet.

Meetings bei Shopify? Eher die Ausnahme als die Regel

Für Shopify-Gründer Tobias Lütke sind Meetings ein „Bug“, ein Symptom dafür, dass Probleme nicht an der Wurzel behoben werden. Das hatte Lütke schon Anfang 2023 via Twitter verkündet und die Meeting-Struktur bei Shopify radikal ausgedünnt: Meeting-freier Mittwoch, keine wiederkehrenden Termine mit mehr als zwei Personen, Meetings mit mehr als 50 Personen nur in einem bestimmten Zeitfenster am Donnerstag, und dann auch nur in begrenzter Anzahl.

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Ein neues Kalendertool soll die Meeting-Zahl im Unternehmen jetzt noch einmal eindämmen – indem es den Beschäftigten zeigt, wie viel ein von ihnen angepeiltes Meeting die Firma kostet.

Shopify arbeitet mit einer Chrome-Extension, die sich mit den Kalendern der Mitarbeiter:innen verknüpft. Wird ein Meeting geplant, berechnet das Tool anhand der Anzahl der eingeplanten Meeting-Teilnehmer:innen, der angesetzten Meeting-Dauer und anhand durchschnittlicher Gehaltsdaten zu den Beteiligten, wie „teuer“ das Meeting ist. Gerade wenn ein Meeting mit zahlreichen Führungskräften besetzt ist, kann es schnell ins Geld gehen.

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Wieso, weshalb, warum? Shopify stellt Meetings infrage

Die im Kalender angezeigten Meeting-„Kosten“ dürften bei Shopify dementsprechend dazu führen, dass der ein oder andere Termin doch wieder gecancelt wird.

Shopify-COO Kaz Netajian hat den Meeting Cost Calculator entwickelt, und beschreibt die Idee gegenüber CBS News folgendermaßen: „Die Leute stellen Fragen: Wozu dient dieses Treffen? Warum sind so viele Leute dabei? Und diese Fragen werden einen immensen Druck auf die Organisatoren ausüben, weniger Treffen zu organisieren – und den Rest von uns in Ruhe zu lassen.“

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Zeit ist Geld – zumindest wenn es nach Netajian geht. „Niemand bei Shopify würde ein 500-Dollar-Dinner ausgeben“, so der COO im Gespräch mit Bloomberg, „aber viele, viele Leute wenden viel mehr als das für Meetings auf, ohne jemals eine Entscheidung zu treffen. Das Ziel dieser Sache ist es, Ihnen zu zeigen, dass Zeit Geld ist. Wenn man sie ausgeben muss, sollte man darüber nachdenken.“

Konsequenzen, wenn man mal ein „teures“ Meeting einstelle, habe man aber nicht zu befürchten, so ein Shopify-Mitarbeiter gegenüber Business Insider.

Ping! Mich! An! Die schlimmsten Buzzwords aus dem Büro Quelle: t3n
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