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Vanmoof baut Support aus: „Die Wartung eines E-Bikes wird so einfach sein, wie Essen online zu bestellen”

Vanmoof-Gründer Taco Carlier. (Foto: Vanmoof)

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Frisches Geld für das niederländische E-Bike-Startup Vanmoof. Der nach eigenen Angaben rasant wachsende Hersteller will mit der B-Funding-Runde von 34 Millionen Euro weiter expandieren und seinen Service maßgeblich verbessern.

Nur wenige Monate nach der 12,5-Millionen-Euro-Finanzierung im Mai 2020 erhält Vanmoof neues Geld von Norwest Venture Partners, Felix Capital und Balderton Capital. Ziel sei es, „dem Unternehmen einen höheren Marktanteil für E-Bikes in Europa, Nordamerika und Japan zu sichern“ und „die nächste Milliarde Fahrer auf Fahrräder zu bekommen“, erklärt das Unternehmen. Die Finanzierung bringt Vanmoofs Gesamtwert auf 61 Millionen Euro.

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E-Bike-Boom durch Corona verschafft Vanmoof starkes Wachstum

Vanmoof S3

Das Vanmoof S3 verkauft sich laut Hersteller wie warme Semmeln. (Foto: t3n)

Die Coronakrise beflügelt den Fahrradmarkt: Pendler steigen lieber aufs Rad als den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Das bekommen Fahrradhersteller wie Vanmoof zu spüren: Der E-Bike-Bauer konnte während der Beschränkungen weltweit um 220 Prozent zulegen. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 konnte der Hersteller mehr Fahrräder absetzen als in den beiden vorangegangenen Jahren zusammen, so Vanmoof.

In Deutschland sei das Unternehmen besonders stark gewachsen und stellt mit einem Anstieg von 323 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sogar den größten Wachstumsmarkt Vanmoofs dar. 50 Prozent der Vanmoof-Einnahmen in diesem Jahr stammen aus Deutschland, erklärt das Unternehmen.

Das Unternehmen sieht Deutschland an der Spitze des E-Bike-Trends: „Jedes dritte verkaufte Fahrrad ist ein E-Bike.“ Dieser Trend könnte sich laut Mordor Intelligence fortsetzen: Bis 2025 könnte Deutschland der größte E-Bike-Markt Europas sein, prognostizieren die Marktforscher.

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Vanmoof will umfassendes Support-Ökosystem aufbauen

Mit der neuen Investition plant Vanmoof die steigende Nachfrage zu befriedigen und Lieferzeiten zu verkürzen. Weiter sei die Expansion in die USA geplant. Ferner sollen neue Brandstores und Pop-up-Geschäfte die Anzahl der Kunden-Touchpoints erhöhen – das gelte nicht nur für den US- sondern auch für den deutschen Markt.

Vanmoof will aber nicht nur mehr E-Bikes verkaufen, sondern auch langfristig zufriedene Kunden behalten. Dafür soll ein „erheblicher Teil der Mittel“ für den Ausbau des Fahrer-Service Netzwerks eingesetzt werden, um einen besseren Support zu bieten. „Unser nächstes Ziel ist die Umgestaltung unseres Geschäfts durch den Aufbau eines umfassenden Support-Ökosystems für jeden einzelnen Fahrer“, erklärt Vanmoof Mitgründer Ties Carlier.

Vanmoof S3 in Bildern
Am Lenkrad des Vanmoof S3 sind zwei Knöpfe angebracht – links für die Klingel, rechts für den Turbo. (Foto: t3n)

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Das Ökosystem umfasse „ein global mobiles Servicenetzwerk, eine intuitive App-Unterstützung, eine intelligentere Software mit Ferndiagnose Lösungen und eine proaktive Kundenunterstützung“, erklärt das Unternehmen. Carlier beabsichtigt das neue Support-Ökosystem innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate auf die Beine zu stellen. „Die Wartung eines Vanmoof-E-Bikes wird so einfach sein, wie Essen online zu bestellen“, verspricht der Vanmoof-Mitgründer.

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3 Kommentare
Björn
Björn

Ich habe ein Vanmoof und es ist seit dem 26. Mai kaputt. Nach Amsterdam schicken, ewig warten, keine Antwort, falsch deklarierte Rücksendung… dann das Bike erhalten und trotz Reparatur defekt. Zurück nach Amsterdam und bis heute keine Antwort… das Rad ist seit fast 4 Monaten kaputt und der Service ist quasi nicht vorhanden. Keine Antwort auf Emails, die Hotline ist immer überlastet und das Schlimmste: Kein normaler Fahrradladen kann einem helfen. Das ist das schlechteste Produkt das ich jemals gekauft habe. Ich kann nur dringend vom Kauf abraten. Sucht euch einen Händler/ Laden vor Ort der den Support übernimmt!

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Sebastian Stehle
Sebastian Stehle

Ich vermute das interessante an Vanmoof für Investoren ist das geschlossene Ökosystem. Das tolle an Fahrräder ist doch die Kompatibilität zwischen Herstellern und das jeder Fahrradladen praktisch alle Räder reparieren kann. Dadurch verlieren die Hersteller die Kunden aber nach dem Kauf. Und Vanmoof kopiert Apple und schließt andere Marktteilnehmer aus. Sicherlich ein tolles Geschäftsmodell aber nicht sehr nachhaltig.

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Matthias
Matthias

Für mich wird die gehypte Marke erst interessant, wenn sie ein S-Pedelec anbietet, das auf Augenhöhe mit Stromer fährt und ein Händlernetz bietet.

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