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Von wegen Whatsapp – Google Docs wird zum Messenger-Hit

(Foto: Shutterstock-Dennizn)

Handyverbot in der Schule oder Social-Media-Sperre am Nachmittag – Teenager umgehen diese Vorschriften offenbar, indem sie via Google Docs chatten. Lehrer wissen oft nicht einmal, dass das geht.

Der durch Bankreihen gereichte Zettel hat schon längst ausgedient, wenn sich Schüler während des Unterrichts miteinander verständigen wollen. Aber wie miteinander chatten, wenn die Schule ein Handyverbot durchgesetzt hat? Die Schüler haben da offenbar einen kreativen Weg gefunden, mit dem wohl weder Lehrer noch Eltern gerechnet haben – Google Docs, wie The Atlantic berichtet.

Google Docs: Integrierte Chat-Funktion als Messenger-Ersatz

In dem cloud-basierten Google-Dienst lassen sich nicht nur gemeinsam Dokumente bearbeiten, sondern eben auch miteinander kommunizieren. Dazu kann die integrierte Chat-Funktion genutzt werden, von deren Existenz Lehrer oder Eltern oft nichts wissen. Möglich ist aber auch, schlicht in das Dokument zu schreiben. Dazu müssen nur die gewünschten Gesprächspartner zur gemeinsamen Bearbeitung eingeladen werden.

Anschließend können die Schüler verschiedene Schriftfarben nutzen, um sich besser erkennen zu können. Auch Fotos oder Videos können so geteilt werden. Wer eine Kopie des eigentlich für den Unterricht zu bearbeitenden Dokuments anlegt oder die Kommentarfunktion zum Chatten nutzt, kann das dann vor dem Lehrer gut verstecken. Auch die Eltern lassen sich durch die Nutzung von Google Docs gut überlisten. Diese denken sich oft nichts dabei, wenn ihre Kinder am Nachmittag am Computer vor dem Textverarbeitungsprogramm sitzen.

Dropbox-Alternativen im Überblick
Dropbox-Alternativen: Box wurde schon 2005 gegründet. Der Anbieter richtet sich vor allem an Geschäftskunden und bietet Funktionen zum Projektmanagement, zur Dokumentenverwaltung und zur Automation von Arbeitsabläufen an. Außerdem lassen sich andere Systeme wie Google Apps, Netsuite oder Salesforce in Box integrieren. Der Cloud-Speicher bietet Apps für Windows, OS X, Android, iOS, Blackberry, Windows Phone und webOS an. (Screenshot: Box)

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Ähnlich wie Google Docs lassen sich auch entsprechende Dienste wie die Online-Version von Microsoft Word oder Onenote benutzen. Dass Google Docs bei US-Teenagern so hoch im Kurs steht, dürfte an der Ausrüstung der US-Schulen mit Chromebooks liegen. In den USA warnen Experten schon länger davor, dass Google Docs als Messenger-Ersatz Verwendung findet, etwa die Bark-App, die Eltern mehr Kontrolle über die Online-Aktivitäten der Kinder verspricht. Die Bark-Macher erklären auch einen der großen Nachteile: Die Docs-Dokumente werden offenbar gern genutzt, um andere Kinder zu mobben und sich über sie lustig zu machen.

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Ein Kommentar
Ernie
Ernie

Ich dachte Schüler verwenden eher anonyme Mittel, um die starren Regeln der Schule zu brechen:

Etherpad
https://etherpad.gwdg.de/

Piratenpad
https://www.piratenpad.de/

PrivateBin
https://github.com/PrivateBin/PrivateBin/wiki

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