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Weihnachtsgeschenke pünktlich erhalten: Diese Bestellfristen musst du kennen

Wer in diesem Jahr zu spät kommt mit der Bestellung seiner Weihnachtsgeschenke, der:die könnte buchstäblich ohne Geschenk unter dem Tannenbaum sitzen. Bis wann du bei wem bestellen musst, um safe zu sein.

7 Min. Lesezeit
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Geschenkebestellung vor Weihnachten? Bald wird es knapp mit der pünktlichen Lieferung. (Bild: Midjourney/ t3n)

Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel: Klar ist uns bekannt, wann Weihnachten ist – und doch laufen viele von uns viel zu spät zur Höchstform auf, wenn es darum geht, zum Geschenkekaufen in die Stadt zu fahren oder die Bestellung online loszuschicken. Mehr denn je kommen die Onlinehändler:innen, aber auch die Paket- und die Logistikdienste an ihre Kapazitätsgrenzen.

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Insbesondere die Knappheit bei manchen gefragten Produkten – und das sind bei Weitem nicht nur einzelne Spielekonsolen oder Smartphones – führt bereits jetzt dazu, dass die Preise für dieser Waren weiter steigen und schon jetzt deutlich über dem Niveau von Black Friday und Cyber Monday liegen. Branchenexpert:innen glauben sogar, dass es bei vielen Händler:innen schon jetzt allerhöchste Zeit ist, zu bestellen, um noch vor dem Fest beliefert zu werden.

Schon in den letzten Monaten haben Unternehmen und Händler:innen immer wieder deutlich gemacht, dass die Ressourcenknappheit und die gestörten Lieferketten zu Weihnachten zu einem Problem werden könnten – und auch der überall hohe Krankenstand kann dazu beitragen, dass nicht jedes Paket rechtzeitig den Weg zum:zur Empfänger:in findet.

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Paketdienste haben alle Hände voll zu tun

Der Heilige Abend fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag, sodass spätestens am Samstag – wenn nicht spezielle Expresslieferung gebucht wurde – das letzte Mal die Paketlieferdienste vor unseren Türen stehen werden.

Viele Paketdienste weisen bereits jetzt darauf hin, dass angesichts der aktuellen Paketmenge Verzögerungen bei der Auslieferung von Sendungen möglich bis wahrscheinlich sind. Um als Verbraucher:in ein Paket zu verschicken, solltest du spätestens am Mittwoch vor Weihnachten, also am 20. Dezember, das Paket bei der Post- oder DHL-Filiale deines Vertrauens einliefern. Wenn du ein Paket innerhalb deiner Region verschickst, ist die Chance allerdings gegeben, dass du auch einen Tag später noch rechtzeitig dran bist – sicher ist das aber nicht. Briefe und Postkarten innerhalb Deutschlands solltest du bis zum Donnerstag, 21. Dezember, einwerfen – vielleicht ja auch eine Lösung, wenn du etwa ein Gutscheingeschenk oder nur ein paar Grüße auf den Weg bringen willst.

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Bei den internationalen Sendungen musst du schon deutlich früher dran sein. Briefe und Postkarten sollten bis zum 13. Dezember bei der Post sein, wobei die Post keine genauere Angabe macht, was für welche Länder zu beachten ist. Pakete in die Nachbarländer mit Ausnahme von Frankreich sollten bis zum 14. Dezember abgegeben sein, für alle anderen Länder einschließlich Frankreich gilt der 11. Dezember.

Bei Hermes sehen die Fristen wiederum etwas anders aus: Hier rät das Unternehmen, bis zum 19. Dezember, 12 Uhr, die Sendung abzugeben, damit diese noch rechtzeitig ankommt. Das ist jedoch gerade angesichts nicht täglich angesteuerter Paketshops ein Risiko. Übrigens müssen Pakete ins Ausland noch deutlich früher aufgegeben werden – Hermes nennt hier etwa für die EU den 14. Dezember als Richtwert, wobei einzelne Länder abweichen können. GLS und DPD nennen den 20. Dezember, 12 Uhr, als letztes sinnvolles Einlieferdatum für deutschlandweite Auslieferung, bei internationalen Lieferungen sollte es ein oder zwei Tage früher sein.

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Spätere Einlieferungen sind sowohl bei der Post als auch bei anderen Diensten wie DPD, GLS oder Hermes zwar noch möglich, kosten dann aber gegebenenfalls deutlich mehr für die Expresszustellung. Und wenn der:die Empfänger:in nicht zu Hause ist (oder der:die Zusteller:in sich in der üblichen vorweihnachtlichen Eile nur mäßig um deren Erreichbarkeit und die direkte Übergabe bemüht), kann ein Paket dann auch mal über die Weihnachtstage im Depot liegen bleiben.

Diese Onlineshops verschicken noch rechtzeitig zum Fest

Amazon: Der Onlineriese könnte aufgrund seiner eigenen, inzwischen gut ausgebildeten Logistik noch eine relativ gute Lösung sein, wenn man Geschenke auf den letzten Drücker bestellen will. Dennoch hat das Unternehmen, wie bereits im vergangenen Jahr, keinen Standardtermin mehr, bis zu dem man noch sicher seine Ware bekommt.

Kund:innen sollen sich am jeweiligen Lieferdatum auf der Artikelseite orientieren, wenn sie sich darauf verlassen wollen, dass die Ware rechtzeitig ankommt. Das zeigt, wie ausgeklügelt und individuell Amazon inzwischen bei der Zustellung agiert. Auch wenn der Onlinehändler beteuert, man sei dank saisonaler Kräfte gut vorbereitet, zeigt es aber auch, wie hart die gesamte Branche am Wind segelt. Wichtig zu beachten sind auch die großzügigen Rücksenderegeln bis Ende Januar, mit denen Amazon wieder den gesamten Handel zum Mitmachen animiert.

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Generell wird Amazon aber an Prime-Kund:innen noch später ausliefern – und bis zum 22. Dezember hast du in vielen Fällen gute Karten, zumindest bei entsprechender Warenverfügbarkeit im nächstgelegenen Logistikzentrum beliefert zu werden.

Cyberport: Der Elektronik- und IT-Versender Cyberport bietet bis zum 19. Dezember, 12 Uhr, noch Standardlieferung an, sofern die Ware im Lager verfügbar ist. Bis zum 22. Dezember um 16 Uhr soll es noch für die Expresslieferung reichen. Immerhin können die Produkte, die du bis zum 31. Dezember dort erwirbst, bis einschließlich 31. Januar zurückgegeben werden.

Galeria: Wer auf das Angebot der Kaufhauskette Galeria vertrauen will, hat die Wahl zwischen normalem E‑Commerce und Click and Collect in einer der noch vorhandenen Filialen. Bestellungen sollten bis zum 21. Dezember aufgegeben werden, damit sie noch rechtzeitig kommen. Bei Abholung im Laden geht es allerdings auch noch später. Generell haben die Kund:innen hier bis Ende Januar die Möglichkeit, Ware zurückzugeben. Für Kundenkarteninhaber:innen verlängert sich die Frist um einen weiteren Monat.

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Mytoys: Der Spielzeughändler Mytoys will Bestellungen bis zum 22. Dezember, 14 Uhr, pünktlich ausliefern. Auch wenn davon Speditionsware und Ship-from-Store-Ware ausgenommen ist, ist das mal eine Ansage. Allerdings dürfte das wohl das letzte Mal sein, dass du dort deine Weihnachtsgeschenke kaufst, da der Laden schon Totalräumungsverkauf macht und Ende des Jahres geschlossen wird.

Otto: Beim zweitgrößten deutschen Versender Otto erhält man derzeit noch kein konkretes Datum, bis zu dem man alle vorrätigen Artikel, die von Otto selbst und nicht von einem Dritthändler kommen, bekommen kann. Auf der sicheren Seite dürftest du aber auch hier bis zum 21. Dezember sein, da der Versender stets von ein bis zwei Tagen Lieferzeit spricht, was vor Weihnachten wahrscheinlich knapp wird. Hier erfolgt die Auslieferung über Hermes, sodass die dortigen Lieferfristen ein Anhaltspunkt sein können. Übrigens bietet auch die Nummer 2 im deutschen E‑Commerce eine verlängerte Rücksendefrist bis zum 31. Januar an.

Saturn und Mediamarkt: Die beiden Elektronikhändler aus Ingolstadt kündigen im Rahmen eines großen Lieferversprechens ziemlich genau an, was sie wann noch rechtzeitig ins Haus bringen können. Demnach solltest du normale Paketware bis zum 21. Dezember mittags bestellt haben, um sie noch rechtzeitig zu erhalten. Bei Großgeräten ohne Service musst du bis zum 19. Dezember mittags bestellen, bei solchen mit Service bis zum 17. beziehungsweise 18. Dezember, jeweils Ende des Tages.

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Bei den komplizierten Fällen wie Insellieferung, Großgeräte mit Einbauservice sowie Sperrgut musst du sogar bis zum 14. Dezember tätig werden. All das gilt natürlich für vorrätige Ware, die sofort lieferbar ist. Sind die Fristen schon abgelaufen, ist das allerdings auch kein großes Problem, wenn du Filialabholung wählst. Hierbei kann es bis einen Tag vor Heiligabend möglich sein, Ware zur Abholung im Markt zu bestellen.

Zalando: Eine klare Ansage macht auch der Modehändler Zalando, bis wann du bestellen musst, damit du vor Glück schreien kannst (oder die Beschenkten): Wer bis zum 18. Dezember um 23 Uhr seine Bestellung aufgegeben hat, könne sicher sein, dass die Ware, sofern vorrätig, noch vor dem Fest eintrifft. Werden die Sendungen allerdings von Partnern verschickt – Zalando macht dies entsprechend deutlich –, dann könne es länger dauern. Plus-Kund:innen (das Prime-Pendant) bekommen ihre Ware noch bei Bestellung bis zum 20. Dezember, 12 Uhr.

Und wer bei Zalando-eigenen Bestellungen später dran ist, kann gegen einen Express-Service-Zuschlag noch bis zum 22. Dezember um 14 Uhr tätig werden (die zusätzliche Gebühr liegt hier bei 9,90 Euro). Ein weiteres Ass hat Zalando mit dem Zet-Programm im Ärmel: Das steht in vielen Städten zur Verfügung und verfügt über eine eigene Logistik in Form von Partnerhändlern. Davon abgesehen kündigt aber auch Zalando an, es komme in vielen Fällen zu Verzögerungen im Vergleich zu den anvisierten Zeitpunkten, und Details könne man dem eigenen Kundenkonto entnehmen. Wie immer bietet Zalando 100 Tage Rückgaberecht, sodass du kein Problem mit den Weihnachtsfristen bekommst.

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Notlösung: Geschenke und Gutscheine kurz vor knapp

Wenn es aus irgendeinem Grund doch nicht rechtzeitig mit dem Geschenk klappt, hast du aber immerhin noch Plan B. Ein guter Plan ist in solchen Fällen ein entsprechender Gutschein: Insbesondere Amazon-Gutscheine lassen sich innerhalb von wenigen Minuten per PDF ausdrucken, und auch andere Shops wie Zalando oder Jochen Schweizer bieten einen ähnlichen Service in letzter Minute. Auch viele andere Onlineshops helfen weiter, wenn alle Stricke reißen.

Offenbar eine Lösung, die gar nicht wenige Kund:innen nutzen. Auch wenn Amazon sich wie üblich nicht in die (Gutschein-)Karten schauen lässt, erfährt man von anderen Onlinehändlern, dass diese gerade am 23. und 24. Dezember mit selbst druckbaren Gutscheinen einen beachtlichen Umsatz machen.

Wer lieber eine der formschönen Plastikkarten als Geschenkgutschein haben und sich beim Supermarkt oder beim Drogeriemarkt seines Vertrauens vor Ort eindecken möchte, sollte bedenken, dass am 24. Dezember Sonntag ist, sodass die Geschäfte nicht geöffnet haben werden. Dann hilft nur noch der unromantische Gang zur Tankstelle, wo es zumindest die Gutscheine der größten Händler von Amazon über Zalando bis Ikea in Form von Papp- oder Plastikkarten gibt.

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Dein t3n-Team

Joana Dörfler

Ich bin ja immer noch dafür, dass an Weihnachten mehr gebrauchte Geschenke aus Second Hand-Läden etc. zum Einsatz kommen – oder personalisierte Werke, wie ich sie etwa über meine Seite Weihnachtsgeschenk.digital anbiete.

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