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Ein neuer Wettlauf ins All: Wie die Multimilliardäre den Weltraum erobern wollen

Die Falcon-Heavy-Rakete auf der Startrampe des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral. (Foto: SpaceX)

Branson, Bezos, Musk, Allen – die Liste der Superreichen, die einen Weg in den Weltraum suchen, ist lang. Entstehen könnte hier eine Industrie, die Menschen, vor allem aber auch Satelliten und andere Gerätschaften, ins All bringt.

Was tut man mit seinem Geld, wenn man so viel hat, dass man sich so ziemlich alles leisten kann, was es auf dieser Welt zu kaufen gibt? Man versucht, den Weltraum zu erobern und für sich (und andere Betuchte) nutzbar zu machen.

Kein Zweifel: Zwischen den Multimilliardären Elon Musk, Sir Richard Branson und Jeff Bezos ist ein regelrechtes Rennen um den Weg ins All entstanden. Der Vierte im Bunde, Microsoft-Mitgründer Paul Allen ist letzte Woche verstorben. Es geht dabei einerseits um Weltraumtourismus für die Superreichen, um die Besiedlung von Mond und Mars, um den (wohl lukrativeren) Transport von Gegenständen ins All – und sicherlich auch um ein Ego-Rennen der drei Milliardäre, die allesamt ihr Geld in anderen Industrien gemacht haben.

Das Besondere daran ist, dass es sich bei den Initiativen um Positionierungen handelt, die die regierungsfinanzierte Raumfahrt außen vorlässt. Die wiederum wird weltweit auf jährlich 300 Milliarden US-Dollar geschätzt, wobei sich insbesondere die Nasa hier etwas zurückzieht. Während man davon ausgehen kann, dass die Grundlagenforschung für den bemannten Raumflug aufwendig und teuer ist, könnten Weltraumtransporte schon in absehbarer Zeit ein lukratives Geschäftsfeld werden.

Jeff Bezos. (Foto: Blue Origin)

Jeff Bezos: Amazon-Gründer will Passagiere in den Weltraum bringen

Da ist zum Ersten Jeff Bezos. Der Amazon-Gründer erklärte einmal, dass er jedes Jahr eine Milliarde US-Dollar an Amazon-Aktien verkaufe, um diese in sein Weltraumprojekt zu investieren. Es geht dabei um Weltraumtourismus mithilfe von wiederverwendbaren Raketen. Bezos will offenbar für 200.000 bis 300.000 Dollar Menschen in die Schwerelosigkeit bringen. Dazu will Blue Origin, so der Name des Bezos’schen Weltraumunternehmens eine Trägerrakete einsetzen, die das Unternehmen seit 2013 selbst entwickelt. Man wolle damit Menschen in rund 100 Kilometer Höhe bringen – das ist der allgemein anerkannte Beginn des Weltraums.

Erste Schritte auf dem Weg ins All hat man offenbar bereits geschafft: Schon 2015 gelang die erste vertikale Landung, inzwischen hat man erste Nutzlasten ins All transportiert und auch die Erprobung des Bordcomputers, der die Trägerrakete „New Shepard“ steuert, schreitet im Laufe der inzwischen acht erfolgreichen Flüge voran. Bemannte Flüge hat man freilich noch nicht durchgeführt – hier steckt aber bekanntermaßen die eigentliche Herausforderung. Die sollen dann im Übrigen nicht in die Umlaufbahn um die Erde einschwenken, sondern die Rakete soll lediglich einige Minuten in der Schwerelosigkeit verbringen und dann in der Kapsel mit Hilfe von Fallschirmen wieder zur Erde zurückgelangen, während die Trägerrakete wieder selbstständig landet. Weitere Tests sollen in den nächsten Monaten folgen.

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