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Video zeigt: Chinesische Rakete stürzt über Indischem Ozean ab

Teile einer chinesischen Rakete, die unkontrolliert über dem Indischen Ozean abgestürzt sind, sorgen nicht nur in der Raumfahrtszene für Aufruhr.

Von Christian Bernhard
2 Min.
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Rakete des Typs Langer Marsch 5B beim Start. (Foto: CNSA)

Die chinesische Langstreckenrakete vom Typ 5B trat über dem Indischen Ozean wieder in die Erdatmosphäre ein und ging in der Nähe der Insel Borneo nieder. Das US Space Command bestätigte den Wiedereintritt der Rakete; wo genau ihre Trümmer aber verblieben sind, ist noch unklar.

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Auch von chinesischer Seite gab es Informationen zu dem spektakulären Vorgang. Auf dem chinesischen Mikroblogging-Dienst Weibo teilte Chinas Raumfahrtprogramm mit, die Rakete sei in der Nähe des genannten Gebiets in die Erdatmosphäre eingetreten und zum größten Teil auf ihrem Weg nach unten verbrannt. Wie spektakulär dieser Vorgang war, hielten malaysische Twitter-Nutzer:innen fest: Sie filmten anscheinend den Wiedereintritt der Rakete und gingen dabei davon aus, dass es sich um einen Meteor handelte.

Dritter Trümmerabsturz dieser Art

Gestartet war die Langstreckenrakete am 24. Juli. An Bord hatte sie ein Labormodul, das sie zur sich noch im Bau befindenden Raumstation Tiangong brachte. Das, was nun über der Erde niederging, ist eine über 22 Tonnen schwere Raketenstufe, die – im Gegensatz zu den meisten Raketen – in die Umlaufbahn geschossen wird, sobald die Rakete ihre Nutzlast abgibt. Dieser Teil umkreist dann die Erde für eine Weile, bis er unkontrolliert auf die Erde stürzt.

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Dieser Umstand hat Raumfahrtexpert:innen nicht zum ersten Mal Sorgen bereitet. Die aktuelle Mission einer 5B-Rakete ist die insgesamt dritte von chinesischer Seite – und zum dritten Mal gingen Teile der Rakete unkontrolliert auf die Erde nieder. 2020 landeten Trümmer der Rakete an der Elfenbeinküste und sorgten für infrastrukturelle Schäden, 2021 gingen sie im Indischen Ozean nieder.

Kritik von der Nasa

Die Unsicherheit darüber, wo die Rakete diesmal niedergehen würde, hatte sich in der vergangenen Woche auf großen Teilen der Welt ausgebreitet, da Prognosen alles andere als präzise waren: von Mexiko bis zur Südspitze Afrikas standen diverse Gebiete im Raum. Kritik gab es deshalb von Nasa-Chef Bill Nelson. Er erklärte auf Twitter, dass die Volksrepublik China „keine spezifischen Flugbahninformationen“ weitergegeben habe.

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Er wünsche sich, dass alle Raumfahrtnationen „etablierte Prozesse“ befolgen und Informationen über solche Vorgänge im Voraus austauschen, „um zuverlässige Vorhersagen über das potenzielle Risiko eines Aufpralls von Trümmern zu ermöglichen“ – insbesondere bei so großen Raketen wie jener des Typ 5B, die ein „erhebliches Risiko für menschliches Leben und Eigentum“ mit sich bringen.

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Im Oktober soll die nächste chinesische Mission starten

In diesem Fall ist es wohl gutgegangen. Der Astrophysiker Jonathan McDowell glaubt laut The Verge, dass Teile der Raketentrümmer in der Nähe von drei Städten an der Nordküste von Borneo niedergegangen sind, hält es jedoch für „unwahrscheinlich“, dass sie besiedeltes Gebiet erreicht hätten.

Schon bald könnte es ähnliche solcher Fälle geben. Für Oktober hat China geplant, das vierte und letzte Modul der Raumfahrtstation ins All zu schießen, und kommendes Jahr soll ein Teleskop nach oben gebracht werden – wieder mit einer 5B-Rakete.

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Kommentare (1)

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MrX

Kennt jemand eine chinesische Firma die gute Software produziert?
Nein? Wie soll das denn im Bordcomputer funktionieren? Da gabs wahrscheinlich keine Updates mehr und deshalb wusste man nicht wohin die Rakete fliegt….

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